12.11.2019

Podestplatz für Schweizer Jugendliche an World Robot Olympiad

Zum ersten Mal schaffen es Schweizer Jugendliche aufs Podest der World Robot Olympiad. Am internationalen Robotik-Wettbewerb in Győr, Ungarn schneiden auch die weiteren Schweizer Teams im vorderen Drittel ab.

Hinten: Elias Frey, Benjamin Koch, Jesse Born (circuit breakers), Aaron Griesser, Stephan König, Nicolas Faesch (CTRL+C reloaded), Eleni Müller, Caroline Faesch (πnutboter). Vorne: Jannis Looser, Erik Schnell (UniRobo). Bilder: World Robot Olympiad Schweiz

 

Team CTRL+C reloaded in Aktion

Team UniRobo in Aktion

Team πnutboter in Aktion

Team circuit breakers in Aktion

Team CTRL+C reloaded: Aaron Griesser, Nicolas Faesch, Stephan König

Team UniRobo: Erik Schnell, Jannis Looser

Team πnutboter: Eleni Müller, Caroline Faesch

Team circuit breakers: Benjamin Koch, Jesse Born, Elias Frey

Die Teams mit ihren Coaches und Begleitpersonen

Die Resultate:

  • 3. Platz von 85 (Regular Category Senior, 16-19 Jahre): Aaron Griesser, Nicolas Faesch und Stephan Timothy König, Team CTRL+C reloaded, Kantonsschule Zürcher Oberland
  • 15. Platz von 92 (Regular Category Elementary, 8-12 Jahre): Janis Looser und Erik Hannes Schnell, Team UniRobo, Primarschulen Russikon und Altstetten
  • 36. Platz von 99 (Regular Category Junior, 13-15 Jahre): Caroline Faesch und Eleni Müller, Team πnutboter, Kantonsschule Zürcher Oberland
  • 12. Platz von 34 (Open Category Senior): Benjamin Koch, Elias Frey und Jesse Born, Team circuit breakers, Neue Kantonsschule Aarau; Alte Kantonsschule Aarau; Bezirksschule Schinznach

 

Im Team technische Lösungen finden

Vom 9. bis 11. November 2019 haben die vier Schweizer Teams im ungarischen Győr gezeigt, dass sie mit Ländern wie Russland, China und Deutschland mithalten können. Der Podestplatz sei eine "super Auszeichnung", so Monika Koch, Vize-Präsidentin der World Robot Olympiad Schweiz. Er zeige, dass Schweizer Jugendliche technische Lösungen finden, programmieren und bauen können. "Sehr wichtig ist, dass die Schülerinnen und Schüler lernen, als Team zu arbeiten. Das gelang dem 17-jährigen Aaron Griesser und seinen Kollegen besonders gut: "Wir haben die Aufgaben nach Stärken aufgeteilt und uns beim Programmieren auf die Finger geschaut, um den Code noch besser zu machen." Ihre geschmeidige Maschine fiel auf: "Ein Team sagte uns sogar, sie hätten noch nie einen Roboter gesehen, der so schön fährt", so der Drittplatzierte.

 

 

Knifflige Zusatzaufgaben an den Wettbewerbstagen

Am ersten Wettkampftag bauten die Teams den Roboter zusammen und liessen ihn dreimal auf dem Wettbewerbstisch starten. Dort musste er bereits bekannte Aufgaben zum Thema "Stadt der Zukunft" lösen, ergänzt um ein erst an diesem Tag bekanntgegebenes Überraschungselement. Dazwischen folgten Umbauphasen und Verbesserungen am Code. Herausgefordert wurden die Tüftlerinnen und Tüftler dann besonders am zweiten Wettkampftag mit der "Second Day Challenge", einer komplett neuen Aufgabe auf dem bekannten Wettbewerbstisch. Bei dieser Aufgabe musste innerhalb von 3 Stunden der Roboter komplett neu programmiert werden. Das sei knifflig gewesen, sagt Caroline Faesch vom Team πnutboter: "Wir dachten, die Aufgabe passe perfekt zu unserem Roboter." Doch die kleinen Anpassungen hätten sie zu viel Zeit gekostet und der Code, der beim Testen funktioniert habe, erwies sich später als "nicht so zuverlässig."

 

Von der geschlossenen Aufgabe zum offenen Projekt

Mit dem Team circuit breakers machte die Schweiz erstmals bei der Open Category mit, die aus einer Projektarbeit besteht. Die Schüler entwickelten im Vorfeld der Olympiade ein Robotermodell zum Thema "Stadt der Zukunft" und stellten den Prozess und das Produkt am Wettbewerbstag einer internationalen Jury vor. Die Schweizer Idee: Der Roboter macht das Putzen in öffentlichen Gebäuden wie Schulen oder Museen effizienter und günstiger, indem er mit Kamera und Sensoren bestimmt, wo wie stark geputzt werden muss. Benjamin Koch fand das Projekt toll, weil die Aufgabenstellung offen war und das Team freiwählbare Dinge wie elektrische Bauteile oder Programmiersprachen entdecken konnte. Elias Frey ergänzt, dass er mit der Teamarbeit "sehr zufrieden" sei: "Der Roboter hatte jedoch noch ein paar Kinderkrankheiten, wie zum Beispiel die Überhitzungsgefahr und die Verbindungsprobleme mit dem WLAN." Ab 2020 soll die Open Category eventuell auch beim nationalen Wettbewerb in der Schweiz angeboten werden.

 

Vom Teilnehmer zum Freiwilligen

Für Aaron Griesser, der bereits zum 4. Mal teilnahm, geht mit dem Podestplatz ein Traum in Erfüllung. Nebst dem Wettbewerb habe er vor allem den Austausch mit den Teams aus 65 Ländern genossen. "Robotik ist für mich eine andere Welt. In dieser kann ich Andere ungehemmt ansprechen und mich über alles unterhalten. Diese Offenheit will ich auch in meinen Alltag mitnehmen." Mit Robotern will er sich auch in Zukunft beschäftigen. Entweder als Schiedsrichter oder Organisator bei der Schweizer Olympiade − oder nochmals als Teilnehmer.

 

Die World Robot Olympiad ist ein internationaler Wettbewerb für Kinder und Jugendliche. Sie findet seit 2004 statt, seit 2013 ist auch die Schweiz mit dabei. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche für Robotik, Technik und Informatik zu begeistern und einen Beitrag zur MINT-Förderung zu leisten. Der Verein WRO Schweiz führt die Olympiade in freiwilliger Arbeit durch. Seit 2017 ist er Mitglied der Wissenschafts-Olympiade mit ihren Wettbewerben in Biologie, Chemie, Geographie, Mathematik, Informatik, Philosophie, Physik und Wirtschaft. Die nächste Robotik-Olympiade wird ab 11. Januar 2020 ausgeschrieben. Anmeldung und Workshops für Lehrpersonen.

Links

 

Bilder

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Kontakt

Mirjam Sager

Kommunikationsbeauftragte

Wissenschafts-Olympiade

m.sager(at)olympiad.ch

031 631 51 87

 

Monika Koch

Vizepräsidentin

World Robot Olympiad Schweiz

mk(at)worldrobotolympiad.ch

079 393 75 83

 

Markus Born

Geschäftsführer

World Robot Olympiad Schweiz

mb(at)worldrobotolympiad.ch

079 402 21 31

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