27.05.2019

Schweizer Gymnasiasten reisen nach Aserbaidschan an Informatik-Wettbewerb

Vier Jugendliche haben beim Final der Schweizer Informatik-Olympiade besonders gute Algorithmen programmiert. Sie gewinnen Gold und damit eine Reise nach Aserbaidschan an die internationale Informatik-Olympiade 2019.

Die Finalistinnen und Finalisten am ersten Finalwochenende bei Siemens. Alle Bilder: Benjamin Schmid, Informatik-Olympiade. Download am Ende des Beitrags.

Gold für Nicolas Camenisch, Valentin Imbach und Joël Huber (von links nach rechts). Es fehlt: Christopher Burckhardt

Christopher Burckhardt

Tobias Feigenwinter, Tim Frey, Micha Buri und Jijingru Yang (v.l.n.r.)

Bronze für Rada Kamysheva, Ema Skottova, David Jenny und Kunyang Wu (v.l.n.r.)

Nicolas Camenisch, Joël Huber, Tobias Feigenwinter und Ema Skottova reisen an die Zentraleuropäische Informatik-Olympiade.

Finalprüfung

Finalprüfung

Bei der Schlussfeier an der Universität Bern am Samstag, 25. Mai wurden 12 Jugendliche mit Gold-, Silber- und Bronzemedaillen geehrt. Gold ging an:

  • Nicolas Camenisch, Kantonsschule Wettingen, AG
  • Joël Huber, Kantonsschule Freudenberg, ZH
  • Valentin Imbach, Mathematisch-Naturwissenschaftliches Gymnasium Rämibühl, ZH
  • Christopher Burckhardt, Mathematisch-Naturwissenschaftliches Gymnasium Rämibühl, ZH

Es war ein intensives Jahr für die 12 Finalistinnen und Finalisten der Informatik-Olympiade. Umso schöner, am Ende eine Goldmedaille zu gewinnen, meint der 17-jährige Joël Huber. Vor dem Wettbewerb habe er wenig von Informatik und Programmieren verstanden: „Im Lager fing es an, mir Spass zu machen. Je mehr ich begriff, desto motivierter war ich, mehr Zeit zu investieren und mich mit den Themen und Aufgaben zu beschäftigen.“ Im vergangenen Herbst lösten Joël und 134 weitere Jugendliche die sechs Programmieraufgaben der ersten Runde der Informatik-Olympiade. Danach folgten ein Trainingslager, ein Test und die vier Finaltage am 17./18. Mai und 24./25. Mai.

 

Von der zündenden Idee zum Umsetzen des Algorithmus

Klug und kreativ müsse man sein, um die 16 Finalaufgaben gut lösen zu können, erklärt Finalistin Rada Kamysheva von der Schweizerischen Alpinen Mittelschule Davos: "Wir haben während der Olympiade gelernt, wie man programmiert. Die zündende Idee, die man fürs Umsetzen des Algorithmus braucht, ist aber genauso wichtig." Ein Beispiel: Gegeben ist das Szenario des Hyperloops, eines Verkehrssystem mit Kapseln. Es galt, einen Algorithmus zu programmieren, mit dem man möglichst rasch von A nach B kommt, ohne dabei bereits besetzte Kapseln zu benutzen. Johannes Kapfhammer, Organisator und Informatikstudent an der ETH Zürich betont: "Wir achten auf einen guten Mix aus technisch anspruchsvollen Aufgaben und solchen, bei denen die Crux eher beim Entwickeln der Idee liegt."

 

Programmieren in Aserbaidschan und der Slowakei

Die Schweizer Jugendlichen dürfen im Sommer auch international zeigen, wie fit sie in Informatik sind. Joël, der in seiner Freizeit viel Musik macht und Spiele entwickelt, reist mit seinen drei Teamkollegen nach Aserbaidschan. Dort findet vom 4.-11. August die internationale Informatik-Olympiade in Baku statt. Zuvor darf ein weiteres Team in Bratislava, Slowakei um Medaillen kämpfen und zwar an der Central European Olympiad in Informatics vom 23.-29. Juli.

 

Rückblick: Informatik-Olympiade 2018 in Japan

 

Die Wissenschafts-Olympiade fördert Jugendliche, weckt wissenschaftliche Begabungen und Kreativität und beweist: Wissenschaft ist spannend. Neun Olympiaden finden jedes Jahr statt: Workshops, Lager, Prüfungen sowie Wettbewerbe für über 4'000 Talente in Biologie, Chemie, Geographie, Informatik, Mathematik, Philosophie, Physik, Robotik und Wirtschaft. Die Organisatoren sind hauptsächlich junge Forschende, Studierende oder Lehrpersonen, die freiwillig viele Stunden und Herzblut in das nationale Programm investieren.

 

Bilder

Zur freien Verwendung mit Quellenangabe (Alle Bilder: Benjamin Schmid, Informatik-Olympiade). Download am Ende des Beitrags via Button. Weitere Bilder finden Sie hier. 

 

Links

 

Kontakt

Mirjam Sager
Kommunikationsbeauftragte
Wissenschafts-Olympiade
Universität Bern
Hochschulstrasse 6
3012 Bern
+41 031 631 51 87
m.sager(at)olympiad.ch

Further articles

Economics

Association

Results 1st Round Economics Olympiad

The 1st round of the Economics Olympiad is over! Students all over Switzerland showed their knowledge in Economics and reached outstanding results. Congratulations to the Top 10 finalists!

Geography

Association

Nothing to lose, so much to gain

When Aiyana Signer decided to participate in the Geography Olympiad, she didn’t yet know where this path would lead her. Now, she’s in her fourth semester of studying geography and has friends across the globe. A short portrait of a former Olympiad participant.

Geography

Prequalification starts soon

The prequalification for the next iGEO takes place from the 7th to the 13th May.

Mathematics

Association

The Global Quarantine Mathematical Olympiad is looking for volunteers

The Global Quarantine Mathematical Olympiad promises two weekends in May full of mathematical challenges. The online competition was launched by volunteers of the Swiss Mathematical Olympiad and has already gathered close to 2000 international participants. Now, GQMO is looking for volunteers!

Association

Chemistry

Biology

Geography

Informatics

Physics

Robotics

Economics

Philosophy

Corona-Updates

We, the Science Olympiad, want to take our responsibility and help to slow down the spread of the coronavirus in order to protect people at high risk. This has implications for our events.

Physics

Association

Licht auf Abwegen

Im Alltag finden sich viele Beispiele, bei denen das Licht mit einem optischen System abgebildet wird. So projiziert der Beamer ein Bild auf die Leinwand oder eine Kamera bildet eine schöne Blume auf den Sensorchip ab. Aber was steckt hinter einer scharfen Abbildung? Und wie können wir eine erzeugen? Mit der Physik-Olympiade kannst du auch zu Hause dem Licht auf die Spur kommen.