Jahresbericht 2019

Kurz und bündig

  • 4'000: So viele neugierige Kinder und Jugendliche haben bei der Wissenschafts-Olympiade teilgenommen.  Neu angeboten wird die Wirtschafts-Olympiade.
  • 650: So viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen in den Genuss von Workshops, Lagern und Coachings. 
  • 146: So viele Schulen machen bei unserem ausserschulischen Angebot mit. 
  • 33: So viele internationale Auszeichnungen haben die 60 Schweizer Nachwuchstalente an den 15 Wettbewerben gewonnen. 
  • 350: So viele Menschen arbeiten freiwillig für die neun Olympiaden und ermöglichen die Förderung von Kindern und Jugendlichen.

Clémence Bachmann

Gymnase d'Yverdon (VD). Finalistin Physik-Olympiade

 

Carlo Mühlemann

Gymnasium Neufeld (BE). Bronze an der internationalen Geographie-Olympiade

 

Wettbewerbe

4'000 Schülerinnen und Schüler hirnen bei der Wissenschafts-Olympiade um die Wette. Das sind doppelt so viele wie vor zwei Jahren. Wir zählen auf 146 engagierte Mittel- und Berufsschulen, die ihre Jugendlichen zur Teilnahme motivieren. Nach der Geographie (2015) und der Robotik (2017) erweitern wir unser Programm um das Fach Wirtschaft und bieten 9 Wettbewerbe mit Workshops, Lagern und Coachings an.

 

Freude am Fach ausleben und vertiefen

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bilden sich fachlich weiter, unterrichtet und motiviert werden sie von jungen Studierenden oder Forschenden. Die Jugendlichen schnuppern auch Forschungsluft, erhalten Einblicke ins Studienleben oder in die Berufswelt: Sie besuchen Labors und Institute verschiedener Universitäten, lernen Unternehmen kennen oder arbeiten im Feld im Schweizer Nationalpark.

 

 

Anzahl Teilnehmende pro Runde

International um die Wette hirnen

Bei den neun Schweizer Finals gibt es die begehrten Tickets an die 15 Wettbewerbe in aller Welt zu gewinnen. 60 Schweizer Jugendliche zeigen ihre Neugierde und ihr Können international und gewinnen dieses Jahr insgesamt 33 Auszeichnungen (Biologie, Chemie, Geographie, Informatik, Mathematik, Physik, Philosophie, Robotik, Wirtschaft). Zum Übersichtsartikel

 

Medaillen und Honorable Mentions (HM) an internationalen Wettbewerben nach Wohnkanton der GewinnerInnen

 

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus bis zu 90 Ländern arbeiten zusammen für die internationalen Wettbewerbe, unter ihnen auch 30 junge Schweizer Forscherinnen und Forscher. Sie erstellen, übersetzen und korrigieren spannende Prüfungsfragen, Experimente oder Feldarbeiten.

Gleichgesinnte treffen

Die Wissenschafts-Olympiade schafft Begegnungen unter Jugendlichen, auch über die Landesgrenze hinweg: an den internationalen Olympiaden, aber auch im Vorfeld. Das Biologie-Team trainiert mit der deutschen Delegation, die Informatikerinnen und Informatiker bereiten sich mit Jugendlichen aus Hongkong, der Slowakei, Belgien und Israel vor und das Team Mathematik trifft sich mit den slowenischen Vertreterinnen und Vertretern. Für die jungen Geographinnen und Geographen war die Reise durch Hongkong nach der internationalen Olympiade mit allen Teilnehmenden eine gute Gelegenheit, Kontakte mit Gleichgesinnten aus aller Welt zu knüpfen.

 

Zwei Freundschaftsgeschichten:

- Under my umbrella. Lara und Stéphanie (Philosophie)

- A strange recollection of the birth of a friendship. Tanish and Marco (Mathematics)

 

Feiern und Neues lernen. Der Science Olympiad Day

Die Finalistinnen und Finalisten der neun Olympiaden sind unsere Gäste am Science Olympiad Day 2019 am 14. September an der Uni Bern. Am Morgen gibt es Futter für die Neugierde, und zwar bei Workshops zu zwei aktuellen Themen: Wie wird der Klimawandel an der Uni Bern erforscht? Und wie gehe ich als Studentin oder Forscher mit Menschen um, die Fakten leugnen? Am Nachmittag werden die Jugendlichen für ihre ausserordentlichen Leistungen mit Preisen geehrt. Der Anlass entsteht in Zusammenarbeit mit reatch und dem Oeschger-Zentrum für Klimaforschung. Ermöglicht wird er dank den Partnern Fondation Johanna Dürmüller-Bol und Roche. 

