12.03.2024

Medienmitteilung

Sie sind die besten Nachwuchsphysiker der Schweiz

28 Jugendliche haben am vergangenen Wochenende in Aarau am nationalen Finale der Schweizer Physik-Olympiade teilgenommen. Fünf von ihnen wurden mit Goldmedaillen gekürt. Ausnahmsweise werden sie dieses Jahr nicht an der Internationalen Physik-Olympiade teilnehmen - ihnen stehen andere Abenteuer bevor:
Die Gold-Gewinner. Von links nach rechts: Kenneth Arockia, Fynn Krebser, Ferdinand Ornskov (mit dem Maskottchen der Physik-Olympiade), Elias Bauer, Elias Baumann (Alle Bilder: Markus Meier).
Elias Bauer löst die praktische Prüfung.
Die Silber Gewinner. Von links nach rechts: Jerry Schupp, Felix Bergmann, Bruno Wetton, David Reichmuth, Taari Chandaria.
Bronze ging an (von links nach rechts) Florian Brauss, Felix Qingzhou Xu, Noelia Cheridito, Silvan Zumbrunn, Stéphane Weber.
Die Teilnehmenden stellen bei der theoretischen Prüfung ihr Wissen unter Beweis. Vorne: Silvan Zumbrunn. Hinten: Bruno Wetton, Noelia Cheridito.
  • Elias Bauer, Kollegium St. Fidelis (NW)
  • Kenneth Arockia, Kantonsschule Olten (SO)
  • Fynn Krebser, Kantonsschule Zürcher Unterland (ZH)
  • Elias Baumann, Realgymnasium Rämibühl (ZH)
  • Ferdinand Ornskov, Kantonsschule Zug (ZG)

Ausserdem wurden je fünf Silber- und Bronzemedaillen verliehen (siehe Rangliste). 

Ein weiter Weg zur Spitze

Über 900 Schülerinnen und Schüler absolvierten im vergangenen Herbst den Einstiegstest der Physik-Olympiade. Kenneth Arockia erzählt, sein Lehrer habe die ganze Klasse ermutigt, den Test zu machen - und sei jetzt stolz, dass es sein Schüler über die zweite Runde ins Final und bis zur Goldmedaille gebracht hat. Doch bei der Physik-Olympiade geht es nicht nur ums Gewinnen: Neben den Prüfungen gibt es Lager und Rahmenprogramme, bei denen die Teilnehmenden Kontakte knüpfen und tief in die Welt der Wissenschaft eintauchen können.  

Protonen und Leuchtdioden

Der Vergleich mit Spitzensport sei durchaus angebracht, meint Kenneth. Die langen Aufgaben der Finalprüfung seien mit einem Marathon zu vergleichen, die kurzen eher mit einem Sprint. Letztere fand er schwieriger, da alles von der richtigen Idee im richtigen Moment abhängt. Für Elias Bauer lag die grösste Herausforderung in der Berechnung der Eigenschaften kleinster Teilchen. Da an der Neuen Kantonsschule Aarau, wo das Finale stattfand, kein Teilchenbeschleuniger herumstehe, sei dies eine theoretische Aufgabe gewesen, erklärt Elias. Doch es gab auch Experimente, zum Beispiel zur Kühlung einer LED. Bei der Preisverleihung am 10. März ging es dann nochmal um Teilchen: Dr. David Meer vom Paul-Scherrer-Institut hielt einen Vortrag über Protonentherapie. 

Keine Teilnahme im Iran

Da die Schweiz dieses Jahr auf eine Teilnahme an der Internationalen Physik-Olympiade verzichtet, die im Iran stattfinden würde, geht es für die Gewinner “nur” nach Georgien an die Europäische Physik-Olympiade. Zudem ist eine weitere Alternative angedacht - möglicherweise eine Teilnahme an einer weiteren regionalen Physik-Olympiade oder ein von der Schweiz und anderen Ländern organisierter Ersatzanlass. Dass die Internationale Physik-Olympiade wegfällt, sei zwar schade, aber Georgien sei auch nicht schlecht, meint Elias. Das findet auch Kenneth, der sich selbst als “glücklichen Goldmedaillisten” bezeichnet. 

Rangliste

Rang

Vorname

Nachname

Schule

Kanton

1. Gold*

Elias

Bauer

Kollegium St. Fidelis

NW

2. Gold*

Kenneth

Arockia

Kantonsschule Olten

SO

3. Gold*

Fynn

Krebser

Kantonsschule Zürcher Unterland

ZH

4. Gold*

Elias

Baumann

Realgymnasium Rämibühl

ZH

5. Gold*

Ferdinand

Ornskov

Kantonsschule Zug

ZG

6. Silber

Jerry

Schupp

Kantonsschule Wettingen

AG

7. Silber**

David

Reichmuth

Kantonsschule Alpenquai

LU

8. Silber

Bruno

Wetton

Kantonsschule Limmattal

ZH

9. Silber**

Taari

Chandaria

Ecole Internationale de Genève

GE

10. Silber**

Felix

Bergmann

Kantonsschule am Burggraben

SG

11. Bronze

Silvan

Zumbrunn

Gymnasium Thun

BE

12. Bronze**

Florian

Brauss

Kantonsschule am Burggraben

SG

13. Bronze

Stéphane

Weber

Lycée-Collège de l'Abbaye de St-Maurice

VS

14. Bronze

Felix

Xu

Kantonsschule Wettingen

AG

15. Bronze

Noelia

Cheridito

Kantonsschule Glarus

FL

alphabetisch

Enrique

Alvarez Habegger

Gymnase de Morges

VD

"

Sofia

Bonazzola

Ecole Internationale de Genève

GE

"

Luis

Gördes

Stiftsschule Engelberg

OW

"

Leonhard

Hasler

Liechtensteinisches Gymnasium

FL

"

Damian Stephan

Lutz

Kollegium Spiritus Sanctus

VS

"

Louis

Marzer

Gymnase de Nyon

VD

"

Davide

Massironi

Kollegium Spiritus Sanctus

VS

"

Guillaume

Perriard

Gymnase de Chamblandes

VD

"

Rahul

Raman

Ecole Internationale de Genève

GE

"

Benedict

Rehmann

Kollegium Spiritus Sanctus

VS

"

Hayk

Serobyan

Collège André-Chavanne

GE

"

Merlin

Vogt

Liechtensteinisches Gymnasium

FL

"

Leon

Zimmermann

Berufsmaturiätsschule Zürich

ZH

* Teilnahme an der EuPhO 2024

** Teilnahme an der Alternative zur IPhO 2024

Die Wissenschafts-Olympiade fördert seit 20 Jahren Jugendliche, weckt wissenschaftliche Begabungen und Kreativität und beweist: Wissenschaft ist spannend. Zehn Olympiaden finden jedes Jahr statt: Workshops, Lager, Prüfungen sowie Wettbewerbe für über 8'000 Talente in Biologie, Chemie, Geographie, Informatik, Linguistik, Mathematik, Philosophie, Physik, Robotik und Wirtschaft. Treffen Sie die jungen Talente - bei der Jubiläumsfeier am 14. September in Bern.

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