18.03.2019

Goldmedaillen in Physik für Mittelschüler

Fünf junge Schweizer haben sich für die Internationale Physik-Olympiade vom 7. bis 15. Juli in Tel Aviv, Israel qualifiziert. Sie gewannen Gold an der 23. Schweizer Physik-Olympiade.

[Translate to English:] Die Goldmedaillengewinner (von links nach rechts): Hiro Farré, Nicolas Schmid, Jonas Hofmann, Cédric Solenthaler und Fabian Graf. Alle Bilder: Markus Meier, Physik-Olympiade. Download am Ende des Beitrages.

[Translate to English:] Gold für Yanjun Zhou und Silber für Noah Roux, Eric Ströher, Robin von Reding und Etienne Rösli (von links nach rechts)

[Translate to English:] Bronze für Tobias Riesen, Ramón Buchenberger, Cedric Wenger und Hans Kieninger (von links nach rechts).

[Translate to English:] Die Finalistinnen und Finalisten der Physik-Olympiade 2019.

[Translate to English:] Kämpfen um Medaillen an der Europäischen Physik-Olympiade: Yanjun Zhou, Noah Roux, Ramón Buchenberger, Robin von Reding, Etienne Rösli.

[Translate to English:] Vertreten das Fürstentum Liechtenstein an der Internationalen Physik-Olympiade: Leon Dahinden, Mario Wildhaber und Yannic Neusüss. Bild: Daniel Oehry

[Translate to English:] Hiro Farré und Cédric Solenthaler werden zudem mit dem Nachwuchsförderpreis der Swiss Physical Society geehrt.

[Translate to English:] Finalistin Azra Smajic bei der Experimentalprüfung.

[Translate to English:] Finalist Cedric Wenger bei der Theorieprüfung.

[Translate to English:] Cédric Solenthaler

[Translate to English:] Hiro Farré

[Translate to English:] Jonas Hofmann

[Translate to English:] Fabian Graf

[Translate to English:] Nicolas Schmid

Die Gewinner:

  • Cédric Solenthaler, Kantonsschule am Burggraben (SG)
  • Hiro Farré, Institut Le Rosey in Rolle (VD)
  • Yanjun Zhou, Lemania International School (UR)
  • Jonas Hofmann, Kantonsschule Uster (ZH)
  • Fabian Graf, Gymnasium St. Antonius (AI)
  • Nicolas Schmid, Lycée cantonal de Porrentruy (JU)

 

Die 26 Finalistinnen und Finalisten setzten sich in den vergangenen Monaten gegenüber 815 Jugendlichen aus der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein durch. Stolz und strahlend nahmen die Gewinner die Medaillen bei der Schlussfeier entgegen. Diese fand am Sonntag,  17. März an der Neuen Kantonsschule Aarau statt. Einige Schüler konnten kaum glauben, dass sie zu den Besten gehören, wie der 18-jährige Nicolas Schmid, der im kleinen Dorf Cerniévillers in der Gemeinde Les Enfers aux Franches-Montagnes (JU) lebt.

 

Wieso fallen Wolken nicht vom Himmel?

Die Prüfungen am Samstag und Sonntag dauerten insgesamt 6 Stunden. Beim Praxisteil galt es, die Dichte eines Öls zu bestimmen, abgeleitet von der Dichte des Wassers. Ausgestattet mit einem Becher- und einem Reagenzglas, einer Pipette und Metall-Muttern mussten die Schüler herausfinden, wie man das Experiment durchführt und welche Theoreme man anwenden sollte. Im Theorieteil versuchten die Schüler nachzuvollziehen, wie ein Halo funktioniert, ein optisches Phänomen ähnlich einem runden Regenbogen. Der Jurassier Nicolas glaubt, dass er bei jenen Problemen gut abgeschnitten hat, die nicht allzu viele Formeln enthalten. Und bei solchen, zu denen man mit viel Phantasie Hypothesen formulieren musste. Zum Beispiel zur Frage: Warum fallen Wolken nicht vom Himmel?

