16.07.2019

Schweizer Schüler gewinnen Bronzemedaillen an Internationaler Physik-Olympiade

Fünf Jugendliche aus der Schweiz nahmen an der Internationalen Physik-Olympiade teil, welche vom 7. bis zum 15. Juli in Tel Aviv stattfand. Sie wurden mit zwei Bronzemedaillen und einer Ehrenmeldung ausgezeichnet.

Alle Fotos: Thanh Phong Lê, Schweizer Physik-Olympiade

Die Schweizer Delegation an der Eröffnungszeremonie der IPhO 2019.

Von links nach rechts: Hiro Farré, Jonas Hofmann, Nicolas Schmid, Fabian Graf, Cédric Solenthaler

Von links nach rechts: Lionel Philippoz (Leader), Hiro Farré, Cédric Solenthaler, Jonas Hofmann, Fabian Graf, Nicolas Schmid, Thanh Phong Lê (Leader).

Auch Physiker müssen sich manchmal entspannen.

Die Freude über die Medaillen ist gross.

Die Internationale Physik-Olympiade feierte in Israel ihr fünfzigstes Jubiläum. Mit dabei waren fünf Schweizer Gymnasiasten, welche sich zuvor auf nationaler Ebene gegen 800 andere Schweizer Physik-Fans durchgesetzt hatten:

  • Cédric Solenthaler, Kantonsschule am Burggraben (SG)
  • Fabian Graf, Gymnasium St. Antonius (AI)
  • Hiro Farré, Institut Le Rosey in Rolle (VD)
  • Jonas Hofmann, Kantonsschule Uster (ZH)
  • Nicolas Schmid, Lycée cantonal de Porrentruy (JU)

Cédric Solenthaler und Hiro Farré erhielten Bronze, Jonas Hofmann eine Honorable Mention.

Optimismus trotz besonders schwierigenPrüfungen

Die Prüfungen waren dieses Jahr überraschend schwierig, darüber sind sich die Teilnehmer und ihre Begleitpersonen einig. Dennoch kann Hiro Farré stolz darauf sein, sich selbst übertroffen zu haben. Bei seiner Teilnahme an der letzten IPhO reichte es noch nicht für eine Auszeichnung, nun nimmt er eine Bronzemedaille mit nach Hause. Jonas Hofmann war nach der experimentellen Prüfung zuversichtlich, dass eine Auszeichnung auf ihn warten könnte. Die experimentelle und die theoretische Prüfung machen den Wettbewerb der IPhO aus. Beide dauern fünf Stunden und erfordern ein gründliches Verständnis von physikalischen Konzepten, sowie mathematische Fertigkeiten und Kreativität. Dieses Jahr mussten die Teilnehmenden unter anderem die Wärmeleitfähigkeit verschiedener Metalle und die Funktionsweise einer Mikrowelle untersuchen.

Abenteuer und Entspannung bei 30 Grad

Abgesehen von den Prüfungen sorgte ein intensives Freizeitprogramm dafür, dass die Teilnehmenden möglichst viel von ihrem Gastland zu sehen bekamen, von Jerusalem bis zum Toten Meer. Nebst der schwerelosen Entspannung im Salzwasser wurde es auch abenteuerlich beim River Rafting auf dem Jordan – laut den Schülern ein Highlight auf ihrer Reise. Trotz frühem Aufstehen und täglichem Sonnenbrand hatte Fabian Graf grossen Spass. Sich mit anderen physikbegeisterten Jugendlichen aus über 80 Ländern zu messen, sei eine tolle Erfahrung gewesen.

Die Wissenschafts-Olympiade fördert Jugendliche, weckt wissenschaftliche Begabungen und Kreativität und beweist: Wissenschaft ist spannend. Neun Olympiaden finden jedes Jahr statt: Workshops, Lager, Prüfungen sowie Wettbewerbe für über 4'000 Talente in Biologie, Chemie, Geographie, Informatik, Mathematik, Philosophie, Physik, Robotik und Wirtschaft. Die Organisatoren sind hauptsächlich junge Forschende, Studierende oder Lehrpersonen, die freiwillig viele Stunden und Herzblut in das nationale Programm investieren. 

Bilder

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Lara Gafner

Wissenschafts-Olympiade
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3012 Bern

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