02.10.2018

Futter für die Neugierde: Science Olympiad Day

Wie weit gehen Forscherinnen, um ihre Hypothesen zu beweisen? Was geschieht im Schüttelraum der Weltraumforscher an der Uni Bern? Und was hat Wissenschaft mit Improtheater zu tun? Diesen Fragen sind wir am Science Olympiad Day am Samstag, 29. September an der Uni Bern nachgegangen. Zu Gast waren die besten der 3’500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Wissenschafts-Olympiade 2018. Wir haben Antworten gefunden – und hochverdiente Preisträgerinnen und Preisträger.

[Translate to English:] Die besten Nachwuchswissenschaflterinnen- und Wissenschaftler der Schweiz in der Luft...

[Translate to English:] ...am Boden.

[Translate to English:] ... beim Improvisationstheater.

[Translate to English:] ... in der Schüttelkammer der Weltraumforscher der Uni Bern.

[Translate to English:] ... auf Reisen mit Humboldt im Botanischen Garten.

[Translate to English:] ... mit einem Grinsen beim unterhaltsamen Nachmittagsprogramm dank...

[Translate to English:] ... den Improkünstlern Daisy und Robbie von the Catalyst, und...

[Translate to English:] ... der Super-Olympiade mit wackligen Türmen aus Papier...

[Translate to English:] ... Zeichnungskünstlerinnen- und Künstlern...

[Translate to English:] und heissen Kartoffeln.

[Translate to English:] Jana Meier gewinnt den Preis für die beste internationale Einzelleistung.

[Translate to English:] Valentin Imbach hat die beste interdisziplinäre Leistung gezeigt.

[Translate to English:] Das Team Biologie mit Herny Wetton, Florin Kalberer, Michelle Knecht und Jana Meier gewinnt den Preis für die beste internationale Teamleistung.

[Translate to English:] Anna Sutter gewinnt den Förderpreis der Universität Bern.

[Translate to English:] Der Illustrator Simon Charrière hat den Tag in Bildern festgehalten. Wir sind gespannt auf die Resultate.

Klug und neugierig: So schätzen wir die Mittelschülerinnen und Mittelschüler ein, die es bis ins Final der Schweizer Olympiaden oder gar an die internationalen Wissenschafts-Olympiaden geschafft haben. Da solche Köpfe oft nach frischem Futter suchen, standen auf der Menükarte des Science Olympiad Day drei kalorienreiche Hauptgänge:

  • Ein Treffen mit den erfolgreichen Weltraumforschern von PlanetS in den Physik-Labors der Uni Bern
  • Eine Zeitreise mit dem Entdecker Alexander von Humboldt im Botanischen Garten der Uni Bern mit Aquilegia
  • Und für die Mutigen: ein Improvisations-Workshop von The Catalyst. Das sind junge Forscherinnen und Forscher, die finden, dass Wissenschaftler überzeugender auftreten, wenn sie Improtheater machen.

 

Die Workshops: Was wir gelernt haben - und welche Fragen das aufwirft

Vier Teilnehmerinnen und Teilnehmer erzählen, was sie von den Workshops mitgenommen haben und welche Fragen sie sich nun zum Thema stellen. 

 

Gelernt:

  • Forscher gehen manchmal aufs Ganze. Alexander Humboldt war Forscher mit Leib und Seele. Und das nicht nur sprichwörtlich: Um eine seiner Hypothesen zu beweisen, trank er ein ganzes Fläschchen Gift! (Tim und Caroline, Physik)
  • Übertreiben hilft. Wenn du bei einer Präsentation einen bestimmten Eindruck erwecken willst, dann hilft es, diese Eigenschaft beim Üben zu übertreiben. Danach findest du das richtige Mass. (Cyril, Mathematik)
  • Ein Raketenstart ist gefährlich. Und zwar für die Messinstrumente an Bord, die die relevanten Daten für die Mission messen. Startet eine Rakete, vibriert es extrem und das kann ganze Teleskope oder einzelne Bauteile zerstören. Daher testen die Weltraumforscher der Uni Bern minutiös jedes einzelne Teilchen im sogenannten «Schüttelraum». (Mattia, Biologie)

 

Neue Fragen:

