Die 6. European Girls’ Olympiad in Informatics (EGOI) fand vom 12.-18. Mai in Cesenatico an der italienischen Adriaküste statt. Talentierte junge Frauen aus rund 60 Ländern lebten eine Woche lang gemeinsam ihre Begeisterung für Informatik aus. Das vierköpfige Schweizer Team kehrte mit drei Medaillen im Gepäck nach Hause zurück.
Die Schweizer Delegation. Von links nach rechts: Hannah Oss (Leiterin), Laetitia Sophia Orglmeister, Myriam Faltin, Laetitia Juppin de Fondaumière, Ela Irmak, Karolina Alexiou (Leiterin). (Quelle: Informatik-Olympiade)
Laetitia Juppin de Fondaumière. (Quelle: Informatik-Olympiade)
Ela Irmak. (Quelle: Informatik-Olympiade)
Silber ging an Myriam Faltin (Collège André-Chavanne, GE) und Laetitia Sophia Orglmeister (Kantonale Mittelschule Uri). Beide haben dieses Jahr auch schon Erfolge bei Olympiaden in anderen Fächern gefeiert. Laetitia Sophia wird die Schweiz im Sommer zum Beispiel an den internationalen Runden in Astronomie und Physik vertreten, während Myriam im April bei zwei europäische Mathematik-Wettbewerben ausgezeichnet wurde.
Laetitia Juppin de Fondaumière (Gymnasium Freudenberg, ZH) wurde in Cesenatico mit Bronze ausgezeichnet.
Ausserdem gehörte Ela Irmak (Mathematisch-Naturwissenschaftliches Gymnasium Rämibühl, ZH) zum Schweizer Team.
Obwohl sie Silber gewonnen haben, sind Laetitia Sophia und Myriam nicht ganz zufrieden mit ihren Resultaten. “Sie hätten beide die Chance auf Gold gehabt, aber die zweite Prüfung lief nicht so gut”, erklärt Teamleiterin Hannah Oss. Die Bronzegewinnerin Laetitia Juppin de Fondaumière freut sich sehr über ihre Leistung. Ela erhielt keine Auszeichnung, ist zeigt sich aber trotzdem zufrieden, denn sie habe keine allzu hohen Erwartungen gehabt. Nach der Matura wird sie an der ETH Zürich Informatik studieren. Auch die andere Teilnehmerinnen planen ein Studium im MINT-Bereich - und weitere Olympiaden-Teilnahmen während ihrer restlichen Schuljahre.
Eine Schweizer Initiative für mehr Frauen in der Informatik
Die European Girls’ Olympiad in Informatics wurde 2021 von Schweizer Studierenden gegründet, um weibliche Talente in der immer noch männlich dominierten Informatik zu fördern. An der EGOI treffen sie auf Gleichgesinnte und Vorbilder und werden ermutigt, weiterhin an der Olympiade teilzunehmen und vielleicht sogar eine Laufbahn in der Informatik einzuschlagen. Die diesjährige Ausgabe in Italien bot den Teilnehmerinnen neben der intellektuellen Herusforderung auch ein unterhaltsames Rahmenprogramm, zum Beispiel mit einer Exkursion nach San Marino oder einer Eurovision-Watchparty.
Über uns
Die Wissenschafts-Olympiade fördert Jugendliche, weckt wissenschaftliche Begabungen und Kreativität und beweist: Wissenschaft ist spannend. Jedes Jahr gibt es 11 Olympiaden und etwa 10’000 Teilnahmen: Workshops, Lager und Prüfungen in Astronomie, Biologie, Chemie, Geographie, Informatik, Linguistik, Mathematik, Philosophie, Physik, Robotik und Wirtschaft. Die Organisatoren sind junge Forschende, Studierende oder Lehrpersonen, die freiwillig viele Stunden und Herzblut in das nationale Programm investieren. Die besten Teilnehmenden vertreten die Schweiz an internationalen Wettbewerben.
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