09.03.2026

Medienmitteilung

Edelmetall für Experimente und Berechnungen

Am 7. und 8. März fand an der Alten Kantonsschule Aarau das Finale der Schweizer Physik-Olympiade statt. 27 Jugendliche zeigten ihr theoretisches und praktisches Wissen. Fünf von ihnen wurden mit Goldmedaillen ausgezeichnet:
Gold ging an Eric Lüscher, Leon Zimmermann, Leo Swedenborg, Levin Glatz und Leonard Duparc. (Alle Bilder: Physik-Olympiade)
Die Gewinner des ersten und zweiten Platzes, Leon Zimmermann und Levin Glatz, erhielten einen Nachwuchsförderpreis der Schweizerischen Physikalischen Gesellschaft.
Bronze ging an Charlotte Reymond, Svenja Felber, Elias Hohenegger, Pranavendra Reddy Tammireddy, Elihu Bao und Alan Jong Poeta Ferreira.
Silber-Gewinner Andrej Ševera bei der praktischen Prüfung.
Am Start für das Fürstentum Liechtenstein: Celice Göldi, Elias Hohenegger mit Bronzemedaille.
Die Theorieprüfung.
  • Leon Zimmermann, ehem. Paul Scherrer Institut/Technische Berufsschule Zürich (ZH)
  • Levin Glatz, Kantonsschule Wettingen (AG)
  • Eric Lüscher, Mathematisch-Naturwissenschaftliches Gymnasium Rämibühl (ZH)
  • Leo Swedenborg, Zurich International School (ZH)
  • Leonard Duparc, Ecole Nouvelle de la Suisse Romande (VD)

Die Gewinner des ersten und zweiten Platzes, Leon Zimmermann und Levin Glatz, erhalten einen Nachwuchsförderpreis der Schweizerischen Physikalischen Gesellschaft. Ausserdem wurden Silber- und Bronzemedaillen sowie Plätze an internationalen Wettbewerben verliehen (siehe Rangliste).

Wer am nationalen Finale der Physik-Olympiade teilnimmt, löst an einem Tag fast 7 Stunden knifflige Prüfungen. Das klingt anstrengend - doch auch das gemütliche Beisammensein nach getaner Arbeit gehört zur Erfahrung. “Ich finde es lässig, dass sich bei der Physik-Olympiade Leute mit gleichen Interessen finden und sich einfach verstehen, dieser Umgang miteinander ist cool”, so Nina Fernandez. Die Physiklehrerin hat das Finale an der Alten Kanti Aarau mitorganisiert. Der Rektor der Alten Kanti unterstütze die Olympiaden in Physik und anderen Fächern und mache es daher auch möglich, dass sie am Wochenende das Schulhaus für so einen Anlass nutzen könne. 

Die Preisverleihung fand am Sonntag in der Alten Kantonsschule Aarau statt, mit einem Vortrag von Dr. Simona Procacci (Universität Genf) über die Frage, was die maximale Temperatur im Universum ist. Ein gutes Resultat habe er erwartet, da er bereits zum dritten Mal teilnehme, so der Erstplatzierte Leon. Doch mit dem ersten Platz habe er dann doch nicht gerechnet. Der Physiklaborant arbeitet seit dem Sommer Vollzeit. Das sieht er als Vorteil, weil er so Einblicke in die Praxis bekommen habe. Eric Lüscher, der Drittplatzierte, ist direkt vom Finale der Philosophie-Olympiade angereist, wo er ebenfalls Gold gewonnen hat. “Ich bin extrem überrascht, dass ich in Physik und Philosophie Gold gewonnen habe, obwohl ich nicht gelernt habe. Für Mathematik habe ich tausende Stunden gelernt, aber noch nie Gold gewonnen. Vielleicht dieses Jahr!”

Der Lehrer der Silber-Gewinnerin Anna Ineichen erzählt, sie sei von selbst auf ihn zugekommen mit der Idee, an der Physik-OIympiade teilzunehmen. Gute und interessierte Schüler können aber auch zurückhaltend sein bei der Teilnahme, erklärt der Rektor der Kanti Beromünster, Marco Stössel, da diese oft mit verpassten Schultagen einhergehe. Auch Lehrpersonen zögern manchmal, erklärt Nina Fernandez: “Viele Lehrpersonen denken wohl, die Aufgaben seien zu schwierig und das sei für die Schülerinnen und Schüler dann frustrierend - aber eigentlich ist es eine gute Vorbereitung auf das Studium in den Naturwissenschaften, wo man auch mit Problemen konfrontiert wird, die man nicht gleich lösen kann.” 