 

Schuljahr 2018/19

 

 

Lesebeispiel

Die Teilnahmequote verdeutlicht die Anzahl der Teilnehmenden im Verhältnis zur Kantonsgrösse. Der Kanton Bern beispielsweise schickt 489 Teilnehmende. Im Vergleich zu den 1864 Maturaabschlüssen (2018) ergibt dies eine Teilnahmequote von 26.23 %. Vereinfacht gesagt, nimmt jede vierte Berner Gymnasiastin, jeder vierte Gymnasiast an der Wissenschafts-Olympiade teil.

Teilnehmende pro Kanton, absolut

Talentförderung

Wer darauf verzichtet, Jugendliche und deren Talente zu fördern, der verspielt Potential. Das ist schade – und zwar gleich dreifach. Für Jugendliche bedeutet es, dass sie ihre Begabung nicht entwickeln können. Für die Wissenschaft bleiben potentielle Nachwuchstalente unentdeckt − was auch mit einem Verlust für die Volkswirtschaft verbunden ist.

 

Dieses Bewusstsein setzt sich bei den Behörden und in der Gesellschaft vermehrt durch: Eine Entwicklung, die uns als nationales Förderprogramm nachhaltig legitimiert und die uns natürlich freut. Doch: Je nach Sprachregion, Kanton oder Schule gibt es hier noch grosse Unterschiede.

 

Wer ermutigt die Jugendlichen, "etwas weiter" zu gehen? Bei uns sind es Lehrpersonen oder Studenten und Forscherinnen, die sich freiwillig und aus persönlicher Überzeugung engagieren. Talente können sich bei uns entfalten, ihre Spitzenleistungen werden honoriert, ihre Motivation steigt – auch aufgrund von Begegnungen mit Gleichaltrigen, Studierenden und Forschenden. 

Oona Wälti

Gymnasium Neufeld (BE). Ehrenmeldung an der Internationalen Philosophie-Olympiade 2019

Moreno Inauen

Collegio Papio (TI). Gold an der Schweizer Chemie-Olympiade (Zweiter von rechts)

 

Nachhaltigkeit

Gemäss unserer Mission wollen wir langfristig planen und nachhaltig arbeiten. Doch was bedeutet Nachhaltigkeit für die Wissenschafts-Olympiade? Wo sind unsere Handlungsfelder? Diese Fragen sollen in Zukunft mehr Gewicht erhalten. Im Rahmen einer Weiterbildung der Verbandsleitung zu Nachhaltiger Entwicklung will unser Verband hierzu Wissen gewinnen und konkrete Empfehlungen ausarbeiten.

 

Gerechte und hochwertige Bildung

Doch was ist Nachhaltigkeit überhaupt? Hier bieten z.B. die Ziele für nachhaltige Entwicklung (kurz SDG) der UNO eine Orientierungshilfe. Die UNO führt bei einem dieser SDGs – der Nr. 4 – als Ziel eine gerechte und hochwertige Bildung auf − quasi unsere Kernkompetenz. Hier wollen wir auch in Zukunft unsere Freiwilligen unterstützen, ihre Bildungsangebote für unsere Teilnehmenden weiterzuentwickeln und die Qualität hoch zu halten.

Ökobilanz

Weiteres Nachhaltigkeits-Potential sehen wir bei unserer Ökobilanz (SDGs 12 bis 15; Reduktion und Kompensation von Emissionen bei Transport, Verpflegung, Veranstaltungen, Infrastruktur …). Seit 2019 kompensieren wir die Emissionen aller internationalen Reisen. Als Grundstein für weitere Schritte haben zwei Freiwillige sich Überlegungen zu einer umweltfreundlicheren Wissenschafts-Olympiade gemacht und in einem Artikel diskutiert. Auch unsere Korrespondenz mit Schulen und Lehrpersonen möchten wir umweltfreundlicher gestalten und von Briefversänden auf digitale Möglichkeiten wechseln.

Chancengerechtigkeit

Nicht zuletzt sehen wir Handlungsspielraum beim Thema Chancengerechtigkeit (SDG 5 und 10). Mit dem Ziel, allfällige Barrieren abzubauen für Teilnehmende, haben wir mit Expertinnen und Experten sowie unseren Freiwilligen ein Konzept zum Thema Gender mit konkreten Handlungsempfehlungen entwickelt. Die Teilnahme an der Wissenschafts-Olympiade soll für alle Jugendlichen unabhängig von ihrem Geschlecht möglich und attraktiv sein. Diese Maxime gilt aber auch für andere Persönlichkeitsmerkmale. So wollen wir in den nächsten Jahren auch Sprach-Aspekte analysieren und die Olympiaden für Menschen mit Behinderungen chancengerechter gestalten.

