31.07.2019

Schweizer Jugendliche nehmen an der Internationalen Chemie-Olympiade teil

Vom 21. bis zum 30. Juli 2019 fand in Paris die Internationale Chemie-Olympiade statt. Vier Schweizer Chemietalente aus den Kantonen Tessin, Aargau und Wallis packten ihre Laborkittel ein und machten sich auf den Weg in die französische Hauptstadt.

[Translate to English:] Von links nach rechts: Alain Pfammatter, Matthieu Mottet, Kevin Denz, Daniel Gardini, Jasmin Frei, Patrik Willi, Lukas Lüthy, Moreno Inauen.

Bildquelle: Schweizer Chemie-Olympiade

[Translate to English:] Das Schweizer Team bei der Ankunft in Paris.

Bildquelle: Schweizer Chemie-Olympiade

[Translate to English:] Experimentieren mit Blick auf den Eiffelturm.

Bildquelle: Media46

[Translate to English:] Aufbruchsstimmung nach der theoretischen Prüfung.

Bildquelle: Media46

[Translate to English:] Die Delegation tauscht sich beim Abschlussessen über die Erlebnisse an der IChO aus.

Bildquelle: Schweizer Chemie-Olympiade

  • Kevin Denz, Berufsschule Aarau, AG
  • Jasmin Frei, Kantonsschule Wettingen, AG
  • Moreno Inauen, Collegio Papio, TI  
  • Alain Pfammatter, Berufsfachschule Oberwallis Visp, VS

 

Im nationalen Wettbewerb hatten sich die Berufsschüler Kevin und Alain, die Kantischülerin Jasmin und Moreno Inauen vom Collegio Papio in Ascona gegen 271 Chemie-Fans durchgesetzt. Nun konnten sie sich in Paris mit Jugendlichen aus 80 Ländern messen – harte Konkurrenz für das Schweizer Team, welches dieses Jahr keine Medaille erhielt.

Experimentieren mit Blick auf den Eiffelturm

Die Leistungen der Teilnehmenden wurden aufgrund einer theoretischen und einer praktischen Prüfung beurteilt. Beide dauerten jeweils ganze fünf Stunden und stellten die Jugendlichen vor anspruchsvolle chemische Probleme. In der experimentellen Prüfung mussten die Teilnehmenden neben Wissen und kreativer Problemlösung auch die Sicherheit im Hinterkopf behalten. Vor der Prüfung wurden sie ausführlich über die Vorschriften informiert – ohne lange Hosen und Schutzbrille durfte niemand ins Labor. Doch die Atmosphäre des Gastlandes blieb auch während der Prüfungen spürbar: Eine Aufgabe drehte sich um den Eisengehalt von Wein und von manchen Laborfenstern konnte man sogar den Eiffelturm sehen.

Chemie, Tourismus und neue Freunde aus fernen Ländern

An den prüfungsfreien Tagen konnten die Jugendlichen Sehenswürdigkeiten wie den Louvre oder das Schloss Versailles besuchen oder Vorträge hören und das Pariser Wissenschaftsmuseum "Palais de la Découverte" entdecken. Neben Tourismus und Bildung gab es auch genug Freizeit, um sich gemeinsam noch ein bisschen auf die Prüfungen vorzubereiten, sich beim spontanen Yoga zu entspannen und beim Picknick Leute aus aller Welt kennenlernen. All dies machte die Internationale Chemie-Olympiade 2019 zu einem einmaligen Erlebnis für die Schweizer Delegation, auch wenn es nicht für eine Medaille reichte.

Die Wissenschafts-Olympiade fördert Jugendliche, weckt wissenschaftliche Begabungen und Kreativität und beweist: Wissenschaft ist spannend. Neun Olympiaden finden jedes Jahr statt: Workshops, Lager, Prüfungen sowie Wettbewerbe für über 4'000 Talente in Biologie, Chemie, Geographie, Informatik, Mathematik, Philosophie, Physik, Robotik und Wirtschaft. Die Organisatoren sind junge Forschende, Studierende oder Lehrpersonen, die freiwillig viele Stunden und Herzblut in das nationale Programm investieren.

Bilder

Zur freien Verwendung mit Quellenangabe. Download am Ende des Beitrags via Button. 

 

Links

 

Kontakt

Mittwoch, 31.7. 2019

Lara Gafner

Wissenschafts-Olympiade
Universität Bern

Hochschulstrasse 6

3012 Bern

+41 031 631 51 87

lara.gafner(at)lehre.unibe.ch

 

Ab Montag, 5.8. 2019

Mirjam Sager

Kommunikationsbeauftragte

Wissenschafts-Olympiade
Universität Bern

Hochschulstrasse 6

3012 Bern

+41 031 631 51 87

m.sager(at)olympiad.ch 

Further articles

Biology

Association

Jacqueline, 27, Krebsforscherin

Jacqueline Mock forscht an Proteinen, die krebskranken Menschen helfen sollen. Als Doktorandin komme niemand auf die Welt, sagt die Präsidentin der Biologie-Olympiade. Man wird es.

Mathematics

Resultate erste Runde

Die Vorrundenprüfung ist korrigiert und ausgewertet. Joël Huber und Mathys Douma haben mit 42 Punkten die beste Punktzahl erreicht, herzliche Gratulation! Um sich unter den besten 18 zu platzieren, waren 29 Punkte notwendig.

Robotics

Workshops für Lehrpersonen

Die Robotik-Olympiade bietet am 11. und 18. Januar 2020 Workshops für Lehrpersonen an. Im Kurs lernen Sie, wie man Roboter baut und programmiert. Und Sie erfahren, wie die Olympiade in den Unterricht eingebaut werden kann. Jetzt anmelden!

Association

Jahresbericht 2019

Wir schauen zurück auf das Jahr, das bald zu Ende geht: auf die 4'000 neugierigen Teilnehmenden, die 146 engagierten Schulen und die 350 Volunteers, die das Förderprogramm möglich machen.

Association

Kantonsschule Wettingen gewinnt den Schulpreis 2018/19 der Wissenschafts-Olympiade

Wer die Neugier seiner Schülerinnen und Schüler stillt und besondere Leistungen fördert, soll ausgezeichnet werden. 2019 geht der Schulpreis der Wissenschafts-Olympiade an die Kantonsschule Wettingen im Aargau.

Association

Das Olympiaden-Jahr 2018/2019: Ein Rückblick in Zahlen

3'940 Jugendliche begeistern sich für die Wissenschafts-Olympiade und nehmen an einer ersten Runde der neun Disziplinen teil. Doch welcher Kanton, welche Schule schickte am meisten Talente?

Mathematics

Association

Was sagt eine Medaille über den späteren Berufserfolg aus?

Wer als Jugendlicher eine Medaille gewinnt an einer internationalen Olympiade, der zeigt unbestritten Talent. Doch bedeutet das auch, dass er oder sie ein erfolgreicher Wissenschaftler, eine erfolgreiche Wissenschaftlerin wird? Ja und nein, sagen zwei Forscher.  

Robotics

Podestplatz für Schweizer Jugendliche an World Robot Olympiad

Zum ersten Mal schaffen es Schweizer Jugendliche aufs Podest der World Robot Olympiad. Am internationalen Robotik-Wettbewerb in Győr, Ungarn schneiden auch die weiteren Schweizer Teams im vorderen Drittel ab.