16.04.2019

Schweizer Schülerinnen ausgezeichnet an European Girls' Mathematical Olympiad

200 junge Frauen aus 50 Ländern lösten anspruchsvolle mathematische Probleme in Kiew. Das Schweizer Team gewann Bronze und eine Ehrenmeldung.

Von links nach rechts: Yunshu Ouyang (Begleiterin), Yanta Wang, Julia Sollberger, Ema Skottova, Emily Dikhoff und Viviane Kehl (Begleiterin)

Yanta Wang (Bild: Schlussfeier Mathematik-Olympiade März 2019)

Julia Sollberger (Bild: Schlussfeier Mathematik-Olympiade März 2019)

200 Mittelschülerinnen kämpften mit ihrem Kopf um Medaillen an der European Girls' Mathematical Olympiad EGMO vom 7. bis 13. April in Kiew, Ukraine. 36 Teams stammten aus Europa, 14 aus Gastländern. Die Schweizer Schülerinnen holten sich Bronze und eine Ehrenmeldung:

  • Bronze: Yanta Wang, Gymnasium Oberwil, BL
  • Ehrenmeldung: Julia Sollberger, Kantonsschule Zürich Nord, ZH

Mit dabei für die Schweiz waren auch Ema Skottova (Gymnasium Kirchenfeld, BE) und Emily Dikhoff (Kantonsschule Uster, ZH). Insgesamt wurden 19 Gold-, 37 Silber- und 56 Bronzemedaillen vergeben. 43 Jugendliche erhielten eine Ehrenmeldung (Honorable Mention). Am besten schnitten die Teams aus den USA, der Ukraine und aus Bulgarien ab.

 

Die Prüfungen: Wie Mathematik die Kreativität anregt

Der Wettbewerb besteht aus zwei 4.5-stündigen Prüfungen. Die jungen Frauen lösten sechs mathematische Probleme, die Themen hiessen Algebra, Zahlentheorie, Kombinatorik und Geometrie. Bei den Aufgaben geht es weniger ums Rechnen, sondern vielmehr darum, eine schlüssige Lösung für ein Problem zu finden − und diese dann mathematisch zu beweisen.

 

Ein Beispiel: Gegeben ist ein beliebig grosses Schachbrett. Auf diesem sollen nun möglichst viele Dominos platziert werden, sodass sie sich nicht zu nahekommen. "Der Wettbewerb regt die Jugendlichen an, eigene Ideen zu entwickeln und fördert ihre Kreativität", erklärt die Mathematikerin Viviane Kehl, Begleiterin des Schweizer Teams. Kehl ist seit diesem Jahr Vorsitzende des Beirats der European Girls' Mathematical Olympiad. 

 

2016 fand die EGMO in der Schweiz statt, Gastgeberuniversitäten waren die ETH Zürich und die UZH Zürich. Der Wettbewerb leistet einen Beitrag zur Nachwuchsförderung von weiblichen Mathematiktalenten. Gerade Frauen sind in den Studiengängen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT-Fächer) sowie in wissenschaftlichen und technischen Berufen untervertreten. Die EGMO will die Teilnehmerinnen für einen dieser Ausbildungswege motivieren und inspirieren − und so das Potenzial weiblicher Nachwuchskräfte besser ausschöpfen.

 

 

 

 

 

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"Schaue ich in die Zukunft, so sehe ich mich als #Mathematikerin oder #Naturwissenschaftlerin. Es gibt noch viel zu erforschen: in der theoretischen Physik etwa, da weiss man nämlich noch sehr wenig. Toll an Mathe finde ich, dass ich fast nichts auswendig lernen muss. Mit #logischem Überlegen kommt man sehr weit. Am liebsten mag ich #Geometrie. Warum das so ist, kann ich gar nicht so genau erklären. Wenn ich nicht Mathe mache oder #zeichne, dann #lese ich, manchmal sind es wissenschaftliche Publikationen, dann wieder Literatur." #facesoftheolympiad #maths #logic #youth #reading #drawing #studying #future #switzerland

Ein Beitrag geteilt von science.olympiad.ch (@science.olympiad.ch) am Apr 10, 2019 um 12:00 PDT

 

 

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