28.10.2019

Schweizer Jugendliche gewinnen Ticket an die Internationale Geographie-Olympiade in Istanbul

Vier Gymnasiastinnen und Gymnasiasten haben am Samstag, 26. Oktober die Schweizer Geografie-Olympiade gewonnen. Im August 2020 reisen sie an den internationalen Wettbewerb.

Gold für Jasmin Schmid, Jonathan Song, Simon Gründler und Niklas Eckert (von links nach rechts). Alle Bilder: Geografie-Olympiade. Download siehe unten.

Feldarbeit: Wie wurde das VonRoll-Areal im Berner Länggassquartier umgestaltet?

Im Feld

Im Feld

Die 16 FinalistInnen haben sich gegenüber 640 MitstreiterInnen durchgesetzt.

Silber für Silvan Frei, Casimir Herold, Julia Bürki, Luc Sonderegger, Sasu Schmidli und Colin Mettler.

 

 

 

 

Bronze für Jake Bogdan, Jessica Kunz, Severin Angst, Elena Broger, Noel Schader und Alina Büllhardt (fehlt).

 

 

 

Jasmin Schmid

Niklas Eckert

Jonathan Song

Simon Gründler

Gold geht an:

  • Niklas Eckert, Kantonsschule Solothurn, SO
  • Simon Gründler, Kantonsschule am Burggraben, SG
  • Jasmin Schmid, Neue Kantonsschule Aarau, AG
  • Jonathan Song, Kantonsschule Hohe Promenade, ZH

Im Frühling 2019 haben sich 660 Jugendliche für den Wettbewerb angemeldet. Die Geografie gehört so zu den Olympiaden, die am meisten Jugendliche anzieht (nebst Biologie und Physik). Die 16 Schülerinnen und Schüler, die letzten Samstag noch im Rennen um die Medaillen waren, hatten allen Grund stolz zu sein. So auch Niklas Eckert aus Solothurn, einer der vier Gewinner. Er zeigt sich überrascht und zufrieden: "Nach den Prüfungen hatte ich gemischte Gefühle. Jetzt diese Goldmedaille zu erhalten, das ist ein cooles Gefühl."

 

Berns Stadtplanung, Chinas Entwicklung

Niklas mag Geografie, weil sie sehr vernetzt ist, "Natur- und Humanwissenschaften fliessen hier zusammen". Diese Breite wiederspiegelt sich auch in den Themen der Finalprüfung, wie zum Beispiel Klimawandel, Stadtplanung oder Ernährungssicherheit. Bei der Feldarbeit nahmen die Jugendlichen unter die Lupe, wie das VonRoll-Areal im Berner Länggassquartier umgestaltet wurde. Sie fertigten Karten an, beschrieben Auswirkungen auf Bevölkerung und Geschäfte und mussten erklären, wer von der Verkehrsberuhigung profitiert − und wer nicht. Die Fragen der Theorieprüfung beschränkten sich nicht auf lokale Themen: Ist China ein Entwicklungs- oder Industrieland? Und wie steht es um die Ernährungssicherheit in Afrika? Beim Multimedia-Test galt es, Grafiken, Bilder und Karten richtig zu interpretieren.  

 

Spass am Fach und mit Gleichaltrigen

Kommenden Sommer reisen Niklas und seine Teamkollegen an die Internationale Geographie-Olympiade nach Istanbul. Dort treffen sie auf Jugendliche aus über 45 Ländern. Niklas zieht bereits jetzt eine positive Bilanz: "Ich kann die Olympiade allen empfehlen". Besonders gute Noten müsse man nicht mitbringen, wichtiger sei das Interesse. Geschätzt hat er das Vorbereitungslager im Schweizerischen Nationalpark im September: "Ich habe viel Neues gelernt und vor allem eine tolle Zeit mit den anderen Teilnehmenden und den Organisatoren verbracht." Nach seiner Reise in die Türkei plant Niklas ein Studium an der ETH Zürich. Die Studienrichtung? Raumbezogene Erdwissenschaften.

 

Die Wissenschafts-Olympiade fördert Jugendliche, weckt wissenschaftliche Begabungen und Kreativität und beweist: Wissenschaft ist spannend. Neun Olympiaden finden jedes Jahr statt: Workshops, Lager, Prüfungen sowie Wettbewerbe für über 4'000 Talente in Biologie, Chemie, Geographie, Informatik, Mathematik, Philosophie, Physik, Robotik und Wirtschaft. Die Organisatoren sind junge Forschende, Studierende oder Lehrpersonen, die freiwillig viele Stunden und Herzblut in das nationale Programm investieren.

 

Bilder

Zur freien Verwendung mit Quellenangabe (Geographie-Olympiade). Download am Ende des Beitrags via Button. Weitere Bilder erhalten Sie auf Anfrage. 

 

Links

 

Kontakt

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Wissenschafts-Olympiade
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3012 Bern

+41 031 631 51 87

m.sager(at)olympiad.ch

 

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