Schweizer Mathematiknachwuchs misst sich in Slowenien
Vom 23. bis 29. August fand im slowenischen Celje die 20. Mitteleuropäische Mathematik-Olympiade (MEMO) statt. 60 Jugendliche aus 10 Ländern lösten mathematische Rätsel - gemeinsam und im Team. Zwei Schweizer wurden mit Medaillen ausgezeichnet, der Rest des Teams erhielt Ehrenmeldungen:
Von links nach rechts: Samuel Demeyer und Francesc Oro (Teamleiter), Mohammed Faizan Memon, Emil Spiess, Philipp Dneprov, Myriam Faltin, Vladyslav Babiy. (Quelle: MEMO 2026)
Neben den Prüfungen konnten die Teilnehmenden zwischen vielfältigen Freizeitaktivitäten wählen. (Quelle: MEMO 2026)
Austins Platz, bereit für die Prüfung. (Quelle: MEMO 2026)
Mohammed Faizan Memon, Realgymnasium Rämibühl (ZH)
Anders als bei anderen Mathematik-Olympiaden bietet die MEMO nicht nur eine individuelle Prüfung, sondern auch eine Prüfung, die im Team gelöst wird. Beide dauern fünf Stunden und enthalten Fragen zu den Themen Algebra, Kombinatorik, Geometrie und Zahlentheorie. Die Schweiz schaffte es zwar mit dem sechsten Platz knapp nicht unter die Top 5, doch die Arbeit im Team bleibt in guter Erinnerung.
Neben den Prüfungen konnten die Teilnehmenden zwischen vielfältigen Freizeitaktivitäten wählen, darunter Ausflüge nach Ljubljana oder zum Schloss von Celje. Abends lernten sich die Delegationen bei Spielen besser kennen - manchmal bis spät in die Nacht. Die gemeinsame Leidenschaft für die Mathematik verbindet. Woher sie kommt, können sich die Teilnehmenden oft selbst nicht so richtig erklären. “Wir machen alle Mathe, weil es uns gefällt, ich weiss nicht, warum”, so Emil.
Was auch immer dahinter steckt, die Motivation der jungen Talente ist gross. Obwohl nicht alle von ihnen von ihren MEMO-Resultaten begeistert waren, denken sie schon an die nächste Teilnahme. Für alle ausser Vladyslav, der schon sein Mathematikstudium an der ETHZ beginnt, steht fest, dass sie im neuen Schuljahr erneut am Start sind.
Die Wissenschafts-Olympiade fördert Jugendliche, weckt wissenschaftliche Begabungen und Kreativität und beweist: Wissenschaft ist spannend. Jedes Jahr gibt es 11 Olympiaden und etwa 10’000 Teilnahmen: Workshops, Lager und Prüfungen in Astronomie, Biologie, Chemie, Geographie, Informatik, Linguistik, Mathematik, Philosophie, Physik, Robotik und Wirtschaft. Die Organisatoren sind junge Forschende, Studierende oder Lehrpersonen, die freiwillig viele Stunden und Herzblut in das nationale Programm investieren. Die besten Teilnehmenden vertreten die Schweiz an internationalen Wettbewerben.
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