06.09.2021

Medienmitteilung

Die Schweizer Delegation an der zentral-europäischen Informatik-Olympiade

Die Central European Olympiad in Informatics (CEOI) fand vom 1. bis 5. September 2021 online statt. Dieser europäische Wettbewerb fördert das Interesse von Jugendlichen der Sekundarstufe II für Informatik und bereitet sie auch gleich für die internationale Informatik-Olympiade (IOI) vor. Dieses Jahr haben insgesamt 47 Jugendliche aus 11 verschiedenen Ländern teilgenommen, davon 4 aus der Schweiz.

Das Schweizer Team von links nach rechts: Priska Steinebrunner, Pascal Gamma, Lukas Münzel, Josia John

Die Central European Olympiad in Informatics (CEOI) fand vom 1. bis 5. September 2021 online statt. Dieser europäische Wettbewerb fördert das Interesse von Jugendlichen der Sekundarstufe II für Informatik und bereitet sie auch gleich für die internationale Informatik-Olympiade (IOI) vor. Dieses Jahr haben insgesamt 47 Jugendliche aus 11 verschiedenen Ländern teilgenommen, davon 4 aus der Schweiz: 

  • Josia John, Kantonsschule Rychenberg (ZU)
  • Lukas Münzel, Gymnasium Bäumlihof Basel (BS)
  • Priska Steinebrunner, Alte Kantonsschule Aarau (AG)
  • Pascal Gamma, Kantonsschule Wattwil (SG)

Ein Wettbewerb auf hohem Niveau 

Die Schweizer Delegation hat dieses Jahr leider keine Medaille gewonnen. Dies hatte aber einen guten Grund: Die Messlatte war sehr hoch angesetzt. Bei einer Übung gelang es niemandem im gesamten Wettbewerb zu punkten. "Ich habe nicht mit einer Medaille gerechnet, aber ich war überrascht, dass ich in meiner Delegation den ersten Platz belegt habe. Ich bin stolz auf mich", sagt Pascal. Die Jugendlichen legten zwei Prüfungen am 2. und 4. September ab, die jeweils fünf Stunden dauerten. Für beide Prüfungen wurde das gleiche Format gewählt: Die Teilnehmenden sollten drei Aufgaben mit Algorithmen lösen. Eine Aufgabe bestand darin, eine unsichtbare Person auf einem Spielbrett so schnell wie möglich zu fangen.

 

<iframe allowfullscreen frameborder="0" height="360" src="https://www.youtube.com/embed/HZ7P2kVWG9E" width="550"></iframe>

Die virtuelle Eröffnungszeremonie der CEOI 2021.

 

Treffen in Graubünden

Eigentlich sollten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach Zagreb, Kroatien, reisen, doch aufgrund der Pandemie musste der Wettbewerb virtuell stattfinden. Das hielt die Schweizer Delegation nicht auf: "Wir haben in Disentis in Graubünden ein Haus für eine ganze Woche gemietet und auch die österreichische Delegation eingeladen", sagt Lukas. Dies gab den Jugendlichen die Möglichkeit, die internationale Dimension der Veranstaltung zu erleben. Auf dem Programm standen spannende Diskussionen, Ausflüge und ein Online-Spieleabend mit der deutschen Delegation. "Ich fand es toll, dass wir das Camp in der Schweiz in einer so schönen Umgebung organisieren konnten", sagt Josia.

Eine Herausforderung für die Kreativität

An seine Grenzen zu gehen und seine Kreativität zu testen, sind die beiden Aspekte, die unsere Informatik-Begeisterten ansprechen. "Interessant ist der Weg, der einen zur Lösung eines Problems führt. Wenn am Ende alles klappt, ist man sehr zufrieden", sagt Lukas. "Jede Aufgabe ist eine Herausforderung, und ich liebe es, die Grenzen meines eigenen Denkens auszutesten", sagt Priska. Für Priska, Pascal und Lukas ist der nächste Schritt klar: der Gewinn einer Medaille auf internationaler Ebene. "Ich würde gerne versuchen, mich für die IOI im nächsten Jahr zu qualifizieren. Und ich möchte mir auch Zeit nehmen, um für die nächste Europäische Olympiade in Informatik für Frauen (EGOI) zu trainieren", ergänzt unsere junge Informatikerin.

 

 

<iframe allowfullscreen frameborder="0" height="360" src="https://www.youtube.com/embed/dUHIm6Pv_E8" width="550"></iframe>

Die virtuelle Schlusszeremonie der CEOI 2021.

 

 

 

Links

 

Kontakt

Mirjam Sager

Kommunikationsbeauftragte

Wissenschafts-Olympiade

Universität Bern

Hochschulstrasse 6

3012 Bern

+41 31 684 51 87

m.sager(at)olympiad.ch

 

 

Weitere Artikel

Robotik

Schweizer Robotik-Teams tüfteln in Singapur

Vom 26.-28. November fand in Singapur die mit fast 600 Teams und über 1500 Teilnehmenden bisher grösste World Robot Olympiad (WRO) statt. Sieben Schweizer Teams traten mit selbstgebauten Robotern an und knüpften Kontakte mit Kindern und Jugendlichen aus aller Welt.

Geographie

Nachwuchsgeographen gewinnen Tickets in die Türkei

Teenager, die an einem Samstagmorgen früh aufstehen, um freiwillig Prüfungen zu schreiben und ein Bieler Quartier zu kartieren? So etwas gibt’s am nationalen Finale der Geographie-Olympiade, das am 8. November am Gymnasium Biel-Seeland stattfand.

Robotik

Gold- und Bronzemedaillen für Schweizer Teams in Innovations-Kategorie an europäischem Robotik-Wettbewerb

Acht junge Schweizer Teams nahmen vom 2. – 5. September in Ljubljana zusammen mit über 300 anderen Kindern und Jugendlichen am diesjährigen Open Championship – Wettbewerb der World Robot Olympiad teil. Besonders gut schnitt die Schweiz dabei in der noch jungen Kategorie «Future Innovators» ab.

Mathematik

Schweizer Mathetalente zeigen in Chemnitz ihr Potenzial

Wer sich eine Mathematik-Olympiade als reinen Einzelkampf vorstellt, kennt die Mitteleuropäische Mathematik-Olympiade (MEMO) noch nicht. Dort treten junge Talente auch als Team an. Vom 25. bis zum 30. August fand der Wettbewerb mit 66 Teilnehmenden aus 11 Ländern im deutschen Chemnitz statt.

Astronomie

Erste Auszeichnung für Schweiz an Internationaler Astronomie-Olympiade in Indien

Fast 300 Jugendliche aus rund 60 Ländern, die schwarze Löcher berechnen und mit dem Teleskop auf Schatzsuche gehen: Vom 11. bis 21. August fand in Mumbai die 18. Internationale Astronomie-Olympiade statt. Zum zweiten Mal überhaupt war die Schweiz dieses Jahr mit drei Gymnasiasten vertreten.

Informatik

Junge Schweizer Programmierkünstler in Bolivien ausgezeichnet

Logisch denken, Probleme lösen und dem Computer sagen, was zu tun ist: Das können die rund 330 Teilnehmenden der Internationalen Informatik-Olympiade besonders gut. Die 37. Ausgabe des Programmierwettbewerbs für Jugendliche fand vom 27. Juli bis am 3. August im bolivianischen Sucre statt.