31.03.2021

Medienmitteilung

Grosser Erfolg für die Schweiz an Französischsprachiger Mathematik-Olympiade

Am 27. und 28. März organisierte die Schweiz die zweite «Olympiade francophone de mathématiques» (OFM), die den mathematischen Nachwuchs in der französischsprachigen Welt fördert. Insgesamt 88 Jugendliche aus neun Ländern nahmen am virtuellen Wettbewerb teil. Das Schweizer Team legte eine beeindruckende Leistung an den Tag.

Drei der vier Goldmedaillen-Gewinner. Oben: Johann Williams (l.) und Mathys Douma (r.) aus der Kategorie "Senior". Unten: Bora Olmez aus der Kategorie "Junior".

Jonah Osterwalder, Erstplatzierter der Kategorie "Junior".

Joël Huber (l.) und Philipp Junghans waren unter den Silber- und Bronze-Gewinnern der Kategorie "Senior".

Erstplatzierter der "Senior"-Kategorie ist Youssef Marrakchi aus Tunesien.

Am Sonntag wurden die Resultate der OFM in einer virtuellen Medaillenzeremonie verkündet.

In der Kategorie «Senior» traten an:

  • Mathys Douma, Lycée Cantonal Porrentruy, JU (Goldmedaille)
  • Johann Williams, Gymnase de Renens, VD (Goldmedaille)
  • Joël Huber, Gymnasium Freudenberg, ZH (Silbermedaille)
  • Tan Hong, Collège Calvin, GE (Bronzemedaille)
  • Philipp Junghans, Alte Kantonsschule Aarau, AG (Bronzemedaille)
  • Yanta Wang, Gymnasium Oberwil, BL

 

In der Kategorie «Junior» (Jahrgang 2005 oder jünger) traten an:

  • Jonah Osterwalder, Gymnase de Renens, VD (Goldmedaille)
  • Bora Olmez, International School Basel, BL (Goldmedaille)
  • Leonardo Marañón, Gymnase cantonal de Nyon, VD (Silbermedaille)
  • Orlando Zhang, Institut International de Lancy, GE (Silbermedaille)
  • Mohamed Bouchouata, Gymnase français de Bienne, BE (Bronzemedaille)
  • Moyang Zhang, Institut Florimont, GE

 

«Einfach nur: Wow!»

Insgesamt gingen vier Gold und je drei Silber- und Bronzemedaillen an die Schweizer Teilnehmenden. Jonah Osterwalder landete mit seiner Punktezahl auf dem ersten Platz der Kategorie «Junior». «Einfach nur: Wow!», kommentiert der Organisator Arnaud Maret die Gesamtleistung. Die viereinhalbstündige Prüfung fand am Samstagmorgen statt und entsprach von Format her den Standards anderer internationaler Mathematik-Olympiaden. «Sie waren dieses Jahr echt motivierend», sagt Mathys Douma über die Aufgaben aus den Themenbereichen Algebra, Geometrie, Zahlentheorie und Kombinatorik. Er war bereits bei der ersten OFM dabei, die 2020 von Frankreich lanciert wurde, und freut sich, dass er seine eigene Leistung toppen konnte.

 

 

Eine Zukunft jenseits des Bildschirms

Neben dem Gastgeberland waren an der OFM 2021 Frankreich, Belgien, Luxemburg, Kanada, Marokko, Tunesien, Algerien und Kamerun vertreten. Für das Schweizer Team war der Anlass auch eine Chance, Sprachgrenzen zu überwinden. Nicht nur Schülerinnen und Schüler aus der Romandie machten beim auf Französisch durchgeführten Wettbewerb mit. Arnaud Maret hofft, dass der neue Anlass zur Tradition wird: «Wir hoffen sehr, dass die OFM weitergeführt wird und dass wir eines Tages eine Olympiade organisieren können, bei der man sich in einem der französischsprachigen Länder persönlich trifft», meint er. «Bis dann ist die Online-Olympiade eine gute Alternative.»

 

Die Wissenschafts-Olympiade fördert Jugendliche, weckt wissenschaftliche Begabungen und Kreativität und beweist: Wissenschaft ist spannend. Neun Olympiaden finden jedes Jahr statt: Workshops, Lager, Prüfungen sowie Wettbewerbe für über 4'000 Talente in Biologie, Chemie, Geographie, Informatik, Mathematik, Philosophie, Physik, Robotik und Wirtschaft. Die Organisatoren sind junge Forschende, Studierende oder Lehrpersonen, die freiwillig viele Stunden und Herzblut in das nationale Programm investieren.

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