Kommunikation

Die Website science.olympiad.ch ist die Zentrale unserer Inhalte − und der Link zu unserem Publikum. Hier wollen wir Jugendliche, Lehrpersonen und Partner gut informieren und spannende Geschichten erzählen, rund um die Themen Wissen, Reisen und Freunde. Von Januar bis September 2019 publizieren wir 57 Beiträge. Im selben Zeitraum verzeichnen wir 17.513 Nutzerinnen und Nutzer. Im Netz erreicht die Wissenschafts-Olympiade viele neue Menschen, 85% sind neue NutzerInnen.

 

Auch auf Social Media erreichen wie ein kleines, aber feines Publikum: Auf Facebook folgen uns 648 Menschen, auf dem neu etablierten Instagram-Kanal sind es 483. In den klassischen Medien erscheinen über 150 Artikel zu den Olympiaden und den Talenten. Die Berichte leisten einen Beitrag dazu, dass die Jugend Wissenschaft attraktiv und interessant findet.

 

Um uns an die schönsten Geschichten und Momente zu erinnern und weil Lesen auf Papier immer noch Spass macht, publizieren wir einmal im Jahr das Magazin WOLY.

Rada Kamysheva

Schweizerische Alpine Mittelschule Davos (GR). Finalistin Informatik- und Mathematik-Olympiade

Jeremy Feusi

Kantonsschule Kreuzlingen (TG). Silber an der internationalen Biologie-Olympiade.

 

Kooperationen

Eine Teilnehmerin oder ein Teilnehmer ist für uns ein Gast, den wir für eine gewisse Zeit begleiten und fördern. Danach empfehlen wir ihm weiterführende Angebote. Dabei arbeiten wir mit dem International Swiss Talent Forum, der Schweizer Studienstiftung, dem Schweizerischen Nationalfonds, den Universitäten in Basel, Bern, Genf und St. Gallen sowie den Eidgenössischen Technischen Hochschulen in Lausanne und Zürich zusammen. Etliche der Jugendlichen werden nach der Wissenschafts-Olympiade selbst zu Freiwilligen. So stellen wir die Kontinuität unseres Angebots sicher.

 

Schweizer Jugend forscht

Die geförderten Jugendlichen sind neugierig. So nutzen 20% unserer Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch die Expertenbegleitung am Nationalen Wettbewerb von Schweizer Jugend forscht. Neben dem Cross-Marketing, nutzen wir weitere Synergien: im Schulmarketing beispielsweise oder in der Administration. 

YES

Zusammen mit YES, einer Non-Profit-Organisation für praxisorientierte Wirtschafts- und Meinungsbildungsprogramme, entwickeln wir die Wirtschafts-Olympiade bereits im zweiten Jahr weiter. Eine Zusammenarbeit, die bestehende Stärken beider Organisationen nutzt, um den Schülerinnen und Schülern die akademische Seite dieser Disziplin näher zu bringen.

 

International

Neun Gastländer organisieren jedes Jahr die internationalen Olympiaden. Das Zusammenarbeiten mit ausländischen Organisationen und Delegationen ermöglicht unseren Talenten, sich mit Menschen aus anderen Kulturen auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und sich auf internationalem Parket zu messen.

Finanzen

Ohne Freiwillige, keine Wissenschafts-Olympiade. Doch den Gegenwert ihrer geschätzten 20'000 unentgeltlichen Arbeitsstunden erfassen wir in unserer Jahresrechnung nicht. Unser Dank gilt daher allen 350 Freiwilligen, aber auch allen involvierten Institutionen, Organisationen und Hochschulen.

 

Transparenz

Transparenz ist die Vertrauensgrundlage unserer Aktivitäten. Im Fundraising orientieren wir uns an der Charta zur Bildungsfinanzierung des Dachverbandes Lehrerinnen und Lehrer Schweiz LCH. Weiter wollen wir unsere Jahresrechnung dem Rechnungslegungsstandard Swiss GAAP FER 21 annähern.

Die Wissenschafts-Olympiade und ihre Mitgliedervereine sind von den jeweils zuständigen Steuerverwaltungen wegen Verfolgens öffentlicher Zwecke, resp. wegen Gemeinnützigkeit steuerbefreit (Ausnahme Robotik-Olympiade, Steuerbefreiung im Januar 2019 beantragt).

