13.09.2018

Schweizer Wirtschafts-Talente zeigen ihr Können auf internationalem Parkett

Drei Schweizer Jungunternehmer reisen vom 14. bis am 22. September 2018 an eine Premiere nach Moskau. Dort findet die allererste Internationale Wirtschafts-Olympiade statt, bei der sich Talente aus 13 Ländern messen. Die Teilnahme geht auf eine Kooperation zwischen YES und der Wissenschafts-Olympiade zurück.

Laila, Vincent und Gabriele vertreten die Schweiz in Moskau. Es fehlt: Gabriele. Bild: Wissenschafts-Olympiade

Gabriele Mattioli Bloch, Wirtschaftsgymnasium Basel. Bild: privat

Laila Zurbriggen, Kollegium Spiritus Sanctus. Bild: Wissenschafts-Olympiade

Vincent Strobos, Kantonsschule Hottingen. Bild: Wissenschafts-Olympiade

Drei Schweizer Mittelschüler haben sich mit Neugierde und Unternehmergeist für den internationalen Wettbewerb qualifiziert. Es sind dies:

  • Laila Zurbriggen, Kollegium Spiritus Sanctus Brig, VS
  • Vincent Strobos, Kantonsschule Hottingen, ZH
  • Gabriele Mattioli Bloch, Wirtschaftsgymnasium Basel, BS

Das Ticket nach Russland holten sich die drei mit ihren preisgekrönten Miniunternehmen, die im Rahmen des Company Programme 2017/18 von YES entstanden sind. Laila etwa führte das Unternehmen Caffè unico, das mit regionalen Kaffeekapseln überzeugte. Vincents Start-Up ZüriPasta steht für lokal produzierte Pasta-Sorten − unter anderem aus Insektenmehl. Gabriele war mit seinem nachhaltigen und praktischen Etui erfolgreich. Ausscheidungskriterien für das Schweizer Team waren nebst dem Gewinn beim Company Programme auch die Fach- und Führungskompetenz sowie souveränes Auftreten.


Die Herausforderung: Finanzpläne erstellen, Unternehmen beraten, Phänomene erklären

Die Olympiade fordert die Jugendlichen nun mit einer dreiteiligen Prüfung in den Themenfeldern Volkswirtschaft, finanzielle Grundbildung und Betriebswirtschaft heraus. Gefragt sind Fachwissen, analytische Fähigkeiten und Ideenreichtum. Beispielsweise könnten die Jugendlichen einen Finanzplan für eine Studentin erstellen oder erklären müssen, welche Faktoren zu einer Immobilienblase führen. Der Teilbereich Betriebswirtschaft umfasst eine komplexe Fallstudie zu einem Unternehmen. Eine mögliche Aufgabe könnte darin bestehen, ein Unternehmen in einer Krise oder in seiner neuen strategischen Ausrichtung zu beraten. Als Coach begleitet Thomas Schneiter die Schweizer Delegation. Er leitet das Company Programme bei YES und befindet sich in der wirtschaftspädagogischen Ausbildung an der Universität St. Gallen.


Ein Pilotprojekt von YES, Wissenschafts-Olympiade und dem Institut für Wirtschaftspädagogik der Universität St. Gallen

Die Organisationen YES und Wissenschafts-Olympiade haben die Schweizer Teilnahme an der Olympiade als Pilotprojekt initiiert. Ziel ist es, talentierte Jugendliche in Wirtschaft, Finanzen und Unternehmertum zu fördern und sie untereinander zu vernetzen. Als Bildungspartner konnte das Institut für Wirtschaftspädagogik – Schule, Hochschule und Berufliche Bildung der Universität St. Gallen gewonnen werden. So profitierten Laila, Vincent und Gabriele bei einem Vorbereitungsseminar von der Expertise der Wirtschaftspädagogin und Betriebswirtschafterin Bernadette Dilger.

 


Company Programme von YES

Als eines von vier Wirtschaftsbildungsprogrammen bietet die Non-Profit Organisation das Company Programme an. In diesem gründen und führen Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 16 und 20 Jahren ein Miniunternehmen und erleben während eines Schuljahres, was es heisst, Unternehmerin oder Unternehmer zu sein. Ihre Arbeit wird fachlich von ihrer Lehrperson sowie einem praktischen Berater (Wirtschaftspate) begleitet und unterstützt. Beaufsichtigt werden die Jugendlichen durch einen Programme Manager von YES.


Wissenschafts-Olympiade

Die Wissenschafts-Olympiade motiviert und fördert Schülerinnen und Schüler in ihrem Lieblingsfach und weckt wissenschaftliche Begabungen und Kreativität. Acht Vereine organisieren in der Schweiz Workshops, Lager und Wettbewerbe für jährlich über 3'500 Talente in Wissenschaft und Technik. Die Organisatoren sind hauptsächlich begeisterte junge Forschende, die freiwillig viele Stunden in das nationale Programm investieren.


Institut für Wirtschaftspädagogik – Schule, Hochschule & Berufliche Bildung, Universität St. Gallen

Am IWP werden die Lehrpersonen für die Maturitätsschulen und Berufsfachschulen in Wirtschaft & Recht ausgebildet. Zusätzlich zu einem Fachstudium an der HSG durchlaufen die Studierenden eine Ausbildung mit dem Ziel Schülerinnen und Schüler der Sek II in Wirtschaft und Recht zu unterrichten. Die Ausbildung schliesst mit einem anerkannten Lehrdiplom ab.


 

Bilder

Zur freien Verwendung mit Quellenangabe. Download am Ende des Beitrags.

 

Links

 

Kontakt:

Mirjam Sager
Kommunikationsbeauftragte
Wissenschafts-Olympiade
Universität Bern
Hochschulstrasse 6
3012 Bern
+41 031 631 51 87
m.sager(at)olympiad.ch

 

Thomas Schneiter
National Coordinator
Company Programme YES
Thurgauerstrasse 119
CH-8152 Glattpark (Opfikon)
+41 (0)44 644 00 77
+41 (0)79 138 02 47
thomas.schneiter(at)yes.swiss

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