Neuer Medaillenrekord für Schweizer Informatik-Talente in Usbekistan
An der Internationalen Informatik-Olympiade (IOI) hat die Schweizer Delegation mit vier Medaillen ihr bisher bestes Resultat erreicht. Der Wettbewerb fand vom 9. bis 16. August in Taschkent statt und versammelte 375 Jugendliche aus 92 Ländern. Zwei Schweizerinnen und zwei Schweizer feiern zwei Silber- und zwei Bronzemedaillen.
Von links nach rechts: Myriam Faltin, Laetitia Orglmeister, Andrej Ševera, Yuhua Su. (Alle Bilder: Informatik-Olympiade)
Neben dem Wettbewerb blieb auch Zeit für ein bisschen Tourismus.
Silber:
Andrej Ševera, Collège Voltaire (GE)
Laetitia Orglmeister, Kantonale Mittelschule Uri (UR)
Bronze
Myriam Faltin, Collège André-Chavanne (GE)
Yuhua Su, International School Altdorf (UR)
Das Wettkampfformat ist so einfach wie intensiv: An zwei Wettbewerbstagen erhalten die Teilnehmenden je drei rätselhafte Aufgabenstellungen. Diese müssen sie mit logischem Denken und Algorithmen lösen und die Lösung programmieren. Andrej Ševera, der nicht zum ersten Mal dabei war, erzählt, dass ihm die Aufgaben letztes Jahr zwar besser gefallen haben - mit den Resultaten ist er aber zufrieden. Yuhua erzählt von einem etwas unglücklichen ersten Wettbewerbstag. “Ich habe etwas nicht gelöst, das ich eigentlich können sollte – aber am zweiten Tag hatte ich ein Comeback!”.
Die Teilnehmenden an der Internationalen Informatik-Olympiade knüpfen Kontakte zwischen Kulturen, zum Beispiel während ausgiebigen Spieleabenden. Was sie alle gemeinsam haben, ist das Interesse am Programmieren. “Informatik ist logisch - man schaut sich an, was gegeben ist, was man herausfinden muss, und wo zwischen dazwischen eine Beziehung besteht, erklärt Laetitia." Neben dem Wettbewerb blieb auch Zeit für ein bisschen Tourismus. Ausflüge führten die Delegation unter anderem zu Sehenswürdigkeiten in der Stadt und zu einem Konzert auf einem Berg. Für Andrej und Myriam, die im neuen Schuljahr erneut an der Schweizer Vorauswahl teilnehmen können, ist klar: Diese Chance lassen sie sich nicht entgehen.
Die Wissenschafts-Olympiade fördert Jugendliche, weckt wissenschaftliche Begabungen und Kreativität und beweist: Wissenschaft ist spannend. Jedes Jahr gibt es 11 Olympiaden und etwa 10’000 Teilnahmen: Workshops, Lager und Prüfungen in Astronomie, Biologie, Chemie, Geographie, Informatik, Linguistik, Mathematik, Philosophie, Physik, Robotik und Wirtschaft. Die Organisatoren sind junge Forschende, Studierende oder Lehrpersonen, die freiwillig viele Stunden und Herzblut in das nationale Programm investieren. Die besten Teilnehmenden vertreten die Schweiz an internationalen Wettbewerben.
Zur freien Verwendung mit Quellenangabe (Informatik-Olympiade). Download am Ende des Beitrags via Button. Einzelporträts auf Anfrage.
Kontakt
Lara Gafner
Verantwortliche Marketing und Kommunikation
Wissenschafts-Olympiade Universität Bern
Hochschulstrasse 6
3012 Bern
+41 31 684 35 26
l.gafner@olympiad.ch
Further articles
Geography
Schweizer Geographie-Olympioniken holen Bronze am Bosporus
Vom 11. - 17. August führte die Internationale Geographie-Olympiade 184 Jugendliche aus 50 Ländern nach Istanbul. Wer bei diesem Wettbewerb gut abschneiden will, muss nicht etwa Hauptstädte auswendig lernen. Stattdessen handelten die Prüfungsfragen vom Klimawandel, Ki-Rechenzentren oder der Odyssee.
Schweizer Schüler gewinnen erstmals Gold bei der Internationalen Wirtschafts-Olympiade
Das fünfköpfige Schweizer Team bei der 9. Internationalen Wirtschafts-Olympiade (12.-20. Juli in Shenzhen, China) hat einen neuen Rekord gesetzt. Zum ersten Mal in der Geschichte des Wettbewerbs gewannen Schweizer Jugendliche Goldmedaillen – und zwar nicht nur eine, sondern gleich zwei.