Jahresrechnung

Die Kernkompetenzen unserer Vereine liegen im Vermitteln von Wissen und im Betreuen der Teilnehmenden. Damit den Freiwilligen mehr Kapazitäten für diese Aufgaben zur Verfügung stehen, betreibt die Geschäftsstelle der Wissenschafts-Olympiaden unter anderem das Fundraising und unterstützt die jeweiligen Finanzverantwortlichen beim Erstellen der Jahresrechnungen. Diese werden jährlich einer eingeschränkten Revision durch die T+R AG Gümligen unterzogen.

 

Alle Jahresrechnungen des Verbandes und seiner Mitglieder finden sich nach abgeschlossener Revision im unserem Finanzbericht 2019.

Partner

Wir achten auf ein ausgeglichenes Portfolio von öffentlichen und privaten Unterstützungspartnern. Darüber hinaus legen wir grossen Wert auf politische und wissenschaftliche Neutralität. Weitsichtige Partner helfen uns, die Wissenschafts-Olympiade durchzuführen und zu entwickeln. Vielen Dank für die tolle Unterstützung:

Download Jahresbericht

 


 

Jahresbericht 2018

Fünf  Zahlen aus dem vergangenen Jahr freuen uns besonders:

3'500: So viele neugierige Kinder und Jugendliche haben wir in Wissenschaft und Technik gefördert. Das sind so viele, wie noch nie. 688: So viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen in den Genuss von Workshops, Lagern und Coachings. 

147: So viele Schulen machen bei unserem ausserschulischen Angebot mit. 29: So viele internationale Auszeichnungen haben die Schweizer Nachwuchstalente an 15 Wissenschafts-Wettbewerben gewonnen. 370: So viele Menschen arbeiten freiwillig für die acht Olympiaden und ermöglichen die Förderung von Kindern und Jugendlichen.

 

Das haben wir geleistet

Workshops, Lager und Coaching

688 Teilnehmerinnen und Teilnehmer profitieren vor oder während des Wettbewerbes von Workshops, Lagern und Coachings. Sie büffeln Grundlagen, tauchen tiefer in die Materie ein und werden dabei von jungen Forschenden oder Lehrpersonen begleitet und motiviert. Zusätzlich entdecken die Jugendlichen spannende Orte, wie den Schweizer Nationalpark oder die Labors und Institute verschiedener Universitäten.

Zu den Lagerberichten der Informatik, Physik, Mathematik und Geographie.

Wettbewerbe

3'478 Schülerinnen und Schüler machen bei der ersten Runde der acht Olympiaden mit. Das sind so viele wie noch nie. Diese stammen aus 147 verschiedenen Mittel- und Berufsschulen.

 

 

688 Teilnehmerinnen und Teilnehmer profitieren vor oder während des Wettbewerbes von Workshops, Lagern und Coachings. Sie büffeln Grundlagen, tauchen tiefer in die Materie ein und werden dabei von jungen Forschenden oder Lehrpersonen begleitet und motiviert. Zusätzlich entdecken die Jugendlichen spannende Orte, wie den Schweizer Nationalpark oder die Labors und Institute verschiedener Universitäten.

 

410 Jugendliche schaffen den Sprung ins Finale. Dort zeigen sie, was sie können – im Labor und im Feld, am Computer oder auf dem Papier. Zu gewinnen gibt es nicht nur Gold, Silber und Bronze – sondern auch das begehrte Ticket an einen der 15 internationalen Wettbewerbe. Die Schweizer Nachwuchstalente sind erfolgreich im Ausland: Sie gewinnen 29 Auszeichnungen, sogar eine Goldige an der Internationalen Biologie-Olympiade 2018 in Teheran.

 

Biologie (Teheran, Iran): 1 x Gold für Jana Meier, Kantonsschule Wettingen, 3 x Bronze für Michelle Knecht, Kantonsschule Wettingen, Henry Wetton, Kantonsschule Limmattal und Florin Kalberer, Neue Kantonsschule Aarau


Chemie (Prag, Tschechien): 1 x Bronze für Lennart Horn, Kantonsschule Solothurn


Geographie (Quebec, Kanada):2 x Bronze für David Kiely, Kantonsschule Baden und Sven Voigt, Gymnasium Neufeld


Informatik (Tsukuba, Japan): 1 x Bronze für Nicolas Camenisch, Kantonsschule Wettingen


Mathematik International (Cluj-Napoca, Rumänien): 1 x Bronze für Alentin Imbach, MNG Rämibühl, 1 x Honorable Mention für Tanish Patil, Institut International de Lancy; Mathematik European Girls' Mathematical Olympiad (Florenz, Italien) 2 x Bronze an Yunshu Ouyang, Collège André-Chavanne, Yanta Wang und Sekundarschule Allschwil, 3 x Honorable Mentions für  Sarina Franziska Müller, Gymnasium Interlaken, Anaëlle Pfister, Gymnase d'Yverdon und Nicole Ospelt, Liechtensteinisches Gymnasium Vaduz; Mathematik Mitteleuropäisch (Bielsko-Biała, Polen) 1 x Bronze für Matthew Meyer, Collège Claparède, 3 x Honorable Mention für David Leonardo Lazar, Gymnase cantonal de Nyon, Tim Frey, Gymnasium Neufeld und Yanis Bena, AKAD College Zürich-Oerlikon. 


