02.03.2018

So macht Programmieren in der Schule Spass

Der Lehrplan 21 ist da: Informatik wird ein wichtiges Thema im Unterricht. Da kommt die Frage auf: Wie vermitteln wir Informatik interessant und spannend? Programmieren lernen kann theoretisch und trocken sein − muss es aber nicht. Mit den passenden Tools macht's Spass. Lassen Sie sich inspirieren.

Zurück in die Schule: Das neue Fach Informatik und Medien versetzt Lehrpersonen wieder in die Rolle eines Schülers, einer Schülerin. Wie hier beim Workshop der Robotik-Olympiade. Bild: Rolf Bolleter

Die Neugier wecken mit graphischer Software

Beginnen Sie ihren Unterricht mit einem visuellen Programm. Das hat den Vorteil, dass ihre Schülerinnen und Schüler keine neue Sprache lernen müssen, sondern mit den Augen arbeiten können: Sie können Blöcke mit verschiedenen Befehlen stapeln und jonglieren und so ihr eigenes Programm schreiben.

 

Open Roberta – die Vielfältige

Bild: Screenshot auf open-roberta.org

 

Roberta ist eine Website zum Programmieren – und auch eine Art Lehrmittelverlag. Ihre Schüler kreieren Programme mit der graphischen Sprache NEPO. Sehr empfehlenswert ist auch das Unterrichts-Material. Hier finden Sie Lerneinheiten für spannende Experimente und Bauanleitungen für Roboter.

 

Für wen ist Roberta? Unterstufe bis Gymnasium

Was kostet sie? nichts

Wo finde ich Roberta? open-roberta.org

                       

Snap – die Spielerische

Bild: Screenshot auf snap.berkeley.edu

 

Snap verbindet die Spiellust mit Pädagogik. Ihre Schülerinnen und Schüler erfinden eigene Spiele – ganz einfach und intuitiv. Sie können auch animierte Graphiken programmieren, eine bunte wachsende Blume, beispielsweise.

 

Für wen ist Snap? Unterstufe bis Gymnasium

Was kostet sie? nichts

Wo finde ich Snap? snap.berkeley.edu

 

TurtleCoder – die Kreative

Bild: Screenshot auf code-your-life.org/turtlecoder    

 

Die Schildkröte wird zur Lehrerin – und schreibt mit den Schülern Codes. Das macht Spass, denn aus der Programmierung entstehen schöne bunte Grafiken.

 

Für wen ist TurtleCoder? Unterstufe bis Oberstufe

Was kostet sie? nichts

Wo finde ich sie? code-your-life.org/turtlecoder               

 

 

Richtige Roboter programmieren mit Hard- und Software

Programmieren in Verbindung mit Hardware macht noch mehr Spass. Die Spannung steigt, wenn der Roboter zum ersten Mal das Programm ausführt: Funktionierts oder muss man weitertüfteln?  

 

Blue-Bot – den ersten Roboter steuern

Bild: Screenshot auf  bee-bot.us/bluebot

 

Der kleine Roboter eignet sich für den Einstieg. Die Jugendlichen planen und programmieren, wie sich der Roboter bewegen soll. Und zwar direkt auf dem Roboter – oder via Tablet.

 

Für wen ist Blue-Bot? Für jüngere Jugendliche

Was kostet er? 155.-

Wo finde ich ihn? bee-bot.us/bluebot

 

Pro-Bot – für alle, die nach Blue noch mehr wollen

Bild: Screenshot auf bee-bot.us/bluebot

 

Pro-Bot bietet mehr Funktionen als sein kleiner Bruder Blue. Praktisch ist auch, dass der programmierte Ablauf auf dem Display erscheint.

