30.03.2017

European Girls' Mathematical Olympiad erstmals zu Gast in Zürich

Sie stammen aus 43 Ländern, sind junge Frauen und haben ein Talent für Mathematik. 168 Mittelschülerinnen treffen sich vom 6. bis 12. April 2017 zur European Girls' Mathematical Olympiad, die erstmals in der Schweiz stattfindet. Organisatorin ist die Schweizer Mathematik-Olympiade, Gastgeberinnen sind die Universität Zürich und die ETH Zürich. Die Mathematik-Jungtalente werden an zwei Prüfungen um Medaillen wetteifern und Freundschaften über Ländergrenzen hinweg knüpfen.

Diese jungen Frauen vertreten die Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein an der Mathe-Olympiade in Zürich. Bild: Marco Gerber, Verband Schweizer Wissenschafts-Olympiaden

Die European Girls' Mathematical Olympiad (EGMO) fördert seit 2012 junge, talentierte Frauen in Mathematik. Nun wird die internationale Wissenschafts-Olympiade zum ersten Mal in der Schweiz durchgeführt. Der offizielle Startschuss fällt am 7. April mit der Eröffnungsfeier an der ETH in Zürich.

Als Gastgeberinstitutionen der EGMO 2017 konnten die Universität Zürich (UZH) und die ETH Zürich gewonnen werden. Die ehrenamtlich tätigen Mitglieder des Vereins Schweizer Mathematik-Olympiade SMO (imosuisse) sind verantwortlich für die Organisation des Anlasses. Viviane Kehl, Präsidentin von imosuisse und Mathematik-Studentin an der ETH, betont: "Wir möchten den jungen Frauen anspruchsvolle Prüfungen bieten, die spannend sind und die Faszination für Mathematik vermitteln. Ebenso wichtig ist das Rahmenprogramm, an dem die Mädchen sich gegenseitig kennenlernen können." Rund 65 freiwillige Helferinnen und Helfer sind während der Woche im Einsatz.

 

Logik und Kreativität helfen zum Medaillengewinn

Am 8. und 9. April gilt es für die 168 Mathematik-Jungtalente aus 43 Ländern ernst. Sie absolvieren zwei 4,5-stündige Prüfungen – das eigentliche Herzstück der Olympiade. Diese bestehen aus drei Aufgaben in Algebra, Kombinatorik, Geometrie und Zahlentheorie. Was es braucht, um sie erfolgreich zu lösen, erklärt Andreas Bärtschi, Organisator der EGMO und ETH-Doktorand: "Gefordert sind logisches Denken, Kreativität, Ausdauer – und natürlich viel Übung im Vorfeld." Auf die besten Schülerinnen warten Gold-, Silber und Bronzemedaillen. Die Medaillenverleihung findet am 11. April anlässlich der Schlussfeier auf dem Campus Irchel der UZH statt.

 

Mathematik ist der gemeinsame Nenner der 43 Länderdelegationen

43 Länder sind mit je einem Team mit vier Mittelschülerinnen an der EGMO 2017 vertreten. Die Teilnehmerinnen stammen aus ganz Europa, von Spanien bis zur Ukraine. Zudem reisen auch diverse aussereuropäische Gastländer an, wie zum Beispiel Japan, Tunesien, Mexiko, Saudi-Arabien und die USA. Die 160 Teilnehmerinnen gehören zu den talentiertesten Jung-Mathematikerinnen in ihren Herkunftsländern, wo sie sich an den nationalen Ausscheidungen für die EGMO in Zürich qualifiziert haben. Als Gastland darf die Schweiz zwei Delegationen stellen. Zum Team zählen vier Schülerinnen aus dem Kanton Zürich und je eine Schülerin aus den Kantonen Genf, Waadt und Glarus. Eine weitere Delegation stammt aus dem Fürstentum Liechtenstein, dessen Schülerinnen sich ebenfalls bei der nationalen Ausscheidung in der Schweiz qualifiziert haben (Delegationen siehe hinten).

 

Intellektuelle Herausforderung vereint mit interkulturellem Austausch

Neben dem Ziel, junge und talentierte Frauen via intellektuellem Wettbewerb für Mathematik zu begeistern, basiert die Olympiade auch auf der Idee, den interkulturellen Austausch zu fördern. Die Teilnehmerinnen und ihre rund 110 Begleitpersonen haben während einer Woche Gelegenheit, sich über Sprach- und Kulturgrenzen hinaus zu vernetzen und auszutauschen. Das Rahmenprogramm beinhaltet unter anderem einen Ausflug auf die Rigi, eine Schnitzeljagd durch Zürich und ein Podiumsgespräch mit Mathematikerinnen, die von ihrer Laufbahn und aus ihrem Berufsumfeld in Forschung, Industrie und Wirtschaft erzählen.

 

Die Olympionikinnen von heute sind die Fachkräfte von morgen

Die EGMO leistet einen Beitrag zur Nachwuchsförderung von weiblichen Mathematiktalenten. Gerade Frauen sind in den Studiengängen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT-Fächer) sowie in wissenschaftlichen und technischen Berufen untervertreten. Die EGMO will die Teilnehmerinnen für einen dieser Ausbildungswege motivieren und inspirieren – und so das Potenzial weiblicher Nachwuchskräfte besser ausschöpfen. Mathematik ist eine Schlüsseltechnologie für unsere Gesellschaft, ohne sie gäbe es keine Pin-Codes, keine Computer-Tomographie und keine Internetsuchmaschinen. Gute Nachwuchskräfte sind daher unabdingbar.

 

Links

www.egmo2017.org

www.facebook.com/EGMO2017

www.imosuisse.ch

 

Bilder Schweizer und Liechtensteinische Delegationen

www.flickr.com/photos/137351000@N04/sets/72157678197718123

 

Kontakt

Mirjam Sager

Kommunikationsbeauftragte, Verband Schweizer Wissenschafts-Olympiaden

Tel. +41 31 631 51 87

E-Mail: mirjam.sager@olympiads.unibe.ch

 

Kurt Bodenmüller

Media Relations, Universität Zürich

Tel. +41 44 634 44 67

E-Mail: kurt.bodenmueller@kommunikation.uzh.ch

 

Giulia Adagazza

Media Relations, ETH Zürich

Tel. +41 44 632 57 54

E-Mail: giulia.adagazza@hk.ethz.ch

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