Physik International (Lisabon, Portugal): 1 x Honorable Mention für Tobias Hächler, Gymnasium Oberwil, Physik Europa (Moskau, Russland): 1 x Honorable Mention für Namu Bae vom Gymnase de Renens

 

Philosophie (Bar, Montenegro): Teilnahme von Svenja Hammer, Stiftsschule Einsiedeln und Rafaela Schinner, Kollegium Spiritus Sanctus Brig.

 

Robotik (Cebu City, Philippinen, Friendship Invitational Tournament): 1. Platz für Nicolas Faesch und Stephan König, Kantonsschule Zürcher Oberland. 3. Platz für Caroline Dulay und Erik Schnell, Primarschule Untermoos. Am internationalen Wettbewerb in Thailand reichte es den drei Teams noch nicht für die Topplätze. 

 

Wirtschaft (Moskau, Russland): 2 x Bronze für Laila Zurbriggen, Kollegium Spiritus Sanctus Brig und Vincent Strobos, Kantonsschule Hottingen. 

Talente der Wissenschaft

Jana Meier

Gold an der internationalen Biologie-Olympiade 2018 in Teheran, Iran

 

 

Bibin Muttappilil

Gold an der Schweizer Informatik-und Mathematik-Olympiade

 

 

Freiwilligenarbeit

Das Herz der Wissenschafts-Olympiade sind unsere Freiwilligen. Es sind hauptsächlich junge Forschende, die jährlich über 18'000 Stunden unentgeltlich investieren. Bei einem fiktiven Stundenlohn von CHF 25 entspricht dies CHF 450'000. Die Freiwilligen sind somit unsere grössten Unterstützungspartner.

Internationale Zusammenarbeit

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus bis zu 90 Ländern arbeiten zusammen für die internationalen Wettbewerbe. Sie erstellen, übersetzen und korrigieren spannende Prüfungsfragen, Experimente oder Feldarbeiten. Mit dabei sind rund 20 junge Schweizer Forscherinnen und Forscher, die sich fachlich und persönlich weiterbilden.

 

Die Jugendlichen tauschen sich auch über die Landesgrenze hinweg aus: an den internationalen Olympiaden, aber auch im Vorfeld. Das Biologie-Team trainiert mit der deutschen Delegation, die Informatiker bereiten sich mit Jugendlichen aus Hongkong, der Slowakei und Belgien vor und das Team Mathematik trifft sich mit den slowenischen Vertreterinnen und Vertretern. Für die jungen Geographinnen und Geographen war die Reise durch Kanada nach der internationalen Olympiade mit allen Teilnehmenden eine gute Gelegenheit, Kontakte mit Gleichgesinnten aus aller Welt zu knüpfen.

 

Auch im 2018 reiste wieder eine Schweizer Erfindung  um die Welt, und zwar nach  Vietnam und Portugal. Die Software der Schweizer Physik-Olympiade erleichtert den Olympiaden vor Ort die Korrektur-und Übersetzungsarbeiten.

Wissenschafts-Kommunikation

Wissen, Freunde & Reisen

Über diese Themen informieren sich wissensdurstige Jugendliche sowie engagierte Lehrerinnen und Lehrer. Die interessanten Inhalte kommunizieren wir über den Blog, unseren Newsletter und das Magazin «WOLY». 

 

Indem Schweizer Medien über uns berichten, leisten sie einen Beitrag dazu, dass die Jugend Wissenschaft attraktiv und interessant findet. 2018  erstellen wir über 20 Medienmitteilungen, welche über 180 Beiträge in Zeitungen, Radio und Fernsehen über unser ausserschulisches Bildungsangebot und die Nachwuchstalente generieren.

 

Die Bilderwelt auf dem Instagram wurde durch Takeovers der Vereine bunt gemischt. In einem Workshop lernen die Freiwilligen Videos erstellen und sind auf dem YouTube Kanal sichtbar. 

 

Unser Kommunikationsziel ist es, die Anerkennung von kognitiver Leistung zu steigern und die Wissenschafts-Olympiade als Marke bei unseren Zielgruppen zu etablieren.

