Am 21. und 22. März fand an der EPFL das Finale der Schweizer Informatik-Olympiade statt. 32 Jugendliche suchten nach den passenden Algorithmen für rätselhafte Szenarien. Welcher Weg führt durch die Stadt? Wie orientiert man sich im Schnee? Für ihre programmierten Lösungen wurden 12 junge Talente mit Medaillen ausgezeichnet.
Die Teilnehmenden des Finals der Informatik-Olympiade. Einzelbilder der Medaillengewinner*innen auf Anfrage. (Alle Bilder: Schweizer Informatik-Olympiade)
32 Jugendliche suchten nach den passenden Algorithmen für rätselhafte Szenarien.
Am Sonntagnachmittag fand dann die Preisverleihung statt.
Die Finalist*innen hatten sich im Februar in einem einwöchigen Trainingscamp in Sarnen gemeinsam vorbereitet.
Neuer Teilnahmerekord
Im Herbst 2025 nahmen über 1000 Jugendliche an der Schweizer Informatik-Olympiade teil - zehnmal so viele wie im Vorjahr, dank einer neuen ersten Runde im Quizformat. Nur die besten 32 schafften es bis ins Finale, wo sie am Samstag und Sonntag während mehrerer Stunden ihre Programmierkünste unter Beweis stellten. “Die Prüfung war ein bisschen stressig, weil ich einen hohen Rang erreichen wollte und in meiner Freizeit viel geübt hatte”, erzählt Aliaksei. “Es ist mein erstes Mal hier und ich habe mein Bestes geben”, so Kailash. Am besten gefallen habe es ihm, während des Wettbewerbs Freunde zu finden und zusammen Neues zu lernen. Die Finalist*innen hatten sich im Februar in einem einwöchigen Trainingscamp in Sarnen gemeinsam vorbereitet.
Showdown in der Steppe
Am Sonntagnachmittag fand dann die Preisverleihung statt, mit einem Vortrag über das Informatikstudium im KI-Zeitalter von Dr. Marcel Cahenzli (Universität St. Gallen) und einem Erfahrungsbericht der Schweizer, die letztes Jahr an der Internationalen Informatik-Olympiade (IOI) teilgenommen hatten. 2026 findet diese vom 9.-16. August in Taschkent, Usbekistan statt. Jedes Land wird von vier Teilnehmenden vertreten. Allerdings qualifizieren sich die vier Schweizer Gold-Gewinner nicht direkt. Stattdessen treffen sich die Medaillengewinner*innen am 22./23. und 29./30. Mai 2026 für ein weiteres Auswahlverfahren.
Frauenliga an der Adria
Neben der IOI gibt es auch die European Girls’ Olympiad in Informatics (EGOI), die 2021 von der Schweiz zur Förderung junger Frauen in der Informatik ins Leben gerufen wurde. Wer sich dafür qualifiziert hat, steht bereits fest:
Hongjia Meng, Kantonale Mittelschule Uri (UR)
Laetitia Juppin de Fondaumière, Gymnasium Freudenberg (ZH)
Laetitia Orglmeister, Kantonale Mittelschule Uri (UR)
Myriam Faltin, Collège André-Chavanne (GE)
Der Wettbewerb findet dieses Jahr vom 12.-18. Mai 2026 im italienischen Cesenatico statt. Hongjia Meng muss sich jetzt zwischen zwei Fächern entscheiden: Vor zwei Wochen hat sie sich mit einer Goldmedaille an der Schweizer Philosophie-Olympiade für die Internationale Philosophie-Olympiade qualifiziert, die gleichzeitig stattfindet. Drei der vier Teilnehmerinnen, die sich für die EGOI qualifiziert haben, waren bereits letztes Jahr in Deutschland am Start. Für Myriam war die Teilnahme damals ein grosser Erfolg: Sie gewann die bis dahin zweite Schweizer Goldmedaille.
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Die Wissenschafts-Olympiade fördert Jugendliche, weckt wissenschaftliche Begabungen und Kreativität und beweist: Wissenschaft ist spannend. Jedes Jahr gibt es 11 Olympiaden und etwa 10’000 Teilnahmen: Workshops, Lager und Prüfungen in Astronomie, Biologie, Chemie, Geographie, Informatik, Linguistik, Mathematik, Philosophie, Physik, Robotik und Wirtschaft. Die Organisatoren sind junge Forschende, Studierende oder Lehrpersonen, die freiwillig viele Stunden und Herzblut in das nationale Programm investieren. Die besten Teilnehmenden vertreten die Schweiz an internationalen Wettbewerben.