05.08.2025

Medienmitteilung

Junge Schweizer Programmierkünstler in Bolivien ausgezeichnet

Logisch denken, Probleme lösen und dem Computer sagen, was zu tun ist: Das können die rund 330 Teilnehmenden der Internationalen Informatik-Olympiade besonders gut. Die 37. Ausgabe des Programmierwettbewerbs für Jugendliche fand vom 27. Juli bis am 3. August im bolivianischen Sucre statt. Alle vier Mitglieder der Schweizer Delegation erhielten eine Medaille oder Auszeichnung:
Von links nach rechts: Linus VandeVondele, Yuhua "Jason" Su, Jovian Soejono, Andrej Ševera. (Alle Bilder: Informatik-Olympiade)
Von links nach rechts: Jovian Soejono, Andrej Ševera, Linus VandeVondele, Yuhua "Jason" Su.
Das Schweizer Team mit den Teamleitern Benjamin Faltin (links) und Théo von Düring (rechts).
Andrej Ševera.
Jovian Soejono.
Yuhua "Jason" Su.
Linus VandeVondele.
  • Silber: Andrej Ševera, Collège Voltaire (GE)
  • Bronze: Jovian Soejono, International School of Geneva(GE)
  • Bronze: Yuhua “Jason” Su, International School Altdorf (UR)
  • Ehrenmeldung: Linus VandeVondele, Mathematisch-Naturwissenschaftliches Gymnasium Rämibühl (ZH)

“Wir können stolz sein. Wir waren sehr nah dran, vier Medaillen zu gewinnen, das wäre eine Premiere gewesen für die Schweiz”, ordnet der Teamleiter und EPFL-Student Benjamin Faltin die Ergebnisse ein. “Ich bin sehr glücklich, dass ich eine Honorable Mention gekriegt habe, obwohl es schade ist, dass ich Bronze so knapp verpasst habe”, so Linus. Während Linus nur wenige Punkte von Bronze entfernt war, hat Andrej die Goldmedaille knapp verpasst. Diese höchste Auszeichnung zu gewinnen ist nun sein Ziel für nächstes Jahr. 

Am 30. Juli und am 1. August fanden die zwei fünfstündigen Prüfungen statt, bestehend aus je drei Aufgaben. Die Teilnehmenden mussten sich algorithmische Lösungen für knifflige Probleme überlegen. “Die Aufgaben waren alle sehr abwechslungsreich und basierten viel auf Intuition”, findet Linus. Jovian gefallen an der Informatik-Olympiade vor allem das kritische Denken und die Kreativität, die zur Lösung der Aufgaben nötig sind. Er programmiert seit 10 Jahren. “Die logische Struktur des Programmierens gefällt mir, anders als andere Fächer wie Sprachen oder Kunst, bei denen viel Subjektives dabei ist.” Im Juli hat Jovian an der Internationalen Mathematik-Olympiade die bisher vierte Schweizer Goldmedaille gewonnen, während Andrej auch dort Silber holte.

Neben den Stunden am Computer blieb in Bolivien auch Zeit für Stadtführungen, Museumsbesuche und Spiele, bei denen die Teilnehmenden einander kennenlernen konnten. Ein Kulturabend bot Gelegenheit, auch Talente vorzustellen, die nichts mit Informatik zu tun haben. Der Umgang zwischen den Teilnehmenden der Informatik-Olympiade ist eher kollegial als kompetitiv. Jason erzählt, dass er Daten von 11'000 Informatikaufgaben gesammelt und eine Suchmaschine erstellt hat, damit andere Teilnehmende sich beim Lösen von Aufgaben von ähnlichen Problemstellungen inspirieren lassen können. “Dieses Fach zu lernen und an Informatikwettbewerben teilzunehmen, erlaubt es mir, die Welt zu bereisen und Gleichgesinnte aus vielen verschiedenen Ländern zu treffen”, so Jason. 

Bilder

Zur freien Verwendung mit Quellenangabe (Informatik-Olympiade). Download am Ende des Beitrags via Button. Einzelporträts und weitere Bilder auf Anfrage.

Die Wissenschafts-Olympiade fördert Jugendliche, weckt wissenschaftliche Begabungen und Kreativität und beweist: Wissenschaft ist spannend. Jedes Jahr gibt es 11 Olympiaden und etwa 10’000 Teilnahmen: Workshops, Lager und Prüfungen in Astronomie, Biologie, Chemie, Geographie, Informatik, Linguistik, Mathematik, Philosophie, Physik, Robotik und Wirtschaft.  Die Organisatoren sind junge Forschende, Studierende oder Lehrpersonen, die freiwillig viele Stunden und Herzblut in das nationale Programm investieren. Die besten Teilnehmenden vertreten die Schweiz an internationalen Wettbewerben.

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