Talente der Wissenschaft

David Kiely

Bronze an der internationalen Geographie-Olympiade 2018

 

 

Carole Zermatten

Gold an der Schweizer Chemie-Olympiade 2018

 

 

Unterstützungspartner

Wir sind ein Netzwerkwerk aus einer Vielfalt von Menschen: Neugierige Jugendliche, leidenschaftliche Freiwillige, aufopfernde Lehrpersonen und weitsichtige Partner.

Begeisterung und Überzeugung sind wichtige Elemente einer erfolgreichen Arbeit – auch für eine nichtprofitorientierte Organisation wie die Wissenschafts-Olympiade. Aber ohne den nachhaltigen Einsatz unserer Unterstützungspartner wäre es nicht möglich diese Begeisterung zu teilen und Jugendliche mit unserem einzigartigen Angebot in Wissenschaft und Technik zu fördern.

Wir bedanken uns bei unseren Partnern für das entgegengebrachte Vertrauen und die grosszügige Unterstützung:

Science Olympiad Day 2018

Zu Gast waren die besten der 3’500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Wissenschafts-Olympiade 2018. Klug und neugierig: So schätzen wir die Mittelschülerinnen und Mittelschüler ein, die es bis ins Final der Schweizer Olympiaden oder gar an die internationalen Wissenschafts-Olympiaden geschafft haben. Da solche Köpfe oft nach frischem Futter suchen, standen auf der Menükarte des Science Olympiad Day 2018 drei kalorienreiche Hauptgänge. Dieser Anlass in Bern wurde durch die Fondation Johanna Dürmüller-Bol ermöglicht. 

 

 

Kooperationen

Die Wissenschafts-Olympiade ist ein Verband mit einem Vorstand, einer Geschäftsstelle und acht Mitgliedern, den acht Olympiaden. Es arbeiten so viele Köpfe innerhalb der Organisation zusammen. Hier erfahren Sie mehr über die Gesichter der Olympiaden. Im 2018 durften wir auch Kooperationen mit verschiedenen Partner durchführen:

 

Unsere Möglichkeiten in der Digitalisierung erforschen wir gemeinsam mit Schweizer Jugend forscht (SJf) innerhalb einer Machbarkeitsstudie.  

 

Leonardo Multimedial  führte zwei Workshops für unser Redaktionsteam und interessierte Freiwillige durch. Jugendliche können mit ihren eigenen Handys, nach dem Prinzip BYOD («bring your own device») multimediale Wissenschaftsreportagen produzieren und innerhalb ihrer Peer-Gruppe verbreiten. Dabei werden Sie von Fachleuten der Leonardo Multimedial gecoacht. 

 

Zusammen mit YES (Young Entreprise Switzerland) ermöglichten wir drei Wirtschaftstalenten die Teilnahme an der ersten internationalen Wirtschafts-Olympiade in Moskau. Das Ticket nach Russland holten sich die drei mit ihren preisgekrönten Miniunternehmen, die im Rahmen des Company Programme 2017/18 von YES entstanden sind. Laila etwa führte das Unternehmen Caffè unico, das mit regionalen Kaffeekapseln überzeugte. Vincents Start-Up ZüriPasta steht für lokal produzierte Pasta-Sorten − unter anderem aus Insektenmehl. Gabriele war mit seinem nachhaltigen und praktischen Etui erfolgreich. Ausscheidungskriterien für das Schweizer Team waren nebst dem Gewinn beim Company Programme auch die Fach- und Führungskompetenz sowie souveränes Auftreten.

 

Wir erarbeiten mit SimplyScience den Klassenwettbewerb "Mission Brücke". Hierbei lernen Schülerinnen und Schüler über den Brückenbau und kennen die Physik-Olympiade zur Stillung des künftigen Wissensdurst.

Finanzen

Wir achten auf ein ausgeglichenes Portfolio von öffentlichen und privaten Unterstützungspartnern. Darüber hinaus legen wir grossen Wert auf politische, wissenschaftliche und unternehmerische Neutralität. Transparenz ist die Vertrauensgrundlage unserer Aktivitäten.

 

Im Fundraising orientieren wir uns an der Charta zur Bildungsfinanzierung des Dachverbandes Lehrerinnen und Lehrer Schweiz LCH. Künftig wollen wir den Rechnungslegungsstandard Swiss GAAP FER 21 einführen und die Jahresrechnung aller Wissenschafts-Olympiaden konsolidieren. Hierfür vereinheitlichen wir – die Mitgliedervereine und der Dachverband - unsere Geschäftsjahre, was vereinzelt Kurz- oder Langjahre zur Folge hat. Das Geschäftsjahr 2018 des Verbandes hat somit nur neun Monate.

