02.08.2022

Medienmitteilung

Zweimal Bronze für Schweizer an Zentraleuropäischer Informatik-Olympiade

Vom 24. bis 30. Juli trafen sich 52 der besten jungen Programmierer aus 12 Ländern an der Central European Olympiad in Informatics, kurz CEOI. Die Mission: Rätsel mithilfe von Algorithmen lösen, Medaillen gewinnen und neue Freunde treffen. Vier Jugendliche aus der Schweiz traten die Reise nach Varaždin, Kroatien an:

Von links nach rechts: Josia John, Linus Lüchinger, Elias Bauer, Jasmin Studer (Alle Bilder: Schweizer Informatik-Olympiade)

Linus Lüchinger.

Elias Bauer

Josia John.

Jasmin Studer.

Jasmin Studer unterhält sich mit einer anderen Teilnehmerin.

Zu den liebsten Freizeitbeschäftigungen der jungen Informatikerinnen und Informatiker gehören Kartenspiele.

Das Schweizer Team verteilt selbstgemachte Pfannkuchen.

Die Delegation schaute nicht nur auf Bildschirme, sondern auch in den Nachthimmel.

  • Linus Lüchinger, Kantonsschule am Burggraben (SG)
  • Elias Bauer, Kollegium St. Fidelis (NW)
  • Josia John, Kantonsschule im Lee (ZH)
  • Jasmin Studer, Gymnasium Lerbermatt (BE)

 

Elias und Linus wurden je mit einer Bronzemedaille ausgezeichnet.   

 

Lernen von Gleichgesinnten

Josia, Linus, Elias und Jasmin hatten sich am Finale der Schweizer Informatik-Olympiade im Mai für die Teilnahme am internationalen Wettbewerb qualifiziert. Ende Juli ging es dann los: Mit dem Zug reiste die Delegation erst nach Graz, dann weiter nach Kroatien. Eine spannende Zeit, findet Linus. Auch während der Olympiade sei das Programm abwechslungsreich und interessant gewesen: «Zahlreiche Spielpartien mit verschiedenen Delegationen. Zwei aufregende Wettbewerbe. Zu wenig Schlaf. Leckere Pfannkuchen. Eindrücke von Varaždin und dem lokalen Studentenleben», fasst der 16-Jährige seine Erlebnisse zusammen. «Man sieht, dass es viele andere Leute auf der ganzen Welt gibt, die meine Interessen und Denkweisen teilen. Man lernt sehr viel über das Fach, wenn man sich mit anderen Leuten über die Probleme und Lösungen austauscht.»

 

Social Distancing leicht gemacht

Bei den zwei aufregenden Wettbewerben handelte es sich um zwei fünfstündige Prüfungen mit jeweils drei Aufgaben. Beim kompetitiven Programmieren, wie es bei der Informatik-Olympiade stattfindet, gehe es nicht nur um das Programmieren an sich, sondern auch um das Lösen spannender Rätsel, erklärt Elias. In einer Aufgabe ging es beispielsweise um Social Distancing. Die Jugendlichen mussten ein Programm so optimieren, dass es den effizientesten Weg findet, wie sich 100’000 Personen am besten hinstellen sollten, um die Distanz zu wahren und sich dabei möglichst wenig bewegen zu müssen. Die CEOI sei ein anspruchsvoller Wettbewerb, erklärt Fabian Lyck von der Schweizer Informatik-Olympiade, sogar noch anspruchsvoller als die grosse Internationale Informatik-Olympiade, bei der viel mehr Länder mit dabei sind. «Letztes Jahr haben wir keine Medaille gewonnen. Zwei Medaillen sind für uns ein Erfolg».

 

Auf zu weiteren Abenteuern

Nach getaner Arbeit an den zwei Wettbewerbstagen am 26. und 28. Juli sei es nicht mehr wichtig gewesen, am nächsten Morgen ausgeschlafen zu sein, erzählt Josia. Also habe das Team die Nacht damit verbracht, den Sternenhimmel zu beobachten und Fotos von der Andromedagalaxie zu machen. Zuhause müssen die Jugendlichen wohl erstmal etwas Schlaf nachholen - dann geht es olympisch weiter. Elias, Josia und Linus reisen nächste Woche an die Internationale Informatik-Olympiade in Indonesien. Jasmin fährt bald schon in ein Trainingslager in Schweden, wo sie sich auf die European Girls’ Olympiad in Informatics vorbereitet. Der Wettbewerb für junge Frauen wurde 2021 von der Schweiz initiiert und findet im Oktober zum zweiten Mal statt, diesmal in der Türkei.  

 

Die Wissenschafts-Olympiade fördert Jugendliche, weckt wissenschaftliche Begabungen und Kreativität und beweist: Wissenschaft ist spannend.  Zehn Olympiaden finden jedes Jahr statt: Workshops, Lager, Prüfungen sowie Wettbewerbe für über 4'000 Talente in Biologie, Chemie, Geographie, Informatik, Linguistik, Mathematik, Philosophie, Physik, Robotik und Wirtschaft. Die Organisatoren sind junge Forschende, Studierende oder Lehrpersonen, die freiwillig viele Stunden und Herzblut in das nationale Programm investieren. Die Wissenschafts-Olympiade und der Verein Informatik-Olympiade gehören zum Netzwerk IT-Feuer, welches sich für die Informatikbildung in der Schweiz stark macht. 

 

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Bilder

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Kontakt

Lara Gafner

Medienverantwortliche

Wissenschafts-Olympiade
Universität Bern

Hochschulstrasse 6

3012 Bern

+41 78 629 14 44

l.gafner@olympiad.ch

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