Vom 26.-28. November fand in Singapur die mit fast 600 Teams und über 1500 Teilnehmenden bisher grösste World Robot Olympiad (WRO) statt. Sieben Schweizer Teams traten mit selbstgebauten Robotern an und knüpften Kontakte mit Kindern und Jugendlichen aus aller Welt.
Máté und Claudia vom Team Binary Stars an ihrem Wettbewerbstisch. (Quelle: Sabrina Furrer)
Mael und Quirin vom Team Robolution passen die Programmierung ihrers Roboters an. (Quelle: Sabrina Furrer)
Leandra, Elias und Flavio vom Team Robo-sapiens platzieren sorgfältig die Spielfeldobjekte. (Quelle: Sabrina Furrer)
Ákos und Laurin vom Team Swiss Fire richten ihren Roboter präzise für den Start aus. (Quelle: Sabrina Furrer)
Alec und Felix vom Team Robolix beobachten ihren Roboter bei seiner Arbeit. (Quelle: Sabrina Furrer)
Jay and Matthew vom Team Robonaut vor ihrem fertig eingerichteten Projektstand. (Quelle: Sabrina Furrer)
Jay und Matthew vom Team Robonaut präsentieren ihr Projekt den Jurymitgliedern. (Quelle: Sabrina Furrer)
Jay vom Team Robonaut erklärt die selbst konstruierte Drohne. (Quelle: Sabrina Furrer)
Damian und Philipp vom Team Flawil Beavers mit ihrem autonomen Fahrzeug am Wettbewerb. (Quelle: Sabrina Furrer)
Die Schweizer Delegation vor dem Eingang in die Sungei Buloh Wetland Reserve (Quelle: World Express Pte Ltd)
Teamarbeit und neue Freunde
Hinter den 15 Schweizerinnen und Schweizern an der WRO lag ein langer Weg: Nicht nur die Reise nach Singapur, sondern auch die monatelange Teamarbeit an ihren Robotern. “Bei der Vorbereitung auf das Schweizer Finale im Juni haben wir uns jede Woche zweimal getroffen”, erzählt Máté vom Team Binary Stars. “Nach den Sommerferien und in den Herbstferien haben wir mehr und mehr Zeit investiert. Der Roboter, den wir nach Singapur mitgenommen haben, war die dritte komplett neue Iteration seit dem Schweizer Finale.” In Singapur warteten bekannte und neue Herausforderungen auf die Teams - aber auch unvergessliche Erlebnisse. Sie erzählen vom Austausch mit Gleichgesinnten aus Kanada, Ungarn, Kasachstan, Peru oder der Ukraine und von Ausflügen in Naturreservate, Tierbeobachtungen und glänzenden Wolkenkratzern. “Der schönste Moment war, als die Teams am Ende des Wettbewerbs Kontaktdaten ausgetauscht haben und als neue Freunde weggegangen sind”, findet Gergely Major, Coach des Teams Binary Stars und Schiedsrichter am Weltfinale.
Defibrillator-Drohne für Notfälle
Der Wettbewerb ist in mehrere Kategorien und Altersklassen aufgeteilt. In der Kategorie Future Innovators haben die Teams zu einem Thema geforscht und einen Prototyp entwickelt, der ein echtes Problem lösen soll. Das Schweizer Team Robonaut hat eine Drohne entwickelt, die von einer Einsatzleitstelle der Rettungsdienste aktiviert wird und einen Defibrillator zu einer verunfallten Person bringt, wenn ein Rettungswagen zu lange brauchen würde. Damit schafften sie es bei ihrer ersten Teilnahme schon auf den Rang 8 von 70. Jay und Matthew sind stolz darauf, dass sie mit ihrer Drohne eher ein vollendetes Produkt als einen Prototypen präsentieren konnten, was auch von der Jury anerkannt wurde.
Die Aufgaben der Kategorie RoboMission, bei der die Roboter auf einem 3m2 grossen Spielfeld Aufgaben selbständig lösen müssen, standen in diesem Jahr im Zeichen der Raumfahrt: Es wurden Satelliten auf ihre Umlaufbahnen gebracht, Forschungsproben auf dem Mars eingesammelt und eine Rakete zusammengebaut. In der Kategorie Future Engineers muss ein selbstfahrender Roboter entwickelt werden, der einen unbekannten Parcours selbständig meistert. “Insbesondere in asiatischen Ländern hat die Teilnahme einen anderen Stellenwert als in der Schweiz, wo die Robotik kein reguläres Unterrichtsfach ist und von den meisten Teams entweder als Freifach oder als Hobby betrieben wird. Teilweise hat dann noch das notwendige Quäntchen Glück gefehlt, so dass die tollen Leistungen vom Schweizer Final nicht abgerufen werden konnten”, erklärt Michael Hausherr vom Verein WRO Schweiz. “Im europäischen Vergleichhaben die Schweizer Teams jedoch sehr gut abgeschnitten.” Die Teams nehmen die Resultate als Ansporn für die nächste Saison.
Interesse geweckt? Junge Tüftler*innen zwischen 6 bis 22 Jahren (je nach Wettbewerbkategorie) können ihr Team bis am 15. März 2026 für die Schweizer Robotik-Olympiade anmelden, die nationale Vorausscheidung für die World Robot Olympiad. Der Verein WRO Schweiz führt die Olympiade in freiwilliger Arbeit durch und gehört zum Verband Wissenschafts-Olympiade mit seinen Wettbewerben in Astronomie, Biologie, Chemie, Geographie, Linguistik, Mathematik, Informatik, Philosophie, Physik und Wirtschaft.
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Lara Gafner
Verantwortliche Marketing und Kommunikation Wissenschafts-Olympiade