25.09.2018

Wirtschafts-Olympiade: Schweizer Jungunternehmer gewinnen Bronze

Zum ersten Mal nahmen drei Schweizer Jungunternehmer an der internationalen Wirtschafts-Olympiade teil. Diese feierte ihre Premiere vom 14. bis am 22. September 2018 in Moskau. Am Start waren 65 Jugendliche aus 13 Ländern. Das Schweizer Team gewann zwei Bronzemedaillen – und neue Blickwinkel auf wirtschaftliche Themen.

Das Schweizer Team in Moskau (v.l.n.r.): Gabriele Mattioli Bloch, Vincent Strobos (Bronze), Laila Zurbriggen (Bronze) und Thomas Schneiter (Coach). Bild: International Economics Olympiad

Die Schweizer Jugendlichen (Reihe 2) beim Simulationsspiel "Mein Finanzplan". Bild: International Economics Olympiad

Die Walliserin Laila Zurbriggen gewann mit analytischem Denken, Fachwissen und Unternehmergeist eine Bronzemedaille. Bild: International Economics Olympiad

Auch der Zürcher Vincent Strobos gewinnt Bronze am Wettbewerb in Moskau. Bild: International Economics Olympiad

65 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 13 Ländern zeigten beim Wettbewerb in Moskau, wie gut sie sich in der Welt der Wirtschaft auskennen. Die Hälfte der Jugendlichen wurde mit einer Medaille ausgezeichnet bei der Schlussfeier am Freitag, 21. September an der Higher School of Economics.  

 

Die Schweiz war mit drei Jungunternehmern am Start. Laila Zurbriggen (Kollegium Spiritus Sanctus Brig, VS), Vincent Strobos (Kantonsschule Hottingen, ZH) und Gabriele Mattioli Bloch (Wirtschaftsgymnasium Basel, BS) qualifizierten sich mit ihren preisgekrönten Miniunternehmen beim Company Programme von YES. Laila Zurbriggen und Vicent Strobos lief es gut bei den Prüfungen, sie holten sich je eine der insgesamt 17 Bronzemedaillen.

 

Die Prüfungen: Jugendbank beraten, Finanzpläne simulieren, Zusammenhänge erklären

Drei Prüfungstage standen in Moskau auf dem Programm, die Themen hiessen Volkswirtschaft, Betriebswirtschaft und finanzielle Grundbildung. Die Aufgaben waren vielfältigen, sie reichten vom Simulationsspiel "My financial plan" über Fragen zu Handel, Wechselkurs und Spieltheorie bis zu einer komplexen Fallstudie.

 

Ziel der Fallstudie war es, ein neues Produkt für eine Bank zu gestalten, das eine junge Zielgruppe anspricht. Das Projekt mussten die Teams anschliessend einer Jury vortragen. Dieser Prüfungsteil verlange eine Vielzahl von Kompetenzen, erklärt Thomas Schneiter, Coach des Schweizer Teams und Leiter des Company Programme von YES: "Die Jugendlichen mussten die Problemstellungen herunterbrechen, Lösungsansätze herleiten und als Team agieren." Diese Erfahrung sei nützlich für das spätere Studium oder das Berufsleben.

 

65 junge und internationale Perspektiven auf die Wirtschaft und ihre Zusammenhänge

Die Schweizer Jugendlichen ziehen ein positives Feedback. Bronzemedaillengewinner Vincent spricht von einer bereichernden Erfahrung: "Wir diskutierten wirtschaftliche Zusammenhänge mit Jugendlichen aus aller Welt – da kamen sehr unterschiedliche Blickwinkel zusammen, je nach Herkunft, Kultur und Persönlichkeit." Gabriele Mattioli Bloch stimmt dem zu, er habe es besonders geschätzt, verschiedene Volkswirtschaften und Wirtschaftsperspektiven zu vergleichen. Nebst dem Austausch von Ideen sei aber auch der Wettbewerb an sich spannend, meint Laila: "Es war eine tolle Gelegenheit zu sehen, wo ich mit meinen Fähigkeiten im Vergleich zu anderen Jugendlichen international stehe."

 

Ein Pilotprojekt von YES, Wissenschafts-Olympiade und dem Institut für Wirtschaftspädagogik der Universität St. Gallen

Die Organisationen YES und Wissenschafts-Olympiade haben die Schweizer Teilnahme an der Olympiade als Pilotprojekt initiiert. Ziel ist es, talentierte Jugendliche in Wirtschaft, Finanzen und Unternehmertum zu fördern und sie untereinander zu vernetzen. Als Bildungspartner konnte das Institut für Wirtschaftspädagogik – Schule, Hochschule und Berufliche Bildung der Universität St. Gallen gewonnen werden. So profitierten Laila, Vincent und Gabriele bei einem Vorbereitungsseminar von der Expertise der Wirtschaftspädagogin und Betriebswirtschafterin Bernadette Dilger.

 

Links

 


Company Programme von YES

Als eines von vier Wirtschaftsbildungsprogrammen bietet die Non-Profit Organisation das Company Programme an. In diesem gründen und führen Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 16 und 20 Jahren ein Miniunternehmen und erleben während eines Schuljahres, was es heisst, Unternehmerin oder Unternehmer zu sein. Ihre Arbeit wird fachlich von ihrer Lehrperson sowie einem praktischen Berater (Wirtschaftspate) begleitet und unterstützt. Beaufsichtigt werden die Jugendlichen durch einen Programme Manager von YES.


Wissenschafts-Olympiade

Die Wissenschafts-Olympiade motiviert und fördert Schülerinnen und Schüler in ihrem Lieblingsfach und weckt wissenschaftliche Begabungen und Kreativität. Acht Vereine organisieren in der Schweiz Workshops, Lager und Wettbewerbe für jährlich über 3'500 Talente in Wissenschaft und Technik. Die Organisatoren sind hauptsächlich begeisterte junge Forschende, die freiwillig viele Stunden in das nationale Programm investieren.

 

Institut für Wirtschaftspädagogik – Schule, Hochschule & Berufliche Bildung, Universität St. Gallen

Am IWP werden die Lehrpersonen für die Maturitätsschulen und Berufsfachschulen in Wirtschaft & Recht ausgebildet. Zusätzlich zu einem Fachstudium an der HSG durchlaufen die Studierenden eine Ausbildung mit dem Ziel Schülerinnen und Schüler der Sek II in Wirtschaft und Recht zu unterrichten. Die Ausbildung schliesst mit einem anerkannten Lehrdiplom ab.


 

Kontakt

Mirjam Sager
Kommunikationsbeauftragte
Wissenschafts-Olympiade
Universität Bern
Hochschulstrasse 6
3012 Bern
+41 031 631 51 87
m.sager(at)olympiad.ch


Thomas Schneiter
National Coordinator
Company Programme YES
Thurgauerstrasse 119
CH-8152 Glattpark (Opfikon)
+41 (0)44 644 00 77
+41 (0)79 138 02 47
thomas.schneiter(at)yes.swiss

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