30.04.2019

Schweizer Nachwuchstalente reisen an Chemie-Olympiade nach Paris

14 Berufsschüler und Gymnasiasten zeigten ihr Talent am Final der Schweizer Chemie-Olympiade 2019. Vier Jugendliche gewinnen Gold und dürfen die Schweiz am internationalen Wettbewerb in Paris vom 21.-30 Juli 2019 vertreten.

Reisen zusammen nach Paris: Alain Pfammatter, Kevin Denz, Moreno Inauen und Jasmin Frei. Bild: Matthieu Mottet, Chemie-Olympiade. Download siehe unten.

Gold für Alain Pfammatter, Kevin Denz, Moreno Inauen und Lennart Horn. Bild: Matthieu Mottet, Chemie-Olympiade

Silber für Daniel Isler, Thibaud Wüthrich, Jonas Kupferschmid und Jasmin Frei. Bild: Matthieu Mottet, Chemie-Olympiade

Bronze für Albert Shang, Nicolas Haller, Curdin Caflisch und Noah Gehr. Bild: Matthieu Mottet, Chemie-Olympiade

Die Finalistinnen und Finalisten. Bild: Julia Fischer, Chemie-Olympiade

Experimentalprüfung im Labor. Bild: Julia Fischer, Chemie-Olympiade

Experimentalprüfung im Labor. Bild: Julia Fischer, Chemie-Olympiade

Experimentalprüfung im Labor. Bild: Julia Fischer, Chemie-Olympiade

Da waren es nur noch 14. Von den 271 Berufsschülern und Gymnasiasten, die im Herbst 2018 bei der 1. Runde des Wettbewerbs mitmachten, qualifizierten sich 50 für die 2. Runde. Nach einem Test und Workshops an der ETH Lausanne und der Uni Zürich kämpften die 14 Finalistinnen und Finalisten vom 23. bis am 26. April um Medaillen. Vier Jugendliche wurden an der ETH Zürich mit Gold ausgezeichnet:

  • Alain Pfammatter, Berufsfachschule Oberwallis Visp, VS
  • Lennart Horn, Kantonsschule Solothurn, SO
  • Moreno Inauen, Collegio Papio, TI  
  • Kevin Denz, Berufsschule Aarau, AG

 

Farbstoff synthetisieren und Alternativen zu Wasserstoffgas finden

Von Dienstag bis Donnerstag besuchten die Jugendlichen Vorlesungen und experimentierten in den Labors der ETH Zürich. "Für mich war es spannend zu sehen, wie die Uni funktioniert", erzählt der Erstplatzierte Alain Pfammatter, der eine Lehre macht als Chemielaborant bei Lonza. Am Freitag galt es dann ernst, die Theorie- und Praxisprüfung stand an.

 

Im Labor beschäftigten sich die Jugendlichen mit einem Azofarbstoff. Dieser musste synthetisiert und mit einem Spektrophotometer untersucht werden, um zu erklären, wie er mit Licht interagiert. Beim zweiten Experiment berechneten die Schüler, wie viel Calciumoxid in einer Zementprobe steckt, zu viel davon schadet nämlich der Qualität des Produkts. Im Theorieteil suchten die Finalisten auch nach einer Alternative zu Wasserstoffgas als Brennstoff: Sie berechneten und erklärten, ob Glukose sich dafür eignen würde. Die Verbindung von Theorie und Anwendung findet der Walliser Alain wichtig: "Wenn ich als Lehrling im Labor nicht verstehe, was bei den Experimenten genau abläuft, bringt das nichts, oder es kann gar gefährlich werden."