 

Die Kernkompetenzen unserer Vereine liegen im Vermitteln von Wissen und im Betreuen der Teilnehmenden. Damit den Freiwilligen mehr Kapazitäten für diese Aufgaben zur Verfügung stehen, betreibt die Geschäftsstelle der Wissenschafts-Olympiaden unter anderem das Fundraising, unterstützt die jeweiligen Finanzverantwortlichen in ihrer Arbeit und koordiniert die Revisionen der Jahresrechnungen.

 

Die Wissenschafts-Olympiade und ihre Mitgliedervereine sind von den jeweils zuständigen Steuerverwaltungen wegen Verfolgen öffentlicher Zwecke, resp. wegen Gemeinnützigkeit steuerbefreit (Ausnahme Robotik-Olympiade, Steuerbefreiung wird beantragt). Die Jahresrechnungen des Verbandes und aller Vereine werden jährlich einer eingeschränkten durch die T+R AG Gümligen Revision unterzogen.

 

Alle Jahresrechnungen des Verbandes und seiner Mitglieder finden sich im unserem Finanzbericht 2018.

 

 

Talente der Wissenschaft

Laila Zurbriggen

Bronze an der internationalen Wirtschafts-Olympiade

 

 

Julius Vering

Gold an der Schweizer Physik-Olympiade

 

 

 


 

Jahresbericht 2017

Editorial

Was gab es Neues im 2017? Wo lagen die Herausforderungen? Welche Momente bleiben auch heute noch in guter Erinnerung? Der junge Vorstand schaut auf das vergangene Jahr zurück.

 

 

Kurz und bündig

  • Wettbewerbe in 8 Disziplinen
  • 2000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer
  • 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei Workshops und Lager
  • 18 internationale Auszeichnungen
  • 200 Berichte in Schweizer Medien
  • 200 Freiwillige
  • 5 Teilzeitangestellte (250 Stellenprozente)

Das haben wir 2017 geleistet

Workshops, Lager und Coaching

Über 2'000 Jugendliche zeigen, was sie können: Sie erfinden schlaue Algorithmen, kommen der DNA auf die Spur und denken darüber nach, ob Toleranz Grenzen kennt. Rund 350 Schülerinnen und Schüler besuchen Workshops und Lager, lernen Universitäten und Fachhochschulen kennen und werden gecoacht von jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.

 

Wettbewerbe

138 Jugendliche kämpfen dann mit ihrem Kopf bei den nationalen Finals um Medaillen. Die Gewinnerinnen und Gewinner reisen an die internationalen Wettbewerbe in aller Welt. Den 29 Jugendlichen läuft es gut, sie holen insgesamt 18 Medaillen und Auszeichnungen.

 

Biologie (1 Silber, 3 Bronze): Jana Meier (Kantonsschule Wettingen), Martin Breu (Kantonsschule Solothurn), Caroline Hasler (Neue Kantonsschule Aarau), Nina Kathe (Alte Kantonsschule Aarau)

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Geografie (1 Bronze): Severin Spörri (Kantonsschule am Burggraben)

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Informatik (1 Bronze): Nicolas Camenisch (Kantonsschule Wettingen)

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Mathematik (1 Bronze, 5 Honorable Mentions): Patrick Stalder (Kantonsschule Beromünster), Valentin Imbach (MNG Rämibühl), Frieder Jäckel (Gymnasium Kirchenfeld), Ari Jordan (Gymnasium Thun), Jischai Wyler (Literaturgymnasium Rämibühl) und Tanish Patil (Institute International de Lancy)

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Philosophie (1 Honorable Mention): Isaias Moser (Kantonsschule Zürcher Oberland)

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Physik: (2 Bronze, 3 Honorable Mentions):  Henning Zhang (Kantonsschule Wettingen), Adrian Rutschmann (Kantonsschule Zürcher Unterland), Tamar Som (Kantonsschule Baden), Alexandre Pinazza (Gymnase de Morges) und Pascal Isenring (Kantonsschule Zürcher Unterland)

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Internationale Zusammenarbeit

In Zürich empfangen wir im April 2017 Schülerinnen aus 43 Nationen an der European Girls' Mathematical Olympiad. Die jungen Frauen werden ermutigt, auf ihr Talent zu vertrauen und es auszuschöpfen.

 

20 junge Schweizer Forscher begleiten die Teams an die Wettbewerbe. Sie schreiben und korrigieren Prüfungen mit ihren Fachkollegen aus bis zu 90 Ländern. Eine internationale Zusammenarbeit, die funktioniert.

