Roboter, die Konzertbühnen einrichten und Mosaike restaurieren? Das gab es am 20. Juni bei der World Robot Olympiad Schweiz - zumindest im Kleinformat, auf einem Spielfeld. Rund 70 Teams nahmen in Hausen (AG) am Finale der Robotik-Olympiade für Kinder und Jugendliche teil, die dieses Jahr unter dem Motto “Roboter treffen auf Kultur” stattfindet. Die preisgekrönten Teams reisen an internationale Runden in Puerto Rico und Kroatien.
Rund 70 Teams nahmen in Hausen (AG) am Finale der Robotik-Olympiade für Kinder und Jugendliche teil. (Quelle: Herbert Wirz)
Schiedsrichter bewerteten die Roboter. (Quelle: Miriam Hausherr)
Für die ganz Kleinen in der Kategorie Starter fand am Nachmittag eine vereinfachte Variante des Wettbewerbs statt. (Quelle: Miriam Hausherr)
In der Kategorie RoboMission bringen die Teams einen Roboter mit, den sie für bereits bekannte Aufgaben gebaut und programmiert haben, müssen aber vor Ort auch Überraschungsaufgaben lösen. (Quelle: Herbert Wirz)
Besonders kreativ wurde es in der Kategorie Future Innovators. Dort lösen die Teams keine vorgegebene Aufgabe, sondern überlegen sich ein reales Problem und entwerfen einen Roboter dafür, den sie einer Jury präsentieren. (Quelle: Miriam Hausherr)
Siegerpodest der Altersklasse Elementary (8-12 Jahre). (Quelle: Herbert Wirz)
Siegerpodest der Altersklasse Junior (11-15 Jahre). (Quelle: Herbert Wirz)
In seiner letzten Saison landete das seit Jahren erfolgreiche Team "Robolution" einmal mehr auf dem ersten Platz in der Altersklasse Senior (14-19 Jahre). (Quelle: Robolution)
Das Team
RoboK2 auf dem 3. Platz in der Altersklasse Senior (14-19 Jahre). (Quelle: Herbert Wirz)
Siegerpodest der Kategorie Future Innovators. (Quelle: Herbert Wirz)
Der Weg ans Finale führte über die Regionalwettbewerbe, die im April und Mai an 15 Orten in der Schweiz parallel abgehalten wurden.
Die World Robot Olympiad Schweiz bietet verschiedene Kategorien an:
In der Kategorie RoboMission bringen die Teams einen Roboter mit, den sie für bereits bekannte Aufgaben gebaut und programmiert haben, müssen aber vor Ort auch Überraschungsaufgaben lösen. Die Aufgaben sind in kleine, zum Thema passende Geschichten verpackt. So bauten die Kinder in der Altersklasse Elementary (8-12) eine Konzertbühne auf, die Junior-Teams (11-15) mussten Artefakte vorsichtig in ein Museum befördern und die Jugendlichen in der Senior-Klasse (14-19) bastelten einen Roboter zur Rekonstruktion von Mosaiken. Für die ganz Kleinen in der Kategorie Starter fand am Nachmittag eine vereinfachte Variante des Wettbewerbs statt.
Mathilde Laurent und Julien Freymond vom Team «Pas vous» erlebten die Überraschungsaufgabe am Nachmittag als grösste Herausforderung: “Man muss den Code spontan neu schreiben und gegebenenfalls den Roboter anpassen”, erklären die beiden. Trotz einiger Kommunikationsprobleme bei den Übersetzungen zogen sie ein begeistertes Fazit: “Es war supercool, daran teilzunehmen, neue Leute kennenzulernen und verschiedene Lösungsansätze für ein und dasselbe Problem zu sehen.”
Für Francesco Mussi von der Scuola Arti e Mestieri di Trevano, der als Coach ein Team begleitet hat, bringt das den Geist des Wettbewerbs auf den Punkt: "Das Ziel besteht darin, den Kindern und Jugendlichen eine neue Mission zu bieten und ihnen dabei zu helfen, sich an die Herausforderungen heranzutasten. Es handelt sich um sehr interessante Aufgaben.”
