07.04.2025

Medienmitteilung

Die Mathematik-Olympiade hat eine Gewinnerin

Am 5. April fand an der ETH Zürich die Medaillenzeremonie der Schweizer Mathematik-Olympiade statt. Die besten Finalistinnen und Finalisten wurden für ihre Gehirnakrobatik mit Gold, Silber und Bronze ausgezeichnet. Zum ersten Mal seit 14 Jahren steht an der Spitze der Rangliste eine junge Frau.
Die besten 26 von ursprünglich über 1800 Teilnehmenden verbrachten vom 15. bis 23. März eine Woche zusammen in Aarburg. (Alle Bilder: Schweizer Mathematik-Olympiade)
Hongjia Meng präsentiert die Lösung einer Prüfungsaufgabe bei der Medaillenzeremonie am 5. April.
Im Camp im Aarburg wurden anspruchsvolle Aufgaben aus den Disziplinen Geometrie, Kombinatorik, Algebra und Zahlentheorie gelöst und manchmal bis drei Uhr morgens Spiele gespielt.
Gold ging an Hongjia Meng (links) und Yuhua Su (rechts).
Silber ging an Emil Spiess (links), Francesc Oro (Mitte), Leonhard Hasler (rechts) und Adil Enes Yilmaz, Andrej Ševera, Jovian Soejono (nicht abgebildet).
Bronze ging an (von links nach rechts): Eric Lüscher, Evelyn Ebneter, Svenja Felber, Austin Zhang, Linus VandeVondele und Benoît Schmit.

Der erste Platz ging an Hongjia Meng (Kantonale Mittelschule Uri), die bald 16 Jahre alt wird und somit zu den jüngeren Teilnehmenden der Mathematik-Olympiade gehört. Dennoch hat sie schon mehrere erfolgreiche Teilnahmen hinter sich - auch an der Internationalen Mathematik-Olympiade. Eine zweite Goldmedaille ging ebenfalls nach Altdorf, an Yuhua Su (Lemania International School). Ausserdem wurden je sechs Silber- und Bronzemedaillen verliehen (siehe Rangliste).

“Es wird nie langweilig”

Die Medaillenzeremonie am Samstag war der krönende Abschluss des Schweizer Finals der Mathematik-Olympiade. Die besten 26 von ursprünglich über 1800 Teilnehmenden hatten vom 15. bis 23. März eine Woche zusammen in Aarburg (AG) verbracht und dort anspruchsvolle Aufgaben aus den Disziplinen Geometrie, Kombinatorik, Algebra und Zahlentheorie gelöst. Während die Prüfungen lang waren, waren die Nächte manchmal kurz, so der Genfer Bronzegewinner Austin Zhang: “Es ist so toll, mit Gleichgesinnten bis drei Uhr morgens Spiele zu spielen. Die Camps der Olympiade gehören zu den besten Events meines Lebens.” Ihr geteiltes Interesse an Mathematik verbindet die Jugendlichen. “In der Mathematik gibt es immer etwas zu entdecken, es wird nie langweilig”, so der Drittplatzierte Francesc Oro aus dem Kanton Freiburg.

Wer darf mit Kängurus rechnen?

Vor der Medaillenzeremonie gab es noch einen Kombinatorikkurs. Die Gewinnerinnen und Gewinner des Finals ruhen sich nämlich nicht auf ihren Lorbeeren aus, sondern bereiten sich schon auf die nächste Phase des Wettbewerbs vor. Durch weitere Prüfungen im Mai entscheidet sich, wer von ihnen die Schweiz an der Internationalen Mathematik-Olympiade vertreten wird, die im Juli in Australien stattfindet. Fest steht bereits, dass Hongjia vom 11. -17. April zusammen mit Evelyn Ebneter, Svenja Felber und Myriam Faltin an der European Girls’ Mathematical Olympiad in Kosovo teilnehmen wird. Im Februar haben sie in Les Diablerets zusammen mit Teilnehmerinnen aus anderen Ländern dafür trainiert

Rangliste

Rang

Name

Schule

Wohnort

1. Gold

Hongjia Meng

Kantonale Mittelschule Uri (UR)

Altdorf (UR)

2. Gold

Yuhua Su

Lemania International School Altdorf (UR)

Altdorf (UR)

3. Silber

Francesc Oro

Collège St-Michel (FR)

Bourguillon (FR)

4. Silber

Adil Enes Yilmaz

Gymnasium St. Antonius (AI)

Weissbad (AI)

4. Silber

Andrej Ševera

Collège Voltaire (GE)

Grand-Lancy (GE)

5. Silber

Jovian Soejono

École internationale de Genève (GE)

Genève (GE)

6. Silber

Leonhard Hasler

Liechtensteinisches Gymnasium (FL)

Eschen (FL)

7. Silber

Emil Spiess

Kantonsschule Wettingen (AG)

Wettingen (AG)

8. Bronze

Eric Lüscher

Mathematisch-Naturwissenschaftliches Gymnasium Rämibühl (ZH)

Adliswil (ZH)

9. Bronze

Svenja Felber

Kantonsschule Trogen (AR)

Speicher (AR)

10. Bronze

Austin Zhang

École Moser (GE)

Chambésy (GE)

10. Bronze

Evelyn Ebneter

Gymnasium Oberwil (BL)

Muttenz (BL)

10. Bronze

Benoît Schmit

Collège du Sud (FR)

Marsens (FR)

10. Bronze

Linus VandeVondele

Mathematisch-Naturwissenschaftliches Gymnasium Rämibühl (ZH)

Zürich (ZH)

alphabetisch

Artem Fedorov

Kantonsschule Uster (ZH)

Dübendorf (ZH)

David Reichmuth

Kantonsschule Alpenquai (LU)

Adligenswil (LU)

Irina Tikhonovskaia

Mathematisch-Naturwissenschaftliches Gymnasium Rämibühl (ZH)

Kilchberg (ZH)

Lev Myropolskyy

International School Basel (BL)

Dornach (SO)

Lucas Fillet

École internationale de Genève (GE)

Bellevue (GE)

Michael Mühlemann

Etablissement primaire et secondaire de Blonay - Saint-Légier (VD)

Blonay (VD)

Myriam Faltin

Collège André-Chavanne (GE)

Plan-les-Ouates (GE)

Pranavendra Tammireddy

Gymnase de Burier (VD)

Roche (VD)

Ruwen Gu

Schule Oberwil (BL)

Oberwil (BL)

Vladyslav Babiy

Mathematisch-Naturwissenschaftliches Gymnasium Rämibühl (ZH)

Zürich (ZH)

Volodymyr Kusaiko

International School of Personalised Learning (LU)

Walchwil (ZG)

Yuxuan Xiao

The American School in Switzerland (TI)

Paradiso (TI)

Bilder

Zur freien Verwendung mit Quellenangabe (Schweizer Mathematik-Olympiade). Download am Ende des Beitrags via Button. Weitere Bilder auf Anfrage.

Die Wissenschafts-Olympiade fördert Jugendliche, weckt wissenschaftliche Begabungen und Kreativität und beweist: Wissenschaft ist spannend.  Elf Olympiaden finden jedes Jahr statt: Workshops, Lager, Prüfungen sowie Wettbewerbe für über 9'000 Talente in Astronomie, Biologie, Chemie, Geographie, Informatik, Linguistik, Mathematik, Philosophie, Physik, Robotik und Wirtschaft. Die Organisatoren sind junge Forschende, Studierende oder Lehrpersonen, die freiwillig viele Stunden und Herzblut in das nationale Programm investieren.

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