Rangliste

 

Rang

Internationale Teilnahme

Vorname

Name

Schule

Kanton

Gold

Europäische Physik-Olympiade (12. bis 16. Juni 2026, Göteborg, Schweden)

Leon

Zimmermann

ehem. Paul Scherrer Institut/Technische Berufsschule Zürich

ZH

Gold

Internationale Physik-Olympiade (4.-12. Juli 2026, Bucaramanga, Kolumbien)

Levin

Glatz

Kantonsschule Wettingen

AG

Gold

 

Eric

Lüscher

Mathematisch-Naturwissenschaftliches Gymnasium Rämibühl

ZH

Gold

Internationale Physik-Olympiade (4.-12. Juli 2026, Bucaramanga, Kolumbien)

Leo

Swedenborg

Zurich International School

ZH

Gold

Internationale Physik-Olympiade (4.-12. Juli 2026, Bucaramanga, Kolumbien)

Leonard

Duparc

Ecole Nouvelle de la Suisse Romande

VD

Silber

 

Andrej

Ševera

Collège Voltaire

GE

Silber

Europäische Physik-Olympiade (12. bis 16. Juni 2026, Göteborg, Schweden)

Anna

Ineichen

Kantonsschule Beromünster

LU

Silber

Internationale Physik-Olympiade (4.-12. Juli 2026, Bucaramanga, Kolumbien)

Laetitia

Orglmeister

Kantonale Mittelschule Uri

UR

Silber

Internationale Physik-Olympiade (4.-12. Juli 2026, Bucaramanga, Kolumbien)

Kai

Spirk

Kantonsschule Zug

ZG

Silber

Europäische Physik-Olympiade (12. bis 16. Juni 2026, Göteborg, Schweden)

Sania

Gandbhir

Gymnasium Oberwil

BL

Bronze

Europäische Physik-Olympiade (12. bis 16. Juni 2026, Göteborg, Schweden)

Charlotte

Reymond

Collège Calvin 

GE

Bronze

 

Elias

Hohenegger

Liechtensteinisches Gymnasium

FL

Bronze

 

Pranavendra Reddy

Tammireddy

Gymnase de Burier

VD

Bronze

 

Svenja

Felber

Kantonsschule Trogen

AR

Bronze

 

Alan

Jong Poeta Ferreira

Mathematisch-Naturwissenschaftliches Gymnasium Rämibühl

ZH

Bronze

Europäische Physik-Olympiade (12. bis 16. Juni 2026, Göteborg, Schweden)

Elihu

Bao

Kantonsschule Wettingen

AG

*

 

Benoît

Schmit

Collège du Sud

FR

*

 

Celice

Göldi

Liechtensteinisches Gymnasium

FL

*

 

Florin

Märki

Alte Kantonsschule Aarau

AG

*

 

Jakub

Kwiatkowski

Alte Kantonsschule Aarau

AG

*

 

Johann

Schmid

Collège du Sud

FR

*

 

Jorge

Bertrán de Lis Orozco

Kantonsschule Wettingen

AG

*

 

Kostya

Lemeshko

Kantonsschule Reussbühl 

LU

*

 

Laurent

Casagrande

Freies Gymnasium Zürich

ZH

*

 

Lucas

Fillet

École internationale de Genève

GE

*

 

Matthias

Wagner

Stiftsschule Engelberg

OW

*

 

Tabea

Spillmann

Kantonsschule Uster

ZH

*alphabetisch

Bilder

Zur freien Verwendung mit Quellenangabe. Download am Ende des Beitrags via Button. Einzelporträts auf Anfrage.

Die Wissenschafts-Olympiade fördert Jugendliche, weckt wissenschaftliche Begabungen und Kreativität und beweist: Wissenschaft ist spannend. Jedes Jahr gibt es 11 Olympiaden und etwa 10’000 Teilnahmen: Workshops, Lager und Prüfungen in Astronomie, Biologie, Chemie, Geographie, Informatik, Linguistik, Mathematik, Philosophie, Physik, Robotik und Wirtschaft.  Die Organisatoren sind junge Forschende, Studierende oder Lehrpersonen, die freiwillig viele Stunden und Herzblut in das nationale Programm investieren. Die besten Teilnehmenden vertreten die Schweiz an internationalen Wettbewerben.

Kontakt

Lara Gafner

Verantwortliche Marketing und Kommunikation

Wissenschafts-Olympiade
Universität Bern

Hochschulstrasse 6

3012 Bern

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