  • Welche Entdeckungen werden die Berner Weltraumforscher mit dem Satellit CHEOPS über Planeten machen, die sich ausserhalb unseres Sonnensystems befinden? (Mattia, Biologie)
  • Wie wirke ich bei einer Präsentation? Und wie möchte ich gerne wirken? (Cyril, Mathematik)
  • Wie soll unsere Gesellschaft mit bedrohten Grosspflanzen, zum Beispiel Bäumen, umgehen? (Tim und Caroline, Physik)

 

Die Super-Olympiade: So haben sich Chantal und Tanish geschlagen

 

Nach den Workshops wartete eine Überraschung auf die Jugendlichen: die Super-Olympiade, moderiert von den Improvisationskünstlern Robbie und Daisy von The Catalyst. Welche Herausforderungen hier auf die Schüler warteten, zeigt das Video von Lara Gafner (Philosophie-Olympiade).

 

«Medaillenspiegel, Medaillenspiegel: Wer ist die beste im ganzen Land? »

Wir sind überzeugt davon, dass die Jugendlichen für ihre wissenschaftlichen Leistungen nicht nur Medaillen verdient haben – sondern auch ganz viel Anerkennung. Am Science Olympiad Day geschieht dies auch durch das Vergeben von Preisen, die von unseren Partnern offeriert werden. 2018 durften wir diese Nachwuchstalente auszeichnen:

 

Jana Meier: Beste Internationale Leistung 2018

Der Fall ist mehr als klar: Jana Meier (Kantonsschule Wettingen) verdient sich diesen Preis mit ihrer hervorragenden Leistung an der Internationalen Biologie-Olympiade in Teheran. Sie gewann eine Goldmedaille und liess 91.9% ihrer Konkurrenten aus über 60 Ländern hinter sich. Der Preis wird vom Swiss Industry Science Fund SISF offeriert und ist mit CHF 1'000 dotiert.

Jana Meier. Bild: Benjamin Schmid, Informatik-Olympiade

 

Valentin Imbach: Beste interdisziplinäre Leistung 2018

Valentin Imbach (MNG Rämibühl) gewann Gold an der Schweizer Mathematik-Olympiade sowie Silber an der Informatik-Olympiade. Damit gewinnt er den Preis für die beste interdisziplinäre Leistung. Diese wird von der Hasler Stiftung offeriert und ist mit CHF 500 dotiert.

Valentin Imbach. Bild: Benjamin Schmid, Informatik-Olympiade

 

Biologie: Beste Schweizer Teamleistung an einer internationalen Olympiade 2018

Jana Meier (Kantonsschule Wettingen), Michelle Knecht (Kantonsschule Wettingen), Florin Kalberer (Neue Kantonsschule Aarau) und Henry Wetton (Kantonsschule Limmattal) vertraten die Schweiz an der Internationalen Biologie-Olympiade in Teheran Iran. Sie verdienen sich den Preis mit ihren insgesamt vier Medaillen. Der Preist wird von der Fondation Claude et Giuliana offeriert und ist mit CHF 300 pro Person dotiert.

Team Biologie. Bild: Benjamin Schmid, Informatik-Olympiade

 

Förderpreis Universität Bern: Anna Sutter

Anna Sutter gewinnt den diesjährigen Förderpreis. Sie nahm 2017 an der internationalen Philosophie-Olympiade teil und studiert heute Philosophie an der Uni Bern. Anna wird ein Stipendium im Umfang von  CHF 2‘000.- für das erste Jahr des Bachelorstudiums offeriert. Der Förderpreis unterstützt herausragende Mittelschülerinnen und Mittelschüler, die an den internationalen Wissenschafts-Olympiaden teilgenommen haben und sich für einen Studiengang an der Universität Bern entschieden haben. Weitere Informationen zum Preis.

 

 

Film ab: Rückblick auf die Olympiaden 2018

 

Weitere Videos:

 

Bilder

Download siehe unten. Zur freien Verfügung mit Quellenangabe. Alle Bilder: Benjamin Schmid. Mit Ausnahme von Humboldt, Weltraumforschung, Improtheater und Porträt Anna Sutter (Wissenschafts-Olympiade). 

 

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