Seit der letzten Generalversammlung zählt der Vorstand der Wissenschafts-Olympiade einige neue Mitglieder. Dazu gehören auch Stefanie von der Informatik- und Anna von der Philosophie-Olympiade. Was motiviert sie und was wollen sie erreichen?
Stefanie (links) und Anna (rechts) kurz nach ihrer Wahl in den WO-Vorstand an der Vereinsversammlung vom 27.11.2025 in Bern. Bild: Mirjam Sager
Stefanie und Anna, ihr seid neu in den WO-Vorstand gewählt worden und könnt nun die Strategie und das Budget des Verbandes mitgestalten. Wie fühlt sich das an?
Anna: Ich freue mich sehr über die Wahl und bin sehr gespannt, was auf mich zukommt. Ich vertrete die Philosophie im Vorstand und freue mich sehr darauf, die anderen Leute aus den 11 Olympiaden kennenzulernen und zu sehen, welche Themen die Olympiaden und den Verband beschäftigen.
Was hat euch motiviert, zu kandidieren? Es ist ja nebst der Arbeit für eure Fach-Olympiade ein zusätzliches freiwilliges Engagement.
Stefanie: Ich gehöre ja eher zu der älteren Generation Volunteers und habe einen guten Überblick über das, was wir als Verband schon alles gemacht haben. Ich glaube, diese Erfahrung werde ich eingeben können bei der gemeinsamen Weiterentwicklung der Strategie. Ich finde es wichtig, dass wir hier vorausschauend vorgehen, denn die Themen, die im Vorstand besprochen werden, sind wichtig und betreffen alle Olympiaden.
Anna: Ich dachte, das Amt passt zu mir, weil ich schon einige Leute von den verschiedenen Olympiaden kenne und mich der Austausch sehr interessiert.
Am 27.11.2025 fanden die WO-Vorstandswahlen statt. 6 der 11 Vorstände stossen neu dazu. Dies sind die Mitglieder: Jehan Alsawaf, Astronomie (Gast); Lorenz Widmer, Biologie; Carole Zermatten, Chemie; Laurence Kamber, Geographie; Stefanie Zbinden, Informatik; Dana Niederhäuser, Linguistik; Ruhi Pungaliya, Mathematik; Sebastian Käser, Physik; Anna Scognamiglio, Philosophie; Michael Hausherr, Robotik; Lucien Mühlebach, Wirtschaft.
In der Strategie 2025-2028 haben wir uns vorgenommen, die Jugendlichen noch besser zu fördern in den Bereichen Fachförderung, Überfachliche Kompetenzen und Vernetzung. Wovon habt ihr selber am meisten profitiert?
Anna: Ich glaube, bei mir war oder ist es die Vernetzung mit anderen jungen, neugierigen Menschen.
Bald trefft ihr euch zu einem Ice-Breaker und dann gehts weiter mit den Budgetdiskussionen und dem Vorstandswochenende im März 2026. Worauf freut ihr euch am meisten?
Anna: Ich freue mich nicht auf einen bestimmten Anlass, sondern grundsätzlich auf die Gelegenheit, mich zu vernetzen und Einblicke in die anderen Olympiaden zu erhalten.
Stefanie: Dem stimme ich zu. Zudem finde ich es sehr spannend, Einblicke zu erhalten in den Verband und die Strukturen noch besser zu verstehen. Was sind unsere Ziele? Wo fliesst das Geld hin? Wie sehen das die anderen Vereine?
Anna Scognamiglio studiert Geschichte und Philosophie an der Universität Basel. Stefanie Zbinden ist Mathematik-Post-Doktorandin an der Universität Bonn. Sie ist Mitinitiatorin der European Girls Olympiad in Informatics und setzt sich dafür ein, dass die Informatik-Olympiade ein Ort wird, wo vermehrt junge Frauen ihr Talent entwickeln und ihr Potential entfalten können (mehr dazu im Interview).