06.09.2023

Medienmitteilung

Schweizer Teenager messen sich in Ungarn mit Informatik-Weltspitze

Vom 28. August bis 4. September fand im ungarischen Szeged die Internationale Informatik-Olympiade (IOI) statt. Während zwei fünfstündigen Prüfungen stellten 351 junge Talente aus 87 Ländern ihre algorithmischen Problemlösefähigkeiten unter Beweis. Das vierköpfige Schweizer Team gewann eine Bronzemedaille und zwei Ehrenmeldungen.

Von links nach rechts: Jasmin Studer, Linus Lüchinger, Elias Bauer, Josia John (Alle Bilder: Schweizer Informatik-Olympiade)

Von links nach rechts: Jan Schär (Delegationsleiter), Elias Bauer, Linus Lüchinger, Josia John, Jasmin Studer, Charlotte Knierim (Delegationsleiterin)

Elias übt im Prüfungssaal.

Ein Ausflug in den Erlebnispark

Elias Bauer

Josia John

Linus Lüchinger

Jasmin Studer

Bronze:

  • Elias Bauer, Kollegium St. Fidelis (NW)

 

Honorable Mention:

  • Josia John, Kantonsschule im Lee, (ZH)
  • Linus Lüchinger, Kantonsschule am Burggraben (SG)

 

Ausserdem Teil der Delegation:

  • Jasmin Studer, Gymnasium Lerbermatt (BE)

 

Von Robotern, Bussen und Fussballfeldern

Die in kleine Stories verpackten Prüfungsaufgaben der IOI wirken auf den ersten Blick wie witzige Rätsel, erfordern aber algorithmische Kenntnisse und mathematisches Denken. Bei einer Aufgabe musste man einen Roboter durch ein Labyrinth führen. Das sei seine Lieblingsaufgabe gewesen, sagt Elias, der die Silbermedaille nur um einen Punkt verpasst hat: “Ich interessiere mich auch für Robotik und habe so etwas mal mit einem echten Roboter versucht”. “Ich mochte die Aufgabe, weil sie viel Kreativität anstatt nur pure Logik erforderte”, meint auch Linus. “Die volle Punktzahl dafür erreichte niemand.” Jasmins Lieblingsaufgabe liess die Teilnehmenden ein virtuelles Fussballfeld abstecken, dem Bäume im Weg stehen. Josia gefiel eine Aufgabe besonders, bei der man ausrechnen musste, wann Busse ihre Destination erreichen, wenn sie nur an bestimmten Orten überholen dürfen. “Ich habe mich extrem gefreut, als ich die theoretische Lösung gefunden habe“, erzählt der 18-Jährige. “Leider habe ich dann beim Implementieren einige Fehler gemacht, weshalb ich die Punkte nicht bekommen habe. Dennoch finde ich die Aufgabe sehr cool.”

 

Man sieht sich wieder!

Für die jungen Informatik-Talente zählen eben nicht nur Punkte und Medaillen, sondern vor allem die Leidenschaft fürs Fach. In Erinnerung bleiben wird ihnen auch der soziale Austausch mit Gleichaltrigen, die diese Leidenschaft teilen - sei es während der gemeinsamen Ping-Pong-Pause, beim Ausflug in den Erlebnispark oder im Schwimmbad direkt neben dem Hotel. Teils haben die Teilnehmenden bis tief in die Nacht gespielt, geredet und Lieblingslieder ausgetauscht. Die Jugendlichen lernten auch ihr Gastgeberland kennen und übten sich in ungarischen Tänzen. Jasmin freut sich schon darauf, ihre neuen Freunde während des Studiums an der ETH wiederzusehen: “Wir haben einige getroffen, die nach Zürich zum Studieren kommen wollen”. Auch Josia stürzt sich demnächst ins Informatikstudium. Linus plant erstmal ein Praktikum in einer Informatikfirma. Elias hat noch ein Jahr bis zur Matura -  und übt bereits für die nächste IOI. 

 

Die Wissenschafts-Olympiade fördert Jugendliche, weckt wissenschaftliche Begabungen und Kreativität und beweist: Wissenschaft ist spannend.  Zehn Olympiaden finden jedes Jahr statt: Workshops, Lager, Prüfungen sowie Wettbewerbe für über 6'000 Talente in Biologie, Chemie, Geographie, Informatik, Linguistik, Mathematik, Philosophie, Physik, Robotik und Wirtschaft. Die Organisatoren sind junge Forschende, Studierende oder Lehrpersonen, die freiwillig viele Stunden und Herzblut in das nationale Programm investieren. Die Wissenschafts-Olympiade und der Verein Informatik-Olympiade gehören zum Netzwerk IT-Feuer, welches sich für die Informatikbildung in der Schweiz stark macht.

 

Links

 

Bilder

Zur freien Verwendung mit Quellenangabe (Schweizer Informatik-Olympiade). Download am Ende des Beitrags via Button. 

 

Kontakt

Lara Gafner

Verantwortliche Marketing und Kommunikation

Wissenschafts-Olympiade
Universität Bern

Hochschulstrasse 6

3012 Bern

+41 31 684 35 26

l.gafner@olympiad.ch

Altri articoli

Filosofia

Mit Sokrates in der Sauna

Vom 16. bis 19. Mai fand in Helsinki die 32. Internationale Philosophie-Olympiade statt. Mit dabei waren die zwei Gewinnerinnen der Schweizer Philosophie-Olympiade und erstmals auch zwei Schüler aus Liechtenstein, von denen einer direkt die erste Auszeichnung mit nach Hause brachte.

Economia

Associazione

Fünf Schweizer Jugendliche auf dem Weg zur Internationalen Wirtschafts-Olympiade

Nächster Halt: Hongkong! Am 3. Mai 2024 fand das Finale der Schweizer Wirtschafts- Olympiade statt. Elf Jugendliche kämpften im UBS Konferenzzentrum Grünenhof in Zürich um den Sieg. Dabei durften sie sich in verschiedenen Disziplinen der Wirtschaft messen.

Fisica

Schweizer Schüler an Physik-Olympiade in Estland ausgezeichnet

Vom 26. - 28. April nahm die Schweiz als Gastland an der Nordisch-Baltischen Physik-Olympiade teil. Das Ergebnis: Zwei Ehrenmeldungen, eine Bronzemedaille und bleibende Erinnerungen.

Associazione

Matematica

Schweizer Bestleistung an Europäischer Mathe-Olympiade der Frauen

Junge Mathematikerinnen in ihrer Begabung fördern und mit Gleichgesinnten und Vorbildern vernetzen - das ist das Ziel der European Girls’ Mathematical Olympiad. Vom 11. bis 17. April fand die 13. EGMO in Georgien statt. Drei der vier Schweizer Teilnehmerinnen wurden mit Bronze ausgezeichnet.

Linguistica

Sprachbegeisterte Jugendliche gewinnen dritte Schweizer Linguistik-Olympiade

Fast 80 Jugendliche haben Anfang März am Finale der dritten Schweizer Linguistik-Olympiade teilgenommen - nun stehen die Resultate fest. Für die vier Gewinnerinnen und Gewinner der Goldmedaillen geht das Abenteuer damit erst so richtig los.

Matematica

Olimpiadi svizzere della matematica: Medaglie per menti acute

Il 6 aprile, i migliori matematici delle scuole secondarie svizzere e del Liechtenstein sono stati premiati al Politecnico di Zurigo. L'oro è andato ad Andrej Ševera del Collège Voltaire (GE) e a Felix Xu della Kantonsschule Wettingen (AG).