Besonders kreativ wurde es in der Kategorie Future Innovators. Dort lösen die Teams keine vorgegebene Aufgabe, sondern überlegten sich ein reales Problem und entwerfen einen Roboter dafür, den sie einer Jury präsentieren. Das Team Stettbach beispielsweise baute einen Roboterhund für ein Theaterstück der eigenen Schule, der Zickzack-Bewegungen ausführen und dabei einem Schauspieler ausweichen kann.
Gewinnerteams
Folgende Teams haben sich für die World Robot Olympiad (8.-10. Dezember 2026 in Puerto Rico) qualifiziert:
Kategorie
Altersklasse
Rang am Schweizer Finale (innerhalb der Kategorie und Altersklasse)
Teamname
Namen, Schule
Kanton
Future Innovators
Elementary (8-12 Jahre)
1
StarLight
Luke Zhang (Pavillon de la Plaine) und Sarah Zhang (Collège de la Planta)
VD
RoboMission
Elementary (8-12 Jahre)
1
Swiss Fire
Ákos Gyenge und Laurin Degen (Primarschule Aeugst am Albis)
ZH
Junior (11-15 Jahre)
1
TopBoter
Yvo Zahner und Maximus Raymann (Schulen Eschenbach)
Folgende Teams dürfen am Open Championship Freundschaftsturnier (13.-16. Oktober 2026 in Zagreb, Kroatien) teilnehmen:
Kategorie
Altersklasse
Rang am Schweizer Finale
Teamname
Namen, Schule
Kanton
Future Innovators
Senior (14-19 Jahre)
2
Kirchenfeldrobotics
Valéry Piot und Jakob Gutersohn (Gymnasium Kirchenfeld)
BE
RoboMission
Elementary (8-12 Jahre)
2
Robolix
Felix Schank, Mathys Spycher und Alec Bergagård (Primarschule Aeugst am Albis)
ZH
3
RoboRockets
Leo Stösser, Manuel Brunner und Oscar Woodrow (Primarschule Wädenswil)
ZH
Junior (11-15 Jahre)
2
LLBot
Lars Studer und Lars Eiholzer (Kantonsschule Willisau)
LU
3
Robomatik Creative ++
Anton Zimmermann (Bezirksschule Burghalde Baden) und Romeo Meier (Kreisschule Surbtal)
AG
Senior (14-19 Jahre)
2
Robomatik New Generation
Daniels Freimanis (Kantonsschule Baden),Sebastian Eger (Bezirksschule Mägenwil) und Piotr Fonfara (Bezirksschule Baden)
AG
3
RoboK2
Prahlad Saxena (Gymnase de Morges) und Suhasini Saxena (Beausobre)
VD
Die World Robot Olympiad ist ein internationaler Wettbewerb für Kinder und Jugendliche. Sie findet seit 2004 statt, jedes Jahr in einem anderen Land. Seit 2013 ist auch die Schweiz mit dabei. Der Verein WRO Schweiz führt die Olympiade in freiwilliger Arbeit durch. Seit 2017 ist er Mitglied der Wissenschafts-Olympiade mit ihren Wettbewerben in Astronomie, Biologie, Chemie, Geographie, Linguistik, Mathematik, Informatik, Philosophie, Physik und Wirtschaft.
Schweizer gewinnen zwei Bronzemedaillen an Europäischer Geographie-Olympiade
In Bulgarien fand vom 27. Juni bis 3. Juli die Europäische Geographie-Olympiade statt. Rund 100 Jugendliche aus 13 Ländern stellten ihr Wissen unter Beweis - unter anderem zum Bergsturz von Blatten. Für die zwei Schweizer Teilnehmer diente die Teilnahme auch als Vorbereitung auf die iGeo im August.
Am 1. Mai fand an der Universität Bern das Finale der Schweizer Wirtschafts-Olympiade statt. Zwölf Jugendliche schlüpften für einen Tag in die Rolle von Unternehmensberatern und Wirtschaftswissenschaftlerinnen. Fünf von ihnen wurden mit Goldmedaillen ausgezeichnet.