 

Die Olympiaden fördern den Austausch auch zusätzlich: Durch gemeinsame Lager, das Vermitteln von Praktika oder die Teilnahmen an nationalen Wettbewerben. Wir arbeiten unter anderem vor allem mit Deutschland, der Slowakei, Belgien, Slowenien, Hongkong oder Rumänien zusammen.

 

Eine Schweizer Erfindung reist 2017 um die Welt: Die Software der Physik-Olympiade erleichtert anderen Olympiaden die Korrekturarbeit.

Junge Frauen und Mathe, das passt

Schülerinnen aus 43 Ländern bewiesen ihre Kreativität und Logik bei den beiden 4.5-stündigen Prüfungen. Die European Girls' Mathematical Olympiad war vom 6.-12. April zum ersten Mal zu Gast in der Schweiz.

 

Happy Birthday!

Die Chemie-Olympiade wird 30 Jahre alt. 1987 reiste das erste Schweizer Team mit dem Olympiaden-Gründer Maurice Cosandey im Nachtzug nach Ungarn. Zum ersten Mal ist die Schweiz an einer internationalen Wissenschafts-Olympiade dabei.

 

Talente der Wissenschaft

Yuxi Zheng

 

«Geometrie löst mehr Probleme, als man denkt!»

 

 

Océane Dupont

 

Philosophie et biologie, une combinaison qui fait son bonheur

 

 

David Melillo

 

 

Der junge Mann und das Meer

 

 

Luca Schmutz

 

Luca (18) will Gold in Thailand (20 Minuten, 30.04.17)

 

 

Viera und Ivana Klasovita, Kanella Minakaki

 

"Mathematik ist für mich wunderschön" (NZZ, 12.04.17)

 

 

Timo Gimmi

 

Trotz aller Liebe zur Geografie (St. Galler Tagblatt, 18.08.17)

 

 

Adrian Rutschmann, Tamar Som, Hening Zhang, Pascal Isenring

 

Junge Physiktalente von Schweizer NASA-Forschungschef geehrt (St. Galler Tagblatt, 02.08.17)

Bild: Manu Friederich

 

 

Freiwilligenarbeit

 

Die Mitwirkenden bilden das Herz der Wissenschafts-Olympiade. Es sind hauptsächlich junge Forschende, die jährlich über 15'000 Stunden freiwillig investieren. Bei einem Stundenlohn von CHF 25 entspricht dies CHF 375'000. Dank der Freiwilligen entstehen Austauschplattformen und Freundschaften unter Gleichgesinnten. Und es entstehen Räume für neue Impulse, neue Ideen.

 

Lernen Sie eine Vereinspräsidentin und drei Vereinspräsidenten im Steckbrief kennen:

Michele Dolfi, Verband

Stéphanie Pereiras Gomes, Philosophie

Michael Jänichen, Geographie

Sebastian Käser, Physik

Gratulation vom NASA-Forschungsschef höchstpersönlich

Thomas Zurbuchen ehrt die Physiktalente am 2. August 2017 nach einer Diskussionsrunde zur Weltraumforschung an der Universität Bern. Bild: Manu Friederich
 

 

Medaillensegen

Mit 18 Auszeichnungen zeigen die Schweizer Talente auch international, was sie draufhaben. Im Vergleich mit ähnlich grossen europäischen Ländern stehen sie mit diesen Resultate sehr gut da.

 

 

Organisation

Die Wissenschafts-Olympiade ist ein Verband mit einem Vorstand, einer Geschäftsstelle und acht Mitgliedern, den acht Olympiaden. Erfahren Sie mehr über die Gesichter der Olympiaden.

Finanzen

Wir achten auf ein ausgeglichenes Portfolio von öffentlichen und privaten Unterstützungspartnern. Darüber hinaus legen wir grossen Wert auf politische, wissenschaftliche und unternehmerische Neutralität. Transparenz ist die Vertrauensgrundlage unserer Aktivitäten.

 

Alle Jahresrechnungen des Verbandes und seiner Mitglieder finden sich im unserem Finanzbericht 2017.

 

Neues Angebot: Die Robotik-Olympiade

Im September 2017 ergänzen wir unser Angebot um die Robotik-Olympiade. Das Format bietet Action, Spass und fördert die Kreativität.

 

Neue Corporate Identity

Vom Sommer 2017 an setzen wir uns intensiv mit der Identität des Verbands und der acht Olympiaden auseinander. Erfahren Sie mehr über den Entstehungsprozess des Logos und der neuen Website im Blog von Cyrille Boinay.

 

Jahresbericht als PDF