03.10.2024

Medienmitteilung

Schweizer Teams erfolgreich an Europäischem Robotik-Wettbewerb

10 Schweizer Teams qualifizierten sich für das Open Championship der World Robot Olympiad (WRO) in Brescia in Italien; zwei von ihnen standen am Schluss auf dem Podest.

Die Schweizer Delegation. (Bild: Thomas Schank)

Team FlawFactory auf dem 1. Platz in der Kategorie Future Engineers. (Bild: Michael Hausherr)

Team Robolix auf dem 2. Platz in der Kategorie RoboMission Kids. (Bild: Corinne Kreimel)

 

Salut Robot! in der Kategorie Future Innovators. (Bild: Markus Born)

Auf Schatzsuche in Brescia. (Bild: Nadja Wunderli)

Auf Schatzsuche in Brescia. (Bild: Philipp Kündig)

Die Schweiz bei der Flaggenparade. (Bild: Corinne Kreimel)

Am Schweizer Finale der WRO Schweiz qualifizierten sich einige der besten Teams für das Open Championship. Von jeder Kategorie und Altersklasse konnten ein bis zwei Teams vom 24. bis 28. September nach Brescia reisen.

Die ältesten und erfahrensten Teilnehmer der Delegation, das Team FlawFactory mit Jesse Born (18) aus Veltheim AG und Damian Hardegger (19) aus Flawil SG, landeten souverän auf dem ersten Platz der Kategorie Future Engineers, während die beiden jüngsten Teilnehmer, das Team Robolix mit Alec Bergagård (9) und Felix Schank (7) aus Aeugst am Albis ZH, den zweiten Platz in der Altersklasse Kids der Kategorie RoboMission erreichten. Auch das Team Robomatik Masters mit Maxim Kreimel (9) aus Full-Reuenthal und Louis Krummenacher (10) aus Baden AG belegte in derselben Kategorie einen erfreulichen 4. Platz und erhielt ausserdem den Best Programming Award. Dazu sagte Louis: «Auf diesen Sonderpreis bin ich am allermeisten stolz!»

In der Kategorie RoboMission, in der 8 Schweizer Teams antraten, mussten die selbst konstruierten und programmierten Roboter einen Parcours abfahren und dabei Gegenstände identifizieren und an ihren richtigen Zielort bringen, wobei Hindernisse nicht berührt werden durften. Die seit Anfang des Jahres bekannten Saison-Aufgaben wurden dabei um bisher nicht bekannte Überraschungselemente ergänzt, und am zweiten Wettbewerbstag gab es auf dem bekannten Spielfeld eine komplett neue Aufgabe, die in kürzester Zeit gelöst werden musste.

In der Kategorie Future Engineers, welche das Schweizer Team FlawFactory gewann, mussten die Teams ein selbstfahrendes Fahrzeug bauen, das mit der Hilfe von Kameras und Sensoren in der Lage war, auf einem zufällig zusammengesetzten Parcours Hindernisse richtig zu umfahren. FlawFactory nahm zum ersten Mal in dieser Kategorie teil; in den Jahren davor haben die beiden Teammitglieder in separaten Teams in der Kategorie RoboMission teilgenommen und dort nationale und internationale Erfolge eingefahren.

Auch in der Kategorie Future Innovators nahm ein Schweizer Team teil: Salut Robot! mit den Geschwistern Sarah (9) und Luke (8) Zhang aus Chavannes-près-Renens präsentierte ihren Prototyp eines Aufräum-Roboters drei Jury-Gruppen und unzähligen italienischen Schulkindern, die mit ihren Klassen den Wettbewerb besuchten. Während in den anderen Kategorien die Geschicklichkeit und Geschwindigkeit des Roboters ausschlaggebend waren, ging es in dieser Kategorie um Innovation und Kreativität sowie die Dokumentation der eigenen Forschungs- und Entwicklungsarbeit. Das Team, eines der jüngsten in der Altersklasse Elementary, erreichte damit einen Platz im Mittelfeld.

