14.11.2017

Schweizer Schüler und ihre Roboter wetteifern auf internationalem Parkett

Sie bauten, programmierten und designten Roboter – und traten mit ihnen gegen Teams aus über 60 Ländern an: Acht Schweizer Schülerinnen und Schüler nahmen vom 10. - 12. November 2017 an der World Robot Olympiad in Costa Rica teil. Auf das Podest hat es den Schweizern noch nicht gereicht. Gewonnen haben sie trotzdem. Nämlich ein Erlebnis, das ihre Freude an Robotik und Technik verstärkt.

Jugendliche und Kinder aus 60 Ländern programmierten und bauten Roboter. Hier im Fokus das Team Avaloq aus der Schweiz. Bild: World Robot Olympiad Schweiz

Jugendliche und Kinder aus 60 Ländern programmierten und bauten Roboter. Hier im Fokus das Team Avaloq aus der Schweiz. Bild: World Robot Olympiad Schweiz

Elias Frey (Alte Kantonsschule Aarau) startet den Roboter seines Teams Avaloq an der World Robot Olympiad 2017 in Costa Rica. Bild: World Robot Olympiad Schweiz

Elias Frey (Alte Kantonsschule Aarau) startet den Roboter seines Teams Avaloq an der World Robot Olympiad 2017 in Costa Rica. Bild: World Robot Olympiad Schweiz

Keine und Keiner zu klein, um Roboter zu bauen: Die drei Teams aus der Schweiz am Wettbewerb in Costa Rica. Bild: World Robot Olympiad Schweiz

Keine und Keiner zu klein, um Roboter zu bauen: Die drei Teams aus der Schweiz am Wettbewerb in Costa Rica. Bild: World Robot Olympiad Schweiz

Am 12. November 2017 ging in Costa Rica die 14. World Robot Olympiad für Kinder und Jugendliche zu Ende. Die Schweiz war zum fünften Mal dabei. Drei Teams haben die nationale Vorausscheidung im Juni 2017 gewonnen und sich so das Ticket für den internationalen Wettbewerb geholt:

  • Kategorie Elementary (8-12 Jahre): Nina Born, Jesse Born und Elias Sidler, Primarschule Veltheim (AG), Team Robofactory.
  • Kategorie Junior (13-15 Jahre): Nicolas Faesch und Stephan Koenig, Kantonschule Zürcher Oberland (ZH), Team CTRL+C.
  • Kategorie Senior (16-19 Jahre): Moritz Becker (Bezirksschule Aarau), Benjamin Koch (Neue Kantonschule Aarau) und Elias Frey (Alte Kantonsschule Aarau), Team avaloq.

 

Bis der Roboter tut, was man von ihm will

Die Teams arbeiten seit Februar 2017 an den Robotern. Sie haben die Aufgaben analysiert, Lösungen skizziert, gebaut, programmiert und getestet. An den zwei Wettkampfstagen in Costa Rica galt es dann ernst: Sie mussten die Maschine ohne Anleitung aufbauen und diese auf ihren Parcours schicken. Eine Jury bewertete, ob der Roboter die Aufgaben richtig ausführt und ob er dies schnell genug tut. Hinzu kamen zwei Überraschungsaufgaben, die vor Ort programmiert werden mussten.

 

Schweizer Teams klassifizieren sich im internationalen Mittelfeld

Coach Markus Born ist stolz auf die Teams: "Unsere Teilnehmer haben sich der Herausforderung gestellt, haben Hochs und Tiefs durchgemacht und waren am Schluss erschöpft, aber glücklich." In der Kategorie Senior (16-19 Jahre) holten sich die drei Schüler Platz 34 von 75 Plätzen. Und dies, obwohl die Software im unpassendsten Moment streikte. In der mittleren Kategorie (13-15 Jahre) reichte es für den Platz 62 von 86 Plätzen. Die jüngsten Teilnehmer (8-12 Jahre) schafften es auf Platz 40 von insgesamt 81 Plätzen. Jesse Born von der Primarschule Veltheim erklärt: "Im Training lief der Roboter immer super, am Wettkampf selber hat der Farbsensor leider nicht alle Teile erkannt." Allzu tragisch ist das nicht, denn: "Ich bin beeindruckt von der Olympiade. Es war toll, so viele Menschen zu treffen, die dasselbe Hobby haben wie wir."

 

Grosse Probleme mit kleinen Robotern lösen

In Costa Rica drehte sich alles um "Sustainabots" – um Roboter, die für eine gesunde Umwelt sorgen. Die Jüngsten dachten sich eine Maschine aus, die Schildkröten und Jaguare rettet, die in Costa Rica vor dem Aussterben bedroht sind. Der Roboter der Kategorie "Juniors" installiert Solarzellen und pflanzt Bäume, um den CO2-Ausstoss einer Firma zu reduzieren. Die ältesten Teilnehmer tüftelten an einem Roboter, der einen Windpark für saubere Elektrizität aufbaut.

 

Die Wissenschafts-Olympiaden erweitern ihr Angebot um ein technisches Fach

Die Robotik-Olympiade vermittelt nebst fachlichem Wissen auch Fähigkeiten, die für das 21. Jahrhundert zentral sind: Kreatives Denken, Kooperation und Kommunikation. Co-Geschäftsführer Cyrille Boinay freut sich daher sehr auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Mitglied der Wissenschafts-Olympiaden: "Die Robotik-Olympiade leistet wertvolle Arbeit. Sie weckt bei Kindern das Interesse für Wissenschaft und Technik. Das Format bietet Action und Spass und fördert die Kreativität."

 

 

Links

Bilder: https://flic.kr/s/aHsm66H7Gh

Resultate: http://wro-scores.com/#!/results

World Robot Olympiad Schweiz: www.worldrobotolympiad.ch

World Robot Olympiad in Costa Rica: www.wro2017.org

 

 

 

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