30.04.2026

Medienmitteilung

Die Schweiz an der ersten Europäischen Mathematik-Olympiade

Vom 23. bis 29. April fand in Vilnius ein neuer Wettbewerb für mathematisch begabte Schülerinnen und Schüler statt. 124 Jugendliche nahmen am Auftakt der Europäischen Mathematik-Olympiade, kurz EMO, teil, die von Litauen und der Ukraine organisiert wurde. Zwei Schweizerinnen und vier Schweizer sicherten sich Auszeichnungen und trafen Gleichgesinnte aus 21 Ländern - auch dank einer erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne.
Bei der Eröffnungszeremonie. Von links nach rechts: Andrej Ševera, Eric Lüscher, Myriam Faltin, Vladyslav Babiy, Emil Spiess, Hongjia Meng. (Quelle: Joana Suslavičiūtė EMO 2026)
Bei der Schlusszeremonie. Von links nach rechts: Teamleiter Jerry Schupp, Vladyslav Babiy, Emil Spiess, Hongjia Meng, Eric Lüscher, Andrej Ševera, Myriam Faltin, Teamleiter Felix Xu. (Quelle: Joana Suslavičiūtė EMO 2026)
Hongjia Meng nimmt ihre Medaille entgegen (Quelle: Joana Suslavičiūtė EMO 2026)
Hongjia Meng während der Prüfung (Quelle: Joana Suslavičiūtė EMO 2026)
Emil Spiess (Quelle: Joana Suslavičiūtė EMO 2026)
Andrej Ševera (Quelle: Joana Suslavičiūtė EMO 2026)
Gruppenfoto der Bronzemedaillen inkl. Andrej Ševera (Quelle: Joana Suslavičiūtė EMO 2026)
Eric Lüscher während der Schlusszeremonie (Quelle: Joana Suslavičiūtė EMO 2026)
Myriam Faltin (Quelle: Joana Suslavičiūtė EMO 2026)
Vor zwei Wochen waren Myriam und Hongjia noch zusammen an der an der European Girls’ Mathematical Olympiad in Frankreich - dem bereits seit 2012 existierenden Pendant zur EMO nur für junge Frauen. (Quelle: Joana Suslavičiūtė EMO 2026)
  • Andrej Ševera, Collège Voltaire (GE)
  • Hongjia Meng, Kantonale Mittelschule Uri (UR)
  • Eric Lüscher, Mathematisch-Naturwissenschaftliches Gymnasium Rämibühl (ZH)
  • Vladyslav Babiy, Mathematisch-Naturwissenschaftliches Gymnasium Rämibühl (ZH)
  • Myriam Faltin, Collège André-Chavanne (GE)
  • Emil Spiess, Kantonsschule Wettingen (AG)

Emil Spiess und Hongjia Meng gewannen Silber, Andrej Ševera Bronze. Die anderen Schweizer Teilnehmenden wurden mit Ehrenmeldungen gewürdigt.

Aufgaben, die selbst Talente nicht lösen können

Die zwei Prüfungen dauerten je viereinhalb Stunden, mit Aufgaben aus Kombinatorik, Zahlentheorie, Algebra und Geometrie. “Die dritte Aufgabe war cool, aber leider zu schwierig”, so Eric. Tatsächlich gelang es keinem einzigen Teilnehmenden, diese Aufgabe vollständig zu lösen. "Die Aufgaben waren elegant, aber sie lagen mir nicht besonders. Ich werde sicher nachträglich noch versuchen, einige davon zu lösen”, sagt Hongjia Meng. Vor zwei Wochen gewann die Altdorferin Gold an der European Girls’ Mathematical Olympiad in Frankreich - dem bereits seit 2012 existierenden Pendant zur EMO nur für junge Frauen. 

Die dritte Aufgabe. Quelle: EMO 2026.

Austausch dank Crowdfunding

Die Europäische Mathematik-Olympiade wurde als Ergänzung zur grossen Internationalen Mathematik-Olympiade, an der weltweit junge Mathematikerinnen und Mathematiker teilnehmen, ins Leben gerufen. Als die Schweiz davon erfuhr, stand das Budget fürs laufende Jahr schon fest. Die zusätzlichen Kosten konnten jedoch durch eine Spendenkampagne gedeckt werden. Dem Schweizer Team ging es dabei nicht nur um Medaillen, sondern auch um die Begegnungen mit Gleichgesinnten aus allen Ecken des Kontinents. Diese entstanden während der grosszügigen Freizeit, bei den Ausflügen, die auf dem Programm standen, oder während gemeinsamer Mahlzeiten mit litauischer Küche. 

Die Faszination dauert an

Die Mathematik-Olympiade richtet sich in erster Linie an Gymnasiastinnen und Gymnasiasten. Die meisten von ihnen planen, nach der Matura Mathematik zu studieren. Andrej denkt über die EPFL oder auch Cambridge nach. “Soweit ich mich erinnern kann, habe ich Mathematik schon immer geliebt. Ich mag das Gefühl, etwas Schönes zu entdecken und mit Problemen herumzuspielen”, erzählt der Genfer. Vladyslav zieht es an die ETHZ, weil der dortige Mathematikstudiengang besonders breit ausgelegt sei. Minimales Auswendiglernen, faszinierende Muster, klare Begründungen - das gefällt ihm an seinem Fach.

Bilder

Zur freien Verwendung mit Quellenangabe (Joana Suslavičiūtė EMO 2026). Download am Ende des Beitrags via Button. 

Links

Video von der Schlusszeremonie

Rangliste

Über uns

Die Wissenschafts-Olympiade fördert Jugendliche, weckt wissenschaftliche Begabungen und Kreativität und beweist: Wissenschaft ist spannend. Jedes Jahr gibt es 11 Olympiaden und etwa 10’000 Teilnahmen: Workshops, Lager und Prüfungen in Astronomie, Biologie, Chemie, Geographie, Informatik, Linguistik, Mathematik, Philosophie, Physik, Robotik und Wirtschaft.  Die Organisatoren sind junge Forschende, Studierende oder Lehrpersonen, die freiwillig viele Stunden und Herzblut in das nationale Programm investieren. Die besten Teilnehmenden vertreten die Schweiz an internationalen Wettbewerben. 

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l.gafner@olympiad.ch

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