Neben den Wettbewerben war ein anderes erklärtes Ziel des Anlasses, dass die jungen Teilnehmenden Kontakte mit den Teams aus anderen Ländern knüpfen. Deshalb war zwischen dem offenen Training und dem ersten Wettbewerbstag ein so genannter Friendship Day, bei dem international bunt gemischte Gruppen gemeinsam eine Schatzsuche in den römischen Überresten Brescias machten und sich so besser kennenlernen konnten. Und bei der Friendship Night am Abend des ersten Wettbewerbstages wurden Mitbringsel aus den verschiedenen Ländern getauscht, so dass jede*r Teilnehmende zuletzt vielleicht nicht unbedingt einen Pokal, aber auf jeden Fall Anstecker, Aufkleber, Süssigkeiten und andere kleine Schätze aus 46 anderen Ländern mit nach Hause nehmen konnten.

World Robot Olympiad Schweiz (WRO CH) ist ein Verein mit dem Ziel, bei Kindern und Jugendlichen das Interesse an der Robotik und anderen MINT-Fächern zu fördern. Zu diesem Zweck führt der Verein die Robotik-Wettbewerbe durch, die jedes Jahr ein oder mehreres der UN-Nachhaltigkeitsziele als Gegenstand haben, aber er bietet auch Weiterbildungen für Lehrpersonen und Workshops für Kinder und Jugendliche an. WRO CH ist zusammen mit neun weiteren Olympiaden in den Fächern Biologie, Chemie, Geografie, Informatik, Linguistik, Mathematik, Philosophie, Physik und Wirtschaft Mitglied im Dachverband der Schweizer Wissenschaftsolympiaden. Im Gegensatz zu den anderen Olympiaden ist die WRO die einzige Disziplin, an der man als Team teilnehmen kann.

Kontakt

World Robot Olympiad Schweiz

Markus Born Präsident

079 402 21 31

markus.born@wro.swiss

 

Vera Hausherr

Kommunikation und Medien

078 771 06 51

vera.hausherr@wro.swiss

 

Weitere Artikel

Physik

Edelmetall für Experimente und Berechnungen

Am 7. und 8. März fand an der Alten Kantonsschule Aarau das Finale der Schweizer Physik-Olympiade statt. 27 Jugendliche zeigten ihr theoretisches und praktisches Wissen. Fünf von ihnen wurden mit Goldmedaillen ausgezeichnet.

Philosophie

Mit Logik zum Essaypreis

Formeln und Variablen in einem philosophischen Essay? Das passt! Vom 4.-7. März fand an der Universität Basel das Finale der Schweizer Philosophie-Olympiade statt.Gold geht an zwei junge Talente, die bereits bei der Mathematik-Olympiade Erfolg hatten.

Robotik

Schweizer Robotik-Teams tüfteln in Singapur

Vom 26.-28. November fand in Singapur die mit fast 600 Teams und über 1500 Teilnehmenden bisher grösste World Robot Olympiad (WRO) statt. Sieben Schweizer Teams traten mit selbstgebauten Robotern an und knüpften Kontakte mit Kindern und Jugendlichen aus aller Welt.

Geographie

Nachwuchsgeographen gewinnen Tickets in die Türkei

Teenager, die an einem Samstagmorgen früh aufstehen, um freiwillig Prüfungen zu schreiben und ein Bieler Quartier zu kartieren? So etwas gibt’s am nationalen Finale der Geographie-Olympiade, das am 8. November am Gymnasium Biel-Seeland stattfand.

Robotik

Gold- und Bronzemedaillen für Schweizer Teams in Innovations-Kategorie an europäischem Robotik-Wettbewerb

Acht junge Schweizer Teams nahmen vom 2. – 5. September in Ljubljana zusammen mit über 300 anderen Kindern und Jugendlichen am diesjährigen Open Championship – Wettbewerb der World Robot Olympiad teil. Besonders gut schnitt die Schweiz dabei in der noch jungen Kategorie «Future Innovators» ab.

Mathematik

Schweizer Mathetalente zeigen in Chemnitz ihr Potenzial

Wer sich eine Mathematik-Olympiade als reinen Einzelkampf vorstellt, kennt die Mitteleuropäische Mathematik-Olympiade (MEMO) noch nicht. Dort treten junge Talente auch als Team an. Vom 25. bis zum 30. August fand der Wettbewerb mit 66 Teilnehmenden aus 11 Ländern im deutschen Chemnitz statt.