19.04.2021

Medienmitteilung

Silber und Bronze für Schweizerinnen an Europäischer Mathematik-Olympiade

Vier junge Mathematikerinnen nahmen vom 9. bis 15. April an der European Girls’ Mathematical Olympiad, kurz EGMO, teil. Da der Wettbewerb für junge Frauen online stattfand, stellten sie sich den Prüfungen nicht im Gastland Georgien, sondern in den Schweizer Bergen.

Von links nach rechts: Anaëlle Pfister (Leader), Yanta Wang, Ema Skottova, Evelyn Ebneter, Emily Dikhoff, Julia Sollberger (Deputy Leader). (Bild: Silvan Sollberger)

Die Teilnehmerinnen trotzen der Kälte in ihren Team-Shirts. (Bild: Silvan Sollberger)

In zwei viereinhalbstündigen Prüfungen lösten die Schülerinnen anspruchsvolle Aufgaben zu Algebra, Geometrie, Zahlentheorie und Kombinatorik. (Bild: Anaëlle Pfister)

Yanta Wang und Emily Dikhoff bereiten georgische Teigtaschen namens «Kinkhalis» zu. (Bild: Anaëlle Pfister)

Oben: Evelyn Ebneter Mitte: Anaëlle Pfister (Leader), Yanta Wang. Unten: Ema Skottova, Emily Dikhoff, Julia Sollberger (Deputy Leader). (Bild: Silvan Sollberger)

Pyramiden in den Bergen: Auch bei Gruppenfotos zeigen die jungen Mathe-Genies eine Vorliebe für geometrische Figuren. (Bild: Silvan Sollberger)

  • Silber: Yanta Wang (Gymnasium Oberwil, BL)
  • Bronze: Ema Skottova (Gymnasium Kirchenfeld, BE)

 

Ausserdem mit dabei waren Emily Dikhoff (Kantonsschule Uster, ZH) und Evelyn Ebneter (Sekundarschule Spiegelfeld, BL). «Die Resultate von Yanta und Ema sind grossartig und es ist bemerkenswert, dass Yanta die Goldmedaille nur ganz knapp verpasst hat!», lautet die Einschätzung von Julia Sollberger, Freiwillige der Mathematik-Olympiade.

 

 Georgisch kochen in Nidwalden

«Es ist schade, dass die EGMO zum zweiten Mal virtuell stattfindet», findet Yanta Wang. Sie und Ema Skottova waren auch letztes Jahr dabei, als der Wettbewerb wegen der Pandemie zum ersten Mal online ging. «Aber wir hatten Glück, dass wir als Schweizer Team uns treffen konnten», fügt die 18-Jährige hinzu. Statt allein zuhause verbrachten die Schweizer Teilnehmerinnen die Woche zusammen in Emmetten im Kanton Nidwalden. Wenn sie nicht gerade mathematische Beweise führten, spielten sie Kartenspiele, wanderten im Schnee oder unterhielten sich mit ausländischen Teams per Videoanruf. Um dem Gastland etwas näher zu kommen, probierten sie ein Rezept für georgische Teigtaschen aus.

 

Kombinatorik nach Feierabend

Am 11. und 12. April galt es dann ernst: In zwei viereinhalbstündigen Prüfungen lösten die Schülerinnen anspruchsvolle Aufgaben zu Algebra, Geometrie, Zahlentheorie und Kombinatorik. Letzteres ist Ema Skottovas Lieblingsgebiet. Entsprechend war sie enttäuscht, als es ihr während der Prüfung nicht gelang, die Kombinatorikaufgabe vollständig zu lösen. Nach der Prüfung setzten sie und Yanta Wang sich nochmal hin, um die Aufgabe gemeinsam zu Ende zu lösen. Dabei stiessen sie auf einen Lösungsweg, der sonst niemandem eingefallen war. Die Leidenschaft für Logik und abstraktes Denken geht bei diesen jungen Frauen über den Wettbewerb hinaus.

 

Sie haben noch viel vor

Alle vier Teammitglieder wollen bei der Mathematik-Olympiade mitmachen, solange sie können. Evelyn Ebneter, die erst dieses Jahr ins Gymnasium kommt, träumt von einer langen Olympiaden-Karriere: «Mein Ziel ist es, in ein paar Jahren bei der EGMO eine Goldmedaille zu holen und bei einer Internationalen Mathematik-Olympiade dabei zu sein». Für Ema Skottova beginnt nächstes Jahr mit dem Studium ein neues mathematisches Abenteuer, an der Mathematik-Olympiade teilnehmen kann sie als Studentin aber nicht mehr. Bis dahin stehen ihr allerdings noch einige olympische Erlebnisse bevor – im Juni zum Beispiel die erste Europäische Informatik-Olympiade für Mädchen.

 

Video von Emily Dikhoff

 

Die Wissenschafts-Olympiade fördert Jugendliche, weckt wissenschaftliche Begabungen und Kreativität und beweist: Wissenschaft ist spannend. Neun Olympiaden finden jedes Jahr statt: Workshops, Lager, Prüfungen sowie Wettbewerbe für über 4'000 Talente in Biologie, Chemie, Geographie, Informatik, Mathematik, Philosophie, Physik, Robotik und Wirtschaft. Die Organisatoren sind junge Forschende, Studierende oder Lehrpersonen, die freiwillig viele Stunden und Herzblut in das nationale Programm investieren.

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