 

Die Freude am Verstehen und am Spiel

Nicolas ist froh, dass er mit seiner Schulklasse am Wettbewerb teilgenommen hat und unterstreicht die wichtige Rolle der Lehrpersonen bei der Förderung der Schüler. «Es ist gut, dass die Lehrpersonen den ersten Schritt gemacht haben − ich glaube nicht, dass ich mich sonst angemeldet hätte.» «Ich mag es, wenn ich verstehe wie Dinge funktionieren», erklärt Nicolas. Er freut sich darauf, im Herbst dieses Jahres sein Studium der Elektrotechnik an der ETH Zürich zu beginnen. Ein Studiengang, der verschiedene Bereiche wie Mathematik, Informatik, aber auch Themen wie elektromagnetische Wellen oder Stromkreise kombiniert: «Bei der Elektrotechnik ist von allem etwas dabei. So kann man Dinge konstruieren, und dieser Aspekt, der dem Bauen mit Legos gleicht, macht mir grossen Spass.»

 

 


Die Wissenschafts-Olympiade fördert Jugendliche, weckt wissenschaftliche Begabungen und Kreativität und beweist: Wissenschaft ist spannend. Neun Olympiaden finden jedes Jahr statt: Workshops, Lager, Prüfungen sowie Wettbewerbe für über 3'500 Talente in Biologie, Chemie, Geographie, Informatik, Mathematik, Philosophie, Physik, Robotik und Wirtschaft. Die Organisatoren sind hauptsächlich junge Forschende, Studierende oder Lehrpersonen, die freiwillig viele Stunden und Herzblut in das nationale Programm investieren.

 

Bilder

Zur freien Verwendung mit Quellenangabe (Markus Meier, Physik-Olympiade). Download am Ende des Beitrags via Button. Weitere Bilder erhalten Sie auf Anfrage.

 

Links

Physik-Olympiade

Wissenschafts-Olympiade

International Physics Olympiad 2019

European Physics Olympiad 2019

 

Kontakt

Mirjam Sager

Kommunikationsbeauftragte

Wissenschafts-Olympiade
Universität Bern

Hochschulstrasse 6

3012 Bern

+41 031 631 51 87

m.sager(at)olympiad.ch

Further articles

Biology

Association

Jacqueline, 27, Krebsforscherin

Jacqueline Mock forscht an Proteinen, die krebskranken Menschen helfen sollen. Als Doktorandin komme niemand auf die Welt, sagt die Präsidentin der Biologie-Olympiade. Man wird es.

Mathematics

Resultate erste Runde

Die Vorrundenprüfung ist korrigiert und ausgewertet. Joël Huber und Mathys Douma haben mit 42 Punkten die beste Punktzahl erreicht, herzliche Gratulation! Um sich unter den besten 18 zu platzieren, waren 29 Punkte notwendig.

Robotics

Workshops für Lehrpersonen

Die Robotik-Olympiade bietet am 11. und 18. Januar 2020 Workshops für Lehrpersonen an. Im Kurs lernen Sie, wie man Roboter baut und programmiert. Und Sie erfahren, wie die Olympiade in den Unterricht eingebaut werden kann. Jetzt anmelden!

Association

Jahresbericht 2019

Wir schauen zurück auf das Jahr, das bald zu Ende geht: auf die 4'000 neugierigen Teilnehmenden, die 146 engagierten Schulen und die 350 Volunteers, die das Förderprogramm möglich machen.

Association

Kantonsschule Wettingen gewinnt den Schulpreis 2018/19 der Wissenschafts-Olympiade

Wer die Neugier seiner Schülerinnen und Schüler stillt und besondere Leistungen fördert, soll ausgezeichnet werden. 2019 geht der Schulpreis der Wissenschafts-Olympiade an die Kantonsschule Wettingen im Aargau.

Association

Das Olympiaden-Jahr 2018/2019: Ein Rückblick in Zahlen

3'940 Jugendliche begeistern sich für die Wissenschafts-Olympiade und nehmen an einer ersten Runde der neun Disziplinen teil. Doch welcher Kanton, welche Schule schickte am meisten Talente?

Mathematics

Association

Was sagt eine Medaille über den späteren Berufserfolg aus?

Wer als Jugendlicher eine Medaille gewinnt an einer internationalen Olympiade, der zeigt unbestritten Talent. Doch bedeutet das auch, dass er oder sie ein erfolgreicher Wissenschaftler, eine erfolgreiche Wissenschaftlerin wird? Ja und nein, sagen zwei Forscher.  

Robotics

Podestplatz für Schweizer Jugendliche an World Robot Olympiad

Zum ersten Mal schaffen es Schweizer Jugendliche aufs Podest der World Robot Olympiad. Am internationalen Robotik-Wettbewerb in Győr, Ungarn schneiden auch die weiteren Schweizer Teams im vorderen Drittel ab.