 

Für wen ist Pro-Bot? Unterstufe bis Gymnasium

Was kostet er? 190.-

Wo finde ich ihn? bee-bot.us/bluebot

Weitere Informationen: phbern.ch/ideenset-robotik/unterrichtsmaterial/pro-bot-zyklus-2

 

Thymio – Der Roboter, der fühlt und sieht

Bild: Screenshot auf thymio.org/de:thymioschoolprojects

 

Der Roboter ist mit Distanz-, Beschleunigungs- und Temperatursensoren ausgerüstet – und kann dementsprechend viel. Leicht zu lernen ist seine Sprache (Aseba), denn sie ist übersichtlich und logisch aufgebaut. Alternativ können auch die Sprachen "Blocky" oder "Scratch" verwendet werden.

 

Für wen ist Thymio? Unterstufe bis Gymnasium

Was kostet er? 170.-

Wo finde ich ihn? thymio.org/de:thymioschoolprojects

 

AnkiCozmo – der Freund

Bild: Rolf Bolleter

 

Cozmo ist so was wie ein Freund. Dank seiner Kamera erkennt er, wer mit ihm interagiert – und sagt Hallo. Seine Sprache: Alle, die auf Scratch Blocks basieren.

 

Für wen ist Cozmo? Unterstufe bis Gymnasium

Was kostet er? Fr. 240.-

Wo finde ich ihn? anki.com/en-us/cozmo

 

LEGO EV3 – für Tüftlerinnen und Maschinenbauer

Bild: Rolf Bolleter

 

Dieses Tool kann mehr als nur Programmieren. Mit den Bauteilen lassen sich tolle Roboter und Geräte bauen. So können die Schülerinnen und Schüler auch ihre Fähigkeiten aus der Mathematik und Physik einbringen. Programmiert wird mit LEGO Tool, Java oder Labview.

 

Wer wen ist LEGO EV3? Unterstufe bis Hochschule

Was kostet er? 320.-

Wo finde ich ihn? education.LEGO®.com/de

 

 

Für alle, die noch nicht genug haben:

Buchtipps

Bild: Rolf Bolleter

 

Verlag dpunkt

  • Programmieren Lernen mit EV3 
  • Das LEGO® Mindstorms EV3 Labor
  • LEGO® -EV3 – Roboter 
  • Das LEGO® Mindstorms Handbuch
  • Java Programmieren lernen

 

Verlag Frauenhofer

  • Roberta - Lernen mit Robotern
  • Roberta - Programmieren mit Labview
  • Roberta - EV3 Programmieren mit Java

 

Kurse

Für Lehrpersonen bietet die World Robot Olympiad jeden Januar einen EV3-Programmierkurs an.
Link: worldrobotolympiad.ch
 

Wettbewerbe

Robotik-Olympiade
Die Olympiade gibt es seit 2013 auch in der Schweiz. Der Wettbewerb kombiniert sportlichen Nervenkitzel mit einer schulischen Herausforderung! Die Teilnehmenden designen und bauen einen Lego Mindstorms Roboter, programmieren ihn und starten mit ihm in einem spannenden Wettkampf gegen andere Teams. Ihre Schülerinnen und Schüler tüfteln und spielen gerne? Machen Sie mit Ihnen bei der Robotik-Olympiade mit. Die Anmeldung ist noch bis am 15. März 2018 möglich. worldrobotolympiad.ch
 
 
First Lego League
Der weltweite Wettbewerb wird seit 2004 auch in der Schweiz durchgeführt wird. Der Wettbewerb besteht aus zwei Phasen: einem Forschungsprojekt und einer Bau- und Programmierphase. Beim ersten Teil entwickeln die Teams innovative Ideen. Die Ergebnisse dieser Forschungs- und Recherchearbeit werden einer Expertenjury kreativ präsentiert. Dann konstruieren die Teams aus Sensoren, Motoren und den LEGO- Steinen einen Roboter, der auf dem Spielfeld möglichst viele Aufgaben löst. first-lego-league.org 


 
Zum Autor

Rolf ist gelernter Elektromechaniker. Er liebt Lego – schliesslich hat er da lange gearbeitet. Heute ist er pensioniert – und sehr aktiv. Seit einem Jahr arbeitet er für die Robotik-Olympiade als Kommunikator und Schiedsrichter. In den Schulferien leitet er Programmier-Kurse. Und er macht bei der First Lego League mit.

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