23.10.2018

Geographie-Gold für vier talentierte Schweizer Jugendliche

Sie sehen Geographie als Chance, die Welt besser zu verstehen. 16 Jugendliche nahmen am Final der Geographie-Olympiade 2018/19 am Samstag, 20. Oktober in Bern teil. Bei den Prüfungen beschäftigten sie sich unter anderem mit dem Berner Hochwasserschutz, mit Erdölexporten und Einkommensverteilung. Die vier besten Jugendlichen gewannen Gold − und eine Reise nach Hongkong, wo im Sommer 2019 die Internationale Geographie-Olympiade stattfindet.

Julia, Tobias, Anna-Lena und Carlo gewinnen die Geographie-Olympiade 2018/19. Alle Bilder: Wissenschafts-Olympiade. Download am Ende des Beitrags.

Zeigte die insgesamt beste Leistung: Anna-Lena Hatzold bei der Feldarbeit in der Berner Matte.

Julia Gschwind (links)

Carlo Mühlemann

Tobias Vetter

Silbermedaillengewinner

Bronzemedaillengewinner

Die Finalistinnen und Finalisten der Geographie-Olympiade

Feldarbeit im Berner Matte-Quartier

Feldarbeit im Berner Matte-Quartier

Feldarbeit: Ein Finalist zeichnet in der Karte ein, wo die Aare im Falle eines Hochwassers dank den Schutzmassnahmen abfliessen würde.

Da stehen sie nun, die vier Gewinnerinnen und Gewinner der Geographie-Olympiade 2018/19 und können es irgendwie noch nicht fassen. "Unglaublich", sagt Julia. "Eine Fantasie, die Realität wurde", meint Tobias. Mit ihrem Sieg am Samstag, 20. Oktober 2018 gewinnen die vier Jugendlichen eine Reise nach Hongkong an die Internationale Geographie-Olympiade im Sommer 2019:

  • Anna-Lena Hatzold, Kantonsschule am Burggraben, SG
  • Julia Gschwind, Kantonsschule Solothurn, SO
  • Carlo Mühlemann, Gymnasium Neufeld, BE      
  • Tobias Vetter, Kantonsschule am Burggraben, SG


Die Prüfungsthemen: Hochwasserschutz, Erdölexport, Einkommensverteilung

950 Mittelschülerinnen und -schüler nahmen im Mai 2018 an der Qualifikation für die Geo-Olympiade teil. Die besten 20 qualifizierten sich für das Lager im Nationalpark im September 2018. 16 Jugendliche kämpften letztlich um Medaillen in Bern am Campus Muristalden.

 

Die Herausforderung bestand aus drei Prüfungen auf Englisch: Einem schriftlichen Test, einem Multimedia-Test und einer Feldarbeit in der Berner Matte. Die Organisatoren legen Wert darauf, die Schüler mit spannenden Fragen zu prüfen, erklärt Flurina Jenal, Organisatorin und Lehrerin an der Kanti Solothurn: "Die Jugendlichen sollen ihr geographisches Wissen vernetzt anwenden können und zwar auf aktuelle Problemstellungen." Das können Fragen zum Klimawandel sein, zur Lebenserwartung und Einkommensverteilung, aber auch zur Wirtschaftsgeographie.

 

Eine Aufgabe behandelte beispielsweise die russischen Öl-und Gaslieferungen an Europa. Anhand einer Pipelinekarte erklärten die Jugendlichen, welche Probleme aufgrund der aktuellen Lage für Kunden und Lieferant entstehen könnten. Bei der Feldarbeit ging es um den Hochwasserschutz im Berner Matte-Quartier: Mit einer Naturgefahrenkarte schätzten die Teilnehmer ab, wie oft und wie stark gewisse Gebäude geflutet werden könnten. Zudem suchten sie nach Schutzmassnahmen, zeichneten diese in der Karte ein und bestimmten, wo das Wasser im Fall einer Überschwemmung abfliessen würde.

 

Aufgabe aus dem Multimedia-Test: The red bubbles represent Asian countries. What country is depicted on the arrow's tip? A) Indonesia B) South Korea C) Afghanistan d) Japan.
Zur Lösung
 

Mit Geographie die Welt verstehen – und Hongkong bereisen

Anna-Lena, Julia, Carlo und Tobias sind sich einig: Wer sich mit Geographie beschäftigt, lernt viel über seine Umwelt. "Das hilft mir, die Welt und ihre Zusammenhänge besser zu verstehen", meint Carlo. Zudem lerne man neue Landschaften und Kulturen kennen. Das wird auch im Sommer 2019 wieder der Fall sein. Dann nämlich reisen die vier nach Hongkong, wo vom 30. Juli bis am 5. August 2019 der internationale Wettbewerb stattfindet. Die vier freuen sich darauf, ein Land zu bereisen, von dem sie bisher nur aus den Medien gehört haben. Und das andere Probleme kenne, als die Schweiz: "Die dichte Besiedelung etwa, oder den Grenzkonflikt", erklären Julia und Anna-Lena.

 

Geographie-Olympiade
Die Geographie-Olympiade ist ein Wettbewerb für Mittelschülerinnen und Mittelschüler. Sie will neugierige Jugendliche fördern und ihr Interesse an Geographie wecken und vertiefen. Der Verein SwissGeOlymp organisiert das Angebot ehrenamtlich. Lehrpersonen und junge Forschende investieren freiwillig viele Stunden in die Olympiade. Die Geographie-Olympiade ist Teil der Wissenschafts-Olympiade. Zur Website

 

Rangliste

Siehe PDF Seite 3

 

Bilder

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Links

 

Kontakt

Mirjam Sager

Kommunikationsbeauftragte

Wissenschafts-Olympiade
Universität Bern

Hochschulstrasse 6

3012 Bern

+41 031 631 51 87

m.sager(at)olympiad.ch

 

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