 

Paris wird zum Treffpunkt junger Nachwuchswissenschaftler aus aller Welt

Die Silbermedaillengewinnerin Jasmin Frei (Kantonsschule Wettingen, AG) erbt den Platz von Lennart Horn und vertritt die Schweiz mit ihren drei Kollegen an der internationalen Chemie-Olympiade in Paris (21.-30. Juli). Dort wird sie über 300 Jugendliche aus 80 Ländern treffen − und sich ein weiteres Mal mit ihrem Lieblingsfach beschäftigen. Auch ihr gefällt an der Chemie die Mischung von Theorie, Berechnung und Anwendung. Und: "Chemie hilft zu verstehen, wie das Leben in seiner kleinsten Dimension funktioniert". Jasmin sieht sich in Zukunft als Naturwissenschaftlerin.  

 

 

Die Wissenschafts-Olympiade fördert Jugendliche, weckt wissenschaftliche Begabungen und Kreativität und beweist: Wissenschaft ist spannend. Neun Olympiaden finden jedes Jahr statt: Workshops, Lager, Prüfungen sowie Wettbewerbe für über 3'500 Talente in Biologie, Chemie, Geographie, Informatik, Mathematik, Philosophie, Physik, Robotik und Wirtschaft. Die Organisatoren sind junge Forschende, Studierende oder Lehrpersonen, die freiwillig viele Stunden und Herzblut in das nationale Programm investieren.

 

Bilder

Zur freien Verwendung mit Quellenangabe. Download am Ende des Beitrags via Button. Porträts und weitere Bilder erhalten Sie auf Anfrage.

 

Links

 

Kontakt

Mirjam Sager

Kommunikationsbeauftragte

Wissenschafts-Olympiade
Universität Bern

Hochschulstrasse 6

3012 Bern

+41 031 631 51 87

m.sager(at)olympiad.ch  

 

Weitere Artikel

Physik

Zweimal Bronze für die Schweiz an der Nordisch-Baltischen Physik-Olympiade

An der Nordisch-Baltischen Physik-Olympiade (NBPhO) messen sich jedes Jahr Jugendliche aus Estland, Finnland, Lettland und Schweden. Dieses Jahr fand der Wettbewerb wegen der Coronakrise online statt. Dafür konnten auch Schülerinnen und Schüler aus 8 Gastländern antreten. Ziemlich spontan und ohne Vorbereitung wagten sich 4 Finalisten der Schweizer Physik-Olympiade an die Prüfung am 16. Mai.

Wirtschaft

Verband

Results 1st Round Economics Olympiad

The 1st round of the Economics Olympiad is over! Students all over Switzerland showed their knowledge in Economics and reached outstanding results. Congratulations to the Top 10 finalists!

Chemie

Verband

Junge Talente gewinnen Medaillen an virtueller Chemie-Olympiade

Sie kennen sich aus mit Reaktionen und Elementen. Sie besuchen das Gymnasium oder die Berufsschule. Sie sind die 15 Finalistinnen und Finalisten der Schweizer Chemie-Olympiade 2020. Am 17. April kämpften sie um Gold- Silber- und Bronzemedaillen. Doch die Laborkittel blieben dieses Jahr im Schrank. Das Finale fand aufgrund der ausserordentlichen Lage online statt.

Geographie

Prequalification starts soon

The prequalification for the next iGEO takes place from the 7th to the 13th May.

Mathematik

Verband

Schweizerinnen gewinnen Medaillen an erster virtueller European Girls Mathematical Olympiad

Vom 15. bis 21. April 2020 fand die European Girls Mathematical Olympiad zum ersten Mal online statt. Da die jungen Mathematikerinnen wegen der Coronavirus-Pandemie nicht wie geplant in die Niederlande reisen konnten, kam der Wettbewerb zu ihnen. Vier Schweizerinnen kämpften von zuhause aus um Medaillen – mit Erfolg.

Mathematik

Verband

Die Global Quarantine Mathematical Olympiad sucht Freiwillige

Die Global Quarantine Mathematical Olympiad verspricht zwei Wochenenden im Mai voller mathematischer Herausforderungen. Der Online-Wettbewerb wurde von zwei Freiwilligen der Schweizer Mathematik-Olympiade lanciert und hat bereits fast 2000 internationale Anmeldungen erhalten. Nun sucht die GQMO nach Freiwilligen!