01.09.2020

Schweizer Informatik-Talent gewinnt Bronzemedaille in Ungarn

Vom 23. bis 29. August fand in Nagykanizsa, Ungarn die Zentraleuropäische Informatik-Olympiade statt. Über 50 Jugendliche aus 13 Ländern nahmen teil – einige aus der Ferne, andere vor Ort. Die vier Sieger der Schweizer Informatik-Olympiade stiegen in den Nachtzug, um in Ungarn um die Wette zu programmieren.

Von links nach rechts: Lukas Münzel, Joël Huber, Johannes Kapfhammer und Timon Gehr (Leaders), Tobias Feigenwinter, Jonas Meier (Bild: Johannes Kapfhammer)

Joël Huber (Bild: Johannes Kapfhammer)

Lukas Münzel bei der Prüfung. (Bild: Central European Olympiad in Informatics)

Von links nach rechts: Lukas Münzel, Joël Huber, Jonas Meier, Timon Gehr, Tobias Feigenwinter, Johannes Kapfhammer (Bild: Johannes Kapfhammer)

Joël Huber und Jonas Meier in der Bibliothek des Schloss Festetics. (Bild: Central European Olympiad in Informatics)

Joël Huber gibt ein Interview für's ungarische Lokalfernsehen. (Bild: Johannes Kapfhammer)

  • Joël Huber, Gymnasium Freudenberg (ZH)
  • Jonas Meier, Gymnasium Thun (BE)
  • Lukas Münzel, Gymnasium Bäumlihof (BS)
  • Tobias Feigenwinter, Kantonsschule Schüpfheim (LU)

 

Joël Huber wurde mit einer Bronzemedaille ausgezeichnet.

 

Ein dicht gepacktes Programm

Wegen der Coronavirus-Pandemie mussten dieses Jahr die meisten internationalen Wissenschafts-Olympiaden digital durchgeführt werden. Die Zentraleuropäische Informatik-Olympiade stellt eine Ausnahme dar. Eine virtuelle Version stand zwar zur Verfügung für jene, die nicht einreisen konnten oder wollten. Die meisten Teilnehmenden trafen sich aber nicht in einer Videokonferenz, sondern im ungarischen Städtchen Nagykanizsa - mit Sicherheitsabstand und Schutzmasken. Neben den Prüfungen warteten zahlreiche Freizeitaktivitäten auf die jungen Informatik-Talente. Nach einer Begrüssungszeremonie mit musikalischer Begleitung gab es eine Bootsfahrt auf dem Plattensee, einen Orientierungslauf, eine Schlossbesichtigung, eine Grillparty und vieles mehr. Für die Jugendlichen war der Wettbewerb auch eine Gelegenheit, Gleichgesinnte aus anderen Ländern kennenzulernen. „Ich habe viele Leute mit ähnlichen Interessen getroffen“, erzählt Lukas Münzel. Besonders viel Spass machten ihm die Kartenspiele mit anderen Teilnehmenden. „Am letzten Abend haben wir acht Stunden am Stück Karten gespielt!“.

 

Knifflige Prüfungen

Am 25. und 27. August fanden zwei fünfstündige Prüfungen statt. „Das Niveau an der Zentraleuropäischen Informatik-Olympiade ist hoch“, meint Timon Gehr, ein Freiwilliger der Informatik-Olympiade, der als Teamleiter mit nach Ungarn kam. Eine Aufgabe, die den Teilnehmenden besonders viel Kopfzerbrechen bereitete, bestand darin, ein gegebenes Strassennetz aus geradlinigen Strassen mit weiteren solchen Strassen zu ergänzen, so dass das Strassennetz verbunden ist, es jedoch keine Strassen gibt, die sich kreuzen oder eine Rundfahrt erlauben. Um solche Aufgaben erfolgreich zu lösen ist viel Kreativität und logisches Denken gefragt. Auch Übung ist wichtig. Joël Huber erklärt, er habe sich mit Aufgaben von vergangenen Olympiaden auf den Wettbewerb vorbereitet. Mit seiner Leistung ist er alles in allem zufrieden, auch wenn er auf eine Silbermedaille gehofft hatte. Joël, Jonas, Lukas und Tobias werden ihre Fähigkeiten im September erneut unter Beweis stellen – an der Internationalen Informatik-Olympiade. Diese wird, anders als die Zentraleuropäische Informatik-Olympiade, allerdings ausschliesslich online abgehalten.

 

Die Wissenschafts-Olympiade fördert Jugendliche, weckt wissenschaftliche Begabungen und Kreativität und beweist: Wissenschaft ist spannend. Neun Olympiaden finden jedes Jahr statt: Workshops, Lager, Prüfungen sowie Wettbewerbe für über 4'000 Talente in Biologie, Chemie, Geographie, Informatik, Mathematik, Philosophie, Physik, Robotik und Wirtschaft. Die Organisatoren sind junge Forschende, Studierende oder Lehrpersonen, die freiwillig viele Stunden und Herzblut in das nationale Programm investieren.

 

Links

 

Bilder

Zur freien Verwendung mit Quellenangabe. Download am Ende des Beitrags. Porträts erhalten Sie auf Anfrage. Weitere Bilder finden Sie in der Galerie.  

 

Kontakt

Lara Gafner

Kommunikationsbeauftragte

Wissenschafts-Olympiade
Universität Bern

Hochschulstrasse 6

3012 Bern

+41 031 631 51 87

l.gafner@olympiad.ch

Altri articoli

Robotica

Jetzt anmelden für die Robotik-Olympiade 2020

Der Wettbewerb findet dieses Jahr online statt. Schülerinnen und Schüler im Alter von 8-19 Jahren können sich vom 25. Oktober bis am 1. November anmelden.

Fisica

Risultati del primo turno

Quest'anno 707 studenti hanno partecipato al primo turno delle Olimpiadi della Fisica. 130 di loro hanno ricevuto un invito alla formazione auttunale e al secondo turno. Per qualificarsi erano necessari minimo 8,4 punti su un massimo di 22 punti.

Associazione

Biologia

Informatica

Matematica

Fisica

Robotica

Bewirb dich für das Forschungspraktikum am MIT

Planst du bereits deine nächsten Sommerferien? Wie wäre es mit einem Forschungspraktikum am bekannten MIT in den USA? Die Bewerbung für den Schweizer Platz ist nun offen.

Informatica

Associazione

Logik und Leidenschaft

Als Kind rechnet sie mit ihren Schwestern um die Wette, heute gibt sie ihr Wissen an die nächste Generation von mathematisch begabten Jugendlichen weiter. Ivana Klasovita weiss aus eigener Erfahrung, wie wertvoll Begabungsförderung in den MINT-Fächern sein kann – und auch, dass es Angebote speziell für Mädchen und junge Frauen braucht.

Associazione

Filosofia

Biologia

Chimica

Informatica

Geografia

Matematica

Fisica

Economia

Vom Bildschirm auf die Bühne

Ruhig und routiniert beginnt das Olympiaden-Jahr 19/20. Dann wird es aussergewöhnlich und digital. Enden tut es analog und goldig – mit der Abschlussfeier, dem Science Olympiad Day am 26. September 2020 an der Uni Bern.

Informatica

Silber und Bronze für junge Schweizer an Internationaler Informatik-Olympiade

Vom 13. bis 19. September fand die Internationale Informatik-Olympiade (IOI) statt. Jugendliche aus über 80 Ländern programmierten um die Wette. Mit dabei waren vier Schüler aus der Schweiz, von denen zwei auf dem Siegerpodest landeten.