17.07.2018

Grosse Probleme, schöne Lösungen

Sie verfolgten ein Ziel, die 600 Jugendlichen aus über 100 Ländern: eine Medaille, erkämpft mit ihrem Kopf, mit schönen Lösungen für grosse mathematische Probleme. Die Nachwuchstalente trafen sich vom 3. bis 14. Juli 2018 zur 59. Internationalen Mathematik-Olympiade. Gastland war dieses Jahr Rumänien. Das Schweizer Team gewann Bronze und eine Ehrenmeldung.

Mathematik verbindet: Die Schweizer Jugendlichen mit den Teams aus Frankreich und der Elfenbeinküste. Bild: Arnaud Maret

Der Zürcher Kantischüler Valentin Imbach gewinnt Bronze. Bild: Arnaud Maret

Die Schweizer Delegation. Oben: Cyril Frei (Begleiter), Raphael Angst, Jischai Wyler, Marco Cavaleri, Valentin Imbach. Unten: Louis Hainaut (Begleiter), Juraj Rosinski, Tanish Patil und Arnaud Maret (Begleiter). Bild: Arnaud Maret

Schweizer Teilnehmer mit Maskotchen und Begleiter: Raphael Angst, Juraj Rosinsky, Marco Cavaleri, Tanish Patil, Valentin Imbach, Cyril Frei (Leader) und Paul (Guide). Es fehlt Jischai Wyler. Bild: Arnaud Maret

Eröffnungsfeier in Rumänien. Das Slowenische und das Schweizer Team trainierten vor dem Anlass gemeinsam. Bild: Arnaud Maret

600 Mittelschülerinnen und Mittelschüler aus der ganzen Welt zeigten vom 3.-14. Juli 2018, wie stark sie im logischen Denken sind. Mit kreativen Ideen stellten sie sich grossen mathematischen Fragestellungen. Teams aus 107 Ländern machten mit bei der 59. Ausgabe der Olympiade in Cluj-Napoca, Rumänien. Unter ihnen auch das Schweizer Team mit sechs Mittelschülern, die sich Bronze und eine Honorable Mention sichern: 

  • Bronze: Valentin Imbach, MNG Rämibühl, ZH
  • Ehrenmeldung: Tanish Patil, Institut International de Lancy, GE


Valentin Imbach nahm zum zweiten Mal teil. Letztes Jahr gewann er in Brasilien eine Honorable Mention, nun reichte es für Bronze: "Ich bin sehr stolz auf die Medaille. 2019 darf ich erneut mitmachen, ich nehme mir die Silbermedaille vor", erklärt der Mittelschüler selbstbewusst. Vier weitere Jugendliche aus Zürich und Genf machten das Team komplett, auch sie setzten sich bei der Schweizer Selektion im Frühling 2018 gegen 110 Mitstreiter durch:

  • Jischai Wyler, Literaturgymnasium Rämibühl, ZH
  • Juraj Rosinsky, Institut International de Lancy, GE 
  • Marco Cavaleri, Collège Rousseau, GE
  • Raphael Angst, Kantonsschule Im Lee, ZH

Insgesamt wurden 48 Gold-, 98 Silber- und 143 Bronzemedaillen vergeben. Die ersten drei Team-Plätze gingen an die grossen Nationen: die USA, Russland und China. Die Schweiz bewegt sich mit Platz 68 von 107 Plätzen im hinteren Mittelfeld.

 

Die Herausforderung: Sechs überzeugende Lösungen entwickeln

Die Nachwuchstalente waren gefordert: Sie mussten zwei 4.5-stündige Prüfungen lösen mit je drei Aufgaben. Die Fachgebiete hiessen Algebra, Geometrie, Kombinatorik und Zahlentheorie. So suchten die Jugendlichen beispielsweise nach einem Beweis für ein anti-Pascalsches Dreieck:

 


 Quelle: Internationale Mathematik-Olympiade 2018. Weitere Aufgaben

 

Mathematik fördert Qualitäten, die nützlich für den Alltag sind

Das Erfolgsrezept für diese Aufgabe seien Geduld, Intuition und Logik, erklärt Arnaud Maret. Er studiert Mathematik an der ETH Zürich und begleitete das Schweizer Team: "Man beginnt, die Optionen durchzuspielen. Wenn man dann von einer Lösung überzeugt ist, muss man kreativ sein, um den Beweis zu erbringen." Maret ist überzeugt davon, dass die Jugendlichen fachlich und persönlich von der Olympiade profitieren. Kreativität und Durchhaltewille seien auch im Alltag nützlich.

 

 

#showyourbrain #theairconditioningwasbroken #matholympiad

Ein Beitrag geteilt von science.olympiad.ch (@science.olympiad.ch) am Jul 1, 2018 um 4:00 PDT

 

 


Internationale Mathematik-Olympiade (IMO)

Die IMO ist ein Wettbewerb für junge Mathematikerinnen und Mathematiker. Die Schweiz nimmt seit 1991 teil. Die Olympiade will begabte und interessierte Jugendliche herausfordern und ermutigen. Gefördert wird auch der internationale Austausch. Die Teilnehmerländer stellen je ein Team von maximal 6 Jugendlichen unter 20 Jahren. Diese Teams wurden zuvor bei der nationalen Olympiade selektioniert.

Wissenschafts-Olympiade

Die Wissenschafts-Olympiade motiviert und fördert Schülerinnen und Schüler in ihrem Lieblingsfach und weckt wissenschaftliche Begabungen und Kreativität. Acht Vereine organisieren Workshops, Lager und Wettbewerbe für jährlich über 3'000 Talente in Wissenschaft und Technik. Die Organisatoren sind hauptsächlich begeisterte junge Forschende, die freiwillig viele Stunden in das nationale Programm investieren.


  

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Kontakt

Mirjam Sager
Kommunikationsbeauftragte
Wissenschafts-Olympiade
Universität Bern
Hochschulstrasse 6
3012 Bern
+41 031 631 51 87
m.sager